Kundenrezensionen

9
4,2 von 5 Sternen
Der Ring des Nibelungen: Richard Wagners vielschichtige Tetralogie eingängig erzählt
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Stemmle erzählt Wagners Musikdrama um den Ring der Macht, der das Leben der Zwerge, Riesen, Götter und Menschen verändert, auf eigene Weise. Er klebt nicht am Libretto der Tetralogie, er wählt die Perspektive des allwissenden, auktorialen Erzählers. Diese Sichtweise nimmt dem Vierteiler allerdings viel von der Spannung, die Wagner in seinem Musikdrama gekonnt mit Cliffhangern und anderen dramaturgischen Techniken aufbaut.

Siegmund und Sieglinde beispielsweise spüren erst im Laufe der Nacht in Hundings Hütte (»Die Walküre«), dass sie Geschwister sind, Stemmle verrät derart wichtige Details lapidar zuvor und nimmt dