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Moviemans Kommentar zur DVD: Der Film ist eher weniger interessant, aber technisch gibt es hier nichts zu meckern.
Bild: Das Bild ist nahezu lupenrein. Ganz gleich, ob nah oder fern der Kamera: Stets werden kleine und große Objekte superscharf und detailliert bis in die Haarwurzeln abgebildet (00.05.50). Im Stadion (00.04.40) ist jeder einzelne Zuschauer klar umrissen erkennbar. Ebenso erfreulich ist der Grad der Farbsättigung. Satt leuchtender Rasen, oder zarte Pastelltöne im Präsidentenpalast, alles wirkt wie frisch gestrichen. Auch der Kontrast unterscheidet souverän zwischen der braunen Weste Closeaus und dem Halbdunkel dahinter (00.29.08). Hier gibt es wirklich nichts zu bemängeln.
Ton: Die knackig dynamische Musik zum Film gibt sich gut gelaunt über die vorderen Boxen und schmeichelt um die Ohren. Beyoncés Darbietung ist ein wahrer Genuß. Doch auch an Effekten, leise wie laut, wurde nicht gespart. Ob leise piepende Vögel hinten rechts, oder der von vorn nach hinten vorbei fahrende Smart (00.31.25) zeugen von einer hohen Aufmerksamkeit bei der Mischung. Die englische und die deutsche Tonspur liegen sehr eng beieinander. Wenn dann die Weltkugel donnernd durch den Raum und dann die Treppe hinunter rollt, dann kann man ihre Schwere und Größe akustisch ganz genau nachvollziehen. Die Stimmen mit ihren absurden Akzenten sind sehr körperhaft und greifen tief in den Grundtonbereich hinab. Auch außerhalb des Bildschirms folgen die Stimmen über die vorderen Boxen hinaus den Darstellern.
Extras: Es gibt ein umfangreiches Bonuspaket, das kaum Wünsche offen läßt. Shwan Levys Audiokommentar ist detailliert und natürlich deutsch untertitelbar. Interessant ist hier die Auskunft, dass der Torschuß mit Salto rückwärts kein Trick ist, sondern von einem Kampfsportler tatsächlich ins Tor geballert wurde. Sensationeller Schuß! Es gibt 11 Extraszenen mit optionalem Regiekommentar, wobei die meisten Szenen nicht neu, sondern erweiterte Szenen aus dem Film sind. Interssant ist der alternative Vorspann, der eine 3D-Animierte Fassung eines französischen Studios zeigt. Dieser sieht erstklassig aus, fand aber in Testvorführungen nicht den Anklang der Zuschauer. B-Rollaufnahmen (Sleuth Cams) von 3 Szenen (18 Min) runden das Bild ab. Doch halt, es gibt noch 3 Dokus. Die Lösung des Falls ist ein Quasi-Making of, in dem viele Akteure zu Wort kommen. Der Ausflug in die Animationswelt behandelt eben jene Szenen, in denen digital nachgeholfen wurde. Die dritte Doku befasst sich mit den Drehvorbereitungen der Szene im Präsidentenpalast. Als Sahnehaube gibt es dann noch das Musikvideo von Beyoncé und eine verlängerte Version Ihres Auftrittes im Palast. Das Menü ist passend zum Film gestaltet und mit der typischen Musik unterlegt. Hier mal laut machen und auf den abgrundtiefen Kontrabass achten. Was an derDVD stört sind die 3 Texttafeln, die über alles und jenes belehren, was doch eigentlich keinen Käufer interessiert. Kann man das nicht weglassen? --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Der Aufschrei der Puristen, der Edwards- und Peter-Sellers-Fans ist förmlich hörbar: Wie kann man nur... und dann auch noch mit so einem Zappelphilipp wie Steve Martin als Clouseau. War es denn nicht schon schlimm genug, als Roberto Benigni den 'Sohn des rosaroten Panther' gab... (Es war!) Und dieser Shawn Levy, verantwortlich für (Teen-)Klamotten wie 'Voll verheiratet' oder 'Im Dutzend billiger'... berechtigte Einwände. Doch weder dem Regisseur noch seinem Drehbuchautoren und Hauptdarsteller Steve Martin stand der Sinn nach einer Kopie von Blake Edwards' spritzig-eleganten Verwechslungs-, Verkleidungs- und Verfolgungsspäßen. Vielmehr angesagt: mimikfreie, dafür körperbetonte Anarcho-Comedy in typischer - und vor allem Kassen-bewährter - Martin-Manier. Oder, wie Levy es ausdrückt, eine 'Reinterpretation des Stoffes fürs 21. Jahrhundert'.
Dabei evoziert der gekonnte, wunderbar altmodisch gehaltene Zeichentrickvorspann mit Henry Mancinis unsterblichem Musikthema sogleich wohlige Erinnerungen. Und auch der titelgebende Riesendiamant, Leitfaden der Serie, ist noch vorhanden. Zumindest kurz. Bis er vom Finger eines prominenten Fußballtrainers verschwindet, der in ausverkauftem Stadion von einem heimtückischen Heckenschützen niedergestreckt wird. Was Inspektor Clouseau auf den Plan ruft, von seinem ehrgeizigen Chef Dreyfus (Kevin Kline auf 'Ein Fisch namens Wanda'-Spuren) mit bösen Hintergedanken für den Fall abgestellt...
Eine Verwicklungsnummer im Vorhang, ein entfesselter Rollstuhl(-Opa), eine Fahrrad-Massenkarambolage... klassische, wohl getimte Slapsticknummern eröffnen diese versierte Gagparade und geben gleich den Ton vor: Martin spielt, wie gewohnt, den reinen Toren, Jean Reno, als ideal besetzter Buddy, dessen stoischen, schlagsichereren Gegenpart und Emily Mortimer ('Match Point'), ausgestattet mit Nana-Mouskouri-Brille, die herzensgute, ewig hilfsbereite Sekretärin. Stete Bewegung übertüncht manche Drehbuch- oder Dialogschwäche, witzige optische Einfälle bzw. schöne Optik lenken von Beyoncé Knowles' - sie gibt Xania, eine Hauptverdächtige - mangelndem darstellerischen Talent ab. Von der französischen Provinz über Paris in den Big Apple führt die atemlose Mörderhatz. Wo Clouseau war, herrscht in der Folge - bis zu guter Letzt - Chaos. Wahrscheinlich auch im Kinosaal. geh.