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Der Ring des Thot
 
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Der Ring des Thot

Gruselkabinett 61 Audio CD
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (16. März 2012)
  • 1 Edition
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Titania Medien (Tonpool)
  • ASIN: 3785746385
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.971 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Produktbeschreibungen

Der Ring des Thot.
Erscheinungsjahr: 2012
Aufl.
Spieldauer 75 Min
Von Doyle, Sir Arthur Conan

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gruselkabinett mal anders 18. März 2012
Von Lionheart
Selten war ich beim Erstellen einer Rezension so gespalten, wie bei dieser Produktion aus dem Hause Titania:

Zur Handlung:
John Vansittart Smith wird bei einem Museumsbesuch in Paris mit erstaunlichen Begebenheiten konfrontiert. Ein ungewöhnlicher Museumswächter erregt seine Aufmerksamkeit, bald schon findet er heraus, welche besondere Bewandnis hinter seinem ungewöhnlichen Aussehen steckt...

Die Geschichte selbst gefällt mir außerordentlich gut. Das Thema Jugend / Langlebigkeit wird hier von seiner Schattenseite gezeigt. Dies finde ich äußerst stimmig, leben wir doch mehr denn je in einer Zeit, in der ein exzessiver Jugendwahn nach und nach über den großen Teich zu uns herüber drängt. So wohnt der Handlung eine durchaus gesellschaftskritische Komponente inne. Leider kommt innerhalb des Verlaufes dieser Vertonung nicht wirklich ein Gruselgefühl auf, weshalb sich mir die Frage stellt, warum dieses Hörspiel in das Gruselkabinett aufgenommen wurde? Vielmehr handelt es sich hier um die tragische Darstellung einer Lebensgeschichte. Diese Kritik muss natürlich relativiert werden. Man darf nicht vergessen, dass Titania diese Reihe unter dem Titel "Meisterwerke der Schauer-Romantik als atmosphärische Hörspiele" vertreibt. Die Schauer-Romantik (manchmal auch Schwarze Romantik genannt) kam mit dem Ende des 18.Jhs. auf. Dass man damals den sogenannten Gruselfaktor noch anders definiert hat, als dies in einer Zeit der Fall ist, in der wir durch den Einfluss der Massenmedien "abgebrühter" sind, muss klar sein. Die SAW-Generation wird von den schauerlichen Elementen des Gruselkabinetts sicher eher enttäuscht sein. Dass ein Lovecraft zu Beginn des 20. Jhs. Grusel anders definiert und zum Ausdruck gebracht hat, als ein Ludwig Tieck (Ende 18. Jh.) erscheint unter diesen Gesichtspunkten logisch, ändert aber dennoch nichts daran, dass ich diese Vertonung viel eher in eine andere Reihe eingebettet hätte. "Der Ring des Thot" enthält durchaus auch Elemente, die man dem Genre Kriminalliteratur zuordnen könnte (ACHTUNG SPOILER: etwa das nächtliche Eindringen in ein Museum sowie die zunächst rätselhafte Beschädigung von Artefakten). Unter diesen Gesichtspunkten, wäre diese Produktion vielleicht besser bei den Krimi Klassikern von Titania Medien aufgehoben, bei denen sich bereits andere Vertonungen von Conan Doyle befinden? Auch eine Zuordnung zur phantastischen Literatur wäre denkbar und -aus meiner Sicht- sicher passender, als konkret die Gothic Novel.

Bezüglich der Produktion selbst muss ich sagen, dass mir der Erzähler am Beginn der Geschichte einfach zu viel Raum einnimmt. Er tritt im Zuge des Verlaufes zwar mehr und mehr in den Hintergrund, die ersten 15 Minuten erscheint er mir aber zu sehr präsent zu sein. Dies ist ein Charakeristikum von anderen Lables, dass dieser Umstand bei Titania bisher nicht vorkam, fand ich immer äußerst positiv. Dennoch sind die SprecherInnen üblich professionell und können die Charaktere gekonnt zum Leben erwecken.

