Nach
Die Herrin der Nebel: Romanist das vorliegende Buch der 2. Band in Kinley Mac Gregors (aka Sherrilyn Kenyon) Serie über die Herren von Avalon. In diesem Band geht es zwar nicht direkt um den heiligen Gral oder andere heilige Objekte, sondern um die Gralsritter. Einer von ihnen wird von der Morgana und den Schergen von Camelot gefangen genommen und zu Tode gefoltert. Die Penmerlin von Avalon vermutet einen Verräter in den eigenen Reihen. Hierfür kommt nur ein Ritter in Frage: Varian du Fey.
Als biologischer Sohn der Aroni Narischka und des auf magische Weise getäuschten Ritters Lanzelot gehört Varian du Fey weder dem Licht noch dem Dunkel. Diese beiden Seiten fechten einen ständigem Kampf in ihm aus und lassen nicht zu, dass er sich völlig für eine Seite entscheidet. Er kann sich jederzeit für eine der Seiten entscheiden, was ihn für die Mächte des Guten und des Bösen gleichermaßen unberechenbar macht. Diese eigentlich zutiefst menschliche Eigenschaft macht ihn in SK magischer Welt, in der es nur Gut oder Böse gibt, sehr einsam.
Seine Mutter hat keinerlei Hemmungen ihren Sohn ebenso zu foltern, um ihn endgültig auf die dunkle Seite zu ziehen. Als ihr das mit Gewalt nicht gelingt, will sie ihre Sklavin Merewyn, die sie seit Jahrhunderten in die Gestalt eines hässlichen alten Weibes verwandelt hat, durch Rückgabe ihrer einstigen Schönheit dazu bewegen, Varian durch vorgetäuschtes Mitgefühl zur Aufgabe zu zwingen. Allerdings ist Merewyn klar, dass sie im Anschluss wieder in Narischka Gewalt wäre und weiterleiden müsste. Sie wendet sich an Kerrigans Gefährten Blaise, der nach Camelot zurückgekehrt ist und befreit Varian mit seiner Hilfe. Da der Schlüssel in die Außenwelt fehlt, bleibt als Fluchtweg nur das Val sans Retour (Tal ohne Wiederkehr). Besonders Merewyn erkennt ihre eigene Eitelkeit und wäre nur dankbar, wenn sie in ihre eigene Zeit zurückkehren und den ungeliebten, häßlichen alten Mann heiraten, dürfte, dem sie mit Narischkas Hilfe entkommen wollte. Vor dem Ende des Buches müssen beide Protagonisten sich in Selbsterkenntnis üben, um sich richtig zu entscheiden.
Die Wanderung durch dieses Tal wird dann in der Tat skurril und witzig. Die Gruppe vergrößert sich um die Drillinge Derreck, Merreck und Erik, ehemals Geliebte der Morgana, die sie in das Tal abgeschoben hat. SK nimmt einige Anleihen bei
Monty Python - Die Ritter der Kokosnuss, den (natürlich) alle kennen. Die Wanderung durch das Tal ist teilweise schreiend komisch. Längen kommen da nicht auf. Nicht nur für Freunde von Monty sehr empfehlenswert!