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Der Rote Baron
 
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Der Rote Baron

Matthias Schweighöfer , Lena Headey , Nikolai Müllerschön    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,54 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Matthias Schweighöfer, Lena Headey, Til Schweiger
  • Regisseur(e): Nikolai Müllerschön
  • Komponist: Dirk Reichardt, Stefan Hansen
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 22. August 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 124 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001B0AY4A
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.895 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Gut sah der Trailer zu „Der rote Baron“ aus, doch im Endeffekt konnte der Film leider nicht halten, was die Werbung versprach. Lange und langatmig fühlen sich die mehr als 120 Minuten Laufzeit an. Etliche Jahre hat Regisseur Nikolai Müllerschön am Drehbuch gearbeitet, doch was am Ende dabei heraus kam, befriedigt nicht. Zu pathetisch, zu absehbar, zu abgespult, zu romantisch-verkitscht wirkt der gesamte Film. Die Dialoge sind größtenteils Mittelmaß und haben vielleicht in der englischen Originalversion ein wenig mehr Kraft, verlieren dann aber in der unnatürlich klingenden Synchronisation und sorgen in einigen Szenen sogar für unfreiwillige Lacher. Ein Problem sind auch die vielen Handlungsstränge, die immer wieder angerissen werden, aber nichts davon wird richtig herausgearbeitet. So wirkt die Story häufig etwas zu sprunghaft. Müllerschöns Wunschkandidat für die Titelrolle war Matthias Schweighöfer. Schweighöfer, dessen hervorragende Qualitäten als Schauspieler eigentlich sonst keinerlei Diskussion bedürfen, wirkt als von Richthofen leider über weite Strecken ziemlich blass, kultiviert dabei aber das „aus der Stirn streichen“ seiner blonden Locken zu hoher Kunst. Sicherlich ist der Grund für Schweighöfers bemüht wirkende Schauspielleistung auf Drehbuchseite zu suchen, da es seiner Filmfigur einfach an Persönlichkeit und Tiefe fehlt. Viel konnte man da nicht machen. Recht oberflächlich und fleischlos kommt von Richthofen daher und wirkt auch nicht besonders kraftvoll und charismatisch. Til Schweiger agiert etwas lustlos und Joseph Fiennes spielt seine Rolle routiniert. Lena Headey verleiht ihrer Figur Menschlichkeit und Vernunft, dennoch gibt auch ihr Part nicht genügend her, um nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben. Auch allen anderen Charakteren nützt die prominente und talentierte Besetzung nichts – zu keinem baut man eine emotionale Beziehung auf und so registriert man lediglich die Todesfälle aus Richthofens Fliegertruppe, statt sie zu betrauern.  Historische Ungenauigkeiten sowohl seitens der Geschichte als auch im Bereich der Ausstattung tun dann ihr übriges, um den gesamten Film nicht mehr ernst nehmen zu können. Immerhin fehlt es den actiongeladenen Kriegsszenen und Luftjagden nicht an Dramatik.Fazit „Der rote Baron“ ist zwar keine komplette Katastrophe, denn immerhin können die visuellen Effekte überzeugen, aber die kitschig-verklärte Heldenverehrung von Richthofens, die wenigen kritischen Ansätze und die über weite Strecken generelle Romantisierung des Krieges nerven. Auf DVD durchaus ansehbar.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die warmen, satten Farben wissen in jeder Hinsicht zu gefallen. Leider bringen die Schärfewerte nicht die gleiche Saftigkeit mit, denn auf Distanz und in Innenszenen verlieren Konturen deutlich an Stichhaltigkeit oder wirken grobkörnig. Kontraste und Kompression funktionieren sehr schlüssig. Akustisch hat die DVD eine Menge drauf. Einzelne Regentropfen und Stimmen sind aus dem Hintergrund zu vernehmen, motivierte Richtungswechsel sind an der Tagesordnung. Das klingt nach ordentlicher Effektarbeit, wenngleich die Dialoge hin und wieder etwas künstlich anmuten. Die Extras brauchen sich mit Audiokommentar, Extraszenen und Making Of nicht zu verstecken.