Fazit: Folge 61 ist ein interessantes Hörspiel, das ich für qualitativ hochwertig halte. Grusel oder gar Horror darf man sich aber nicht erwarten. Trotz meiner Genre-Zuordnungs-Problematik hat mir dieses Hörspiel sehr gut gefallen, daher vergebe ich 4 Sterne! Bleibt dennoch zu hoffen, dass sich derart ungruselige Themen nicht noch öfter in das Gruselkabinett einschleichen!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Solide Arbeit 18. März 2012
Von Morbius
Eine explizite Darstellung des Inhaltes dieser Geschichte werde ich mir sparen, da es nach meiner Meinung etwas zuviel Spoilertum ergeben würde.

Zweifelsohne ist die Arbeit der Sprecher, wie eigentlich immer, hervorragend. Die musikalische Untermalung ist soweit in Ordnung. Meine "Kritikpunkte" entspringen einer eher subjektiven Natur:

1. Die vom Erzähler (Tommi Piper) bestrittenen Passagen sind mir persönlich zu lang. Das hätte sich bestimmt, wenn man an andere Werke von Titania-Medien denkt, besser lösen lassen. Der Sound von Tommi Pipers Stimme ist im Kontext der Geschichte etwas gewöhnungsbedürftig, aber das geht durchaus klar.

2. Der Sprachgebrauch der alten Ägypter hat Formulierungen wie "Entscheidungen über's Knie brechen" wahrscheinlich eher nicht vorgesehen. Die Variation zwischen laxer Redeweise und altehrwürdiger Redeweise ist mir persönlich etwas zu häufig.

Diese beiden Punkte waren für mich der Grund zur Vergabe von nur 3 Sternen. Trotz einer eigentlich superben Vorlage wurde hier, so scheint es, nicht das Herzblut investiert, das man in anderen Titania-Medien Werken erahnt. Letztendlich muß jeder Hörer für sich entscheiden.
Für die Leser, die bereits andere Gruselkabinett-Folgen genossen haben, hier eine skizzenhafte Liste der Hörspiele, die ich großartig fand, sowie derjenigen, die ich miserabel fand. Dies hilft vielleicht beim Einorden meiner Rezension:

Großartiges Gruselkabinett: Das Amulett der Mumie, Die Jagd der Vampire, Pickmans Modell, Der Fall Charles Dexter Ward.

Verhunztes Gruselkabinett: Berge des Wahnsinns (nach meiner Meinung ist dies die schlechteste Umsetzung der ganzen Reihe), Northanger Abbey.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachts im Museum 5. April 2012
Von coupland
Eins vorweg: es handelt sich weniger um eine Gruselgeschichte als vielmehr um ein Gothic-Novel-nahes Thema von düster-romantischer Wirkung (Sehnsucht nach Unsterblichkeit und der Überdruß, sie erlangt zu haben, der Fluch des Nicht-sterben-Könnens), das eher an Dracula, den Fliegenden Holländer oder auch Frankensteins Monster erinnert. Schaurig im engeren Sinne ist nur das Setting (Die Hauptperson der Rahmenhandlung wird nachts im Museum eingeschlossen und kommt seltsamen Vorgängen auf die Spur), das archäologische Thema verquickt mit dem Fantastischen erinnert eher ein bißchen an die Indiana-Jones-Filme, wo Unsterblichkeit ebenfalls angeschnitten wird.
Den Vorrednern scheint der Grusel- bzw. Horrorgrad dieser Folge zu gering - der geneigte Hörer wird allerdings mit einer atmosphärisch dichten Umsetzung eines hochaktuellen Themas ("Forever young!") mit hervorragenden Sprechern belohnt, die den Horror (das durch die Zeiten Irren des Unsterblichen)eher in Andeutungen skizziert als pastos ausmalt, Kopfkino statt Splatter - mir hat's gefallen!
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