Bild: Auch wenn das Bild sehr saftige Farben anbietet, die einen schönen, warmen Umfang bieten, könnte es in punkto Schärfe etwas konturierter ausfallen. Gerade, was die golden strahlenden Innenszenen angeht, wird hier nicht immer Präzision geboten und Gesichter erscheinen etwas weich und leicht grobkörnig (im Freudenhaus, 00:12:34). In den Außenszenen in natürlichem Sonnenlicht sieht das schon wesentlich besser aus. Hier wirken auch entferntere Einstellungen sehr konturreich und feine Strukturen zeichnen sich plastisch ab (Muster des Strickpullovers, 00:17:27). Die Kompression funktioniert recht gut, nur hin und wieder zeigen sich leichte Treppchenbildungen an harten Kanten. Rauschen bleibt, gerade in Innenszenen nicht aus, gestaltet sich aber auch nicht drastisch.

Ton: Von hinten dröhnen die Flugzeugmotoren an den Zuschauer heran und scheinen mitten durch den Raum hindurch nach vorne zu brausen. Aber auch Regen plätschert klatschend aus, sich stets der Kameraperspektive anpassenden, wechselnden Kanälen (00:30:40) oder ein Hahn kräht munter von rechts (00:17:17 Min.). Der Soundausstattung fehlt es bis dahin an nichts. Lediglich die deutschen Stimmen klingen relativ aufgesetzt und nicht immer ganz motiviert, wenngleich sie sich den räumlichen Gegebenheiten gut anpassend (Hall in Treppenhaus, 00:32:58). Harmonisch und voll um sich greifend wogt der fulminante Soundtrack durch den Raum und sorgt für Stimmung.

Extras: Als Boni bietet die DVD einen Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Nikolai Müllerschön und Szenenbildnerin Yvonne von Wallenberg, das Musikvideo "Open Skies" (4:37 Min.) von Reamonn und verpatzte (4:13 Min.) sowie nicht verwendete (5:48 Min.) Szenen. Außerdem dokumentiert ein Making Of (21:41 Min.) die Entstehungsgeschichte des Filmes und ein Trailer (2:27 Min.) stellt ihn in Kurzform vor. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Europa 1916: Freiherr Manfred von Richthofen (MATTHIAS SCHWEIGHÖFER) ist im Alter von nur 24 Jahren das größte Fliegertalent des preußischen Korps - bereits zu Lebzeiten ein Held und selbst bei seinen Gegnern,wie dem kanadischen Piloten der Alliierten, Captain Roy Brown (JOSEPH FIENNES), ebenso gefürchtet wie respektiert.
Für ihn und seine Kameraden, die Leutnants Voss (TIL SCHWEIGER), Sternberg (MAXIM MEHMET) und Lehmann (HANNO KOFFLER), sind die Luftduelle eine sportliche und technische Herausforderung, die sie die Schrecken der Schlachtfelder unter ihnen zunächst ignorieren lässt. Sein zunehmender Erfolg missbraucht die Oberste Heeresleitung immer stärker zu Propagandazwecken. Als von Richthofen sich in die attraktive und resolute Krankenschwester Käte (LENA HEADEY) verliebt, öffnet sie ihm die Augen dafür, dass Krieg alles andere als ein

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Der Stoff hätte ganz klar mehr hergeben können. Leider gibt es einige historische und flugtechnische Fehler und eine sehr große Freiheit der Erzählungsstruktur.
Zur negativen Seite des Films:
Hawker flog zu der Zeit und als er abgeschossen wurde eine Arco DH2 - im Film ist er und seine Staffel scheinbar mit SE5A ausgestattet...was hätte das schon ausgemacht die historisch korrekten Flugzeugmodelle zu generieren. Oder, den nunmehr nach 80 jährigem Streit wissenschaftlich bewiesenen korrekten Todeshergang von Richthofen in den Film zu übernehmen bzw. ihn wenigstens anzudeuten?
Die scheinbar zu 100% computergenerierten Flug- und Luftkampfszenen weisen einige Mängel auf, was Ruderausschlag und daraus resultierendes Verhalten der Maschine betrifft bzw. generell Unstimmigkeiten im Flugverhalten der Maschinen - was mir als Pilot vielleicht besonders auffällt. Dabei fällt mir ein, dass von Richthofen eine eigene Angriffstaktik mit seinem Dreidecker der Dr1 hatte, die ein überwirksames Seitenruder aufwies. Er konnte damit quasi seitlich fliegend angreifen, gut aber das muß man ja nicht zeigen.
Was mir wirklich fehlte war, dass mit keinem Wort das Buch "Reglement für Kampfflieger" von Richthofen erwähnt wurde. Die dort beschriebenen Taktiken haben teilweise immer noch Gültigkeit (nur nebenbei) und wurden teilweise von Richthofen entwickelt. Ist meiner Meinung nach für eine Zeichnung des Charakters ein unverzichtbares Detail.
Das "Übersehen" der anderen Fliegerasse im Jagdgeschwader 1 - die dann durch den 2. Weltkrieg zweifelhafte Berühntheit erlangten - kann ich ja noch verstehen. Ein kleiner Tribut hätten deren korrekte Flugzeugbemalungen im fliegenden Zirkus sein können, damit Personen (wie ich) die auf historical correktness achten und eine gewisse Vorbildung mitbringen wissen, dass hier ordentlich Geschichtsrecherche betrieben wurde. In diesem Punkt konnte mich der Film aber nie wirklich überzeugen. (Eventuell mal auf theaerodrome.com nachschauen hätte vielleicht was gebracht)

An Filme wie "Schlacht in den Wolken" oder zu seinem Vorgänger aus den 70gern kommt er vom Niveau meiner Meinung nach nicht heran. Vielleicht hätte man sich dort von den Luftkampfszenen in punkto Flugverhalten von Doppeldeckern und Dreideckern auch etwas abschauen können.

Zum Positiven zählt ganz klar die Ausstattung, die schon fast zuviel Farbe hat und der Ton. Die konstruierte Geschichte des Films ist in sich stimmig und erfüllt so manches Hollywood Cliche und bietet damit gute Unterhaltung. Spannend finde ich überdies, dass von Richthofens großen Luftkämpfe überhaupt ausgespart wurden - es schafft eine gewisse Stimmung, welche im Film durchaus spürbar bleibt. Er hat diesbezüglich schon etwas, was einen fesseln kann.

Fazit:
Ein Film der durchaus (s)einen Reiz hat, aber auch genügend Angriffsfläche für Kritik bietet, darum nur 2 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Verkanntes Meisterwerk 18. Dezember 2011
Format:DVD
Ich bin überrascht über die harschen Kritiken.
Worum geht es in dem Film?
Natürlich über naive Arroganz... junge deutsche Männer, die vor dem ersten Weltkrieg dachten ihnen gehöre die Welt. Natürlich über Euphorie und Fahnenschwenken bei Kriegseintritt. Die Naivität, dass Ritterlichkeit in einem Krieg herrschen könne. Klar gehören in so ein Umfeld auch propagandaanmutende Floskeln. Hölzerne Phrasen und wiedergekaute Sprüche treffen wahrscheinlich sehr gut den Zeitgeist von damals. Ich fürchte, dass viele Kritiker den Film misverstehen. Das ist keine Schwäche der Regie an dieser Stelle sondern vielmehr authentisch. Das ist ja grade der Punkt. Für mich als jungen Menschen ist es unbegreiflich warum intelligente junge Menschen damals soetwas begeistert mitgetragen haben. Wer sich heute hinstellt und sagt "ach, waren die doof! Und der Film ist stupide weil nicht gezeigt wird wie doof die waren!" macht es sich meiner Meinung nach etwas zu einfach. Denn der Film zeigt ja: Sie haben anders gedacht...
Und schliesslich erkennen die jungen naiven Piloten im Laufe des Krieges die Sinnlosigkeit und Brutalität der Realität (Kritik des Kaisers durch Richthofen im Schützengraben, ewige Auseinandersetzung zwischen den Brüdern über Ehre und reine Vernichtung des Feindes, vor den Kopf gestossen werden durch Krankenschwester Otersdorf ob er tatsächlich stolz auf seine Leistungen sei, und und und...).
Der Film hat mir sehr eindrucksvoll ein Gefühl für die Hintergünde, Denkweise und dem Weg zur Erkenntnis der Soldaten, im speziellen der Flieger und den Mythos Richthofen, vermittelt. Ich halte ihn für ein Meisterwerk.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Der vorliegende Film des Regisseurs Nikolai Müllerschön zeigt den Kriegswahnsinn des 1. Weltkriegs und macht die Verblendung der damaligen jungen Menschen an dem Jagdflieger Manfred Freiherr von Richthofen, dem so genannten " roten Baron " (2.5.1892- 21.4.1918) deutlich.

Dieser wurde so bezeichnet, weil er sein Flugzeug rot lackiert hatte, um seinen Gegnern Angst einzujagen.Der Film beginnt mit Sequenzen, die in der Luft gedreht worden sind. Eine Vielzahl von Jagdfliegern sitzt in engen, mit roten Herzen, Totenköpfen und Eisernen Kreuzen bemalten Doppeldeckermaschinen - Flugzeuge ohne Verdeck- und hetzt einander hinterher. Dass diese Männer sich gegenseitig abschießen möchten, ist zunächst nicht klar ersichtlich.

Die ersten Minuten fällt es wirklich schwer, in dem, was man sieht, kriegerische Handlungen zu erkennen. Das was man wahrnimmt, erscheint beinahe wie ein Spiel. Die jungen Menschen lachen sich zu. Die ungestümen Loopings, die sie mit ihren Maschinen vollführen, um sich gegenseitig ihren Mut zu beweisen, wirken faszinierend. Ernst- Jünger- Fans würden das vermutlich als die Ästhetik des Krieges bezeichnen und mir ist zum ersten Mal klar geworden, dass es eine solche tatsächlich gibt.

Darf man solch ästhetische Krieghandlungen visualisieren oder ist dies per se moralisch verwerflich? Ich denke, es ist stets dann akzeptabel, wenn man die Bilder in einen Kontext stellt, der der Aufklärung dient. Das ist in diesem Film eindeutig der Fall.

Die Handlung beginnt 1916 in der Normandie.

Deutsche Jagdflieger werfen auf feindlichem Gebiet einen Kranz ab. Dieser ist für einen britischen Flieger bestimmt, der den Absturz mit seinem Flugzeug nicht überlebt hat. Die deutschen adeligen Kampfflieger kannten den jungen britischen Adeligen vom gemeinsamen Internatsbesuch. Sie begreifen ihn als Freund, der bei ihrem gemeinsamen waghalsigen Treiben einfach Pech hatte. Die jungen Flieger möchten sich nicht töten, sondern im Kampfflug gegnerische Maschinen abschießen. Der Tod eines feindlichen Kampffliegers wird billigend in Kauf genommen, aber er ist keineswegs das erklärte Ziel ihrer Handlung.

Von Richthofen(hervorragend gemimt von Matthias Schweighöfer), ein besonders mutiger und ehrgeiziger junger Mann, möchte der beste Kampfflieger werden und hat - als er schließlich 1918 abstürzt - achtzig feindliche Flugzeuge vom Himmel geholt. Schon zu Lebzeiten ist der rote Baron eine Legende.

Immer wieder macht Richthofen seinen Kameraden deutlich, dass das Ziel einer Kampfhandlung nicht das Töten von Menschen, sondern das Vernichten von Material sein soll. Bald wird klar, dass er und die anderen jungen Flieger im Grunde den Flächenbrand, den sie mitverursacht haben, zunächst überhaupt nicht realisieren.

Seine kriegerischen Erfolge erklärt von Richthofen sich damit, dass er immer nur dann kämpfe, wenn er sich vorab des Sieges sicher sei. Von Richthofens Diktion beinhaltet zunächst keineswegs das Grauen des Krieges. Es existiert in seinem Denken zunächst nicht. Die Werte, die er und andere adlige Männer von Kindesbeinen an beigebracht bekamen, sind nach unseren heutigen Vorstellungen inhuman. Diese zynischen Werte zu überwinden, erfordert Erkenntnisfähigkeit und die Bereitschaft sich dem allgemeinem Denken zu widersetzen als auch ungehorsam gegenüber der Vätergeneration zu sein. Kein leichtes Unterfangen in den damals autoritären Zeiten. Nur wenige junge Männer schafften das.

Von Richthofens Vater hatte ihm und seinen beiden Brüdern in den Kopf geklopft, dass ein Offizier niemals trauert, noch nicht einmal um einen gefallenen Freund, offenbar weil der Tod als zwangsläufige Folge des Krieges begriffen wurde und dieser als natürliches Mittel um Konflikte zu lösen.

Man erlebt die jungen, deutschen Jagdflieger, zunächst abgeschirmt von den furchtbaren kriegerischen Auseinandersetzungen auf den Schlachtfeldern der Westfront, die von Remarque hervorragend beschrieben wurden, in einer Scheinwelt, ist beeindruckt von ihrem kameradschaftlichen Miteinander und ihrem beinahe ritterlichen Ehrenkodex, auch den Feinden gegenüber. Von Richthofen erhält die höchst militärische Auszeichnung "Pour la Merite" und wird der erste Pilot des Kaiserreichs.

Er lernt die schöne, sehr nachdenkliche Käte (Lena Headey), eine belgische Krankenschwester kennen, in die er sich verliebt und die ihm nach einem Absturz und einer Kopfverletzung, die Augen für das öffnet, was Krieg eigentlich bedeutet. Sie geht mit ihm durch die Lazarette und zeigt ihm das Elend, spricht von den vielen Toten, den jungen Männern, den Erblindeten und den vielen Amputierten.

Von Richthofen erkennt, dass die Duelle im Himmel nicht mit Tennismatches zu vergleichen sind, wie er sich die zunächst vorgestellt hatte.

Die Krieghandlungen in der Luft nehmen im Laufe der Films an Grausamkeit zu. Immer mehr junge Männer, auch seine besten Freunde, werden getötet. Mittlerweile werden Bomben aus den Flugzeugen auf die Schlachtfelder geworfen, wo die einfachen Soldaten unter großen Qualen sterben müssen.

Der deutsche Kaiser versucht von Richthofen - die Niederlage wird immer gewisser- für seine Zwecke einzusetzen. Er möchte, dass er nicht mehr fliegt. Von Richthofen soll den kampfmüden Soldaten als unsterblicher Held vorgeführt werden.

Der rote Baron tut, was ihm zu tun bleibt, er fliegt weiter, weil er darin die einzige Chance sieht, seinen Kameraden auf den Schlachtfeldern zu helfen, wissend dass es sein eigenes Ende bedeutet.

Für mich stellt sich nicht die Frage, ob von Richthofen ein Held war. Ich anerkenne seinen unglaublichen Mut, besonders zu Ende des Krieges, wo ihm die Absurdität des Krieges bewusst wurde, sich immer wieder in diese Höllenfahrten zu begeben, um seine Kameraden zu schützen.

Eine Bande verantwortungsloser, alter Männer verheizte die nächste Generation aufgrund höchst eigennütziger, politisch aberwitziger Motive.

Das wird in diesem Film deutlich, der alles andere als kriegsverherrlichend ist.

Die Schauspieler spielen ihre Rollen exzellent. Die Dialoge sind erhellend. Die Musik unterstreicht die Begebenheiten in der Luft, ohne eine Wagner`sche Heldenoper daraus zu machen.

Die Ton- und Bildqualität sind bestens.

Sehr empfehlenswert.
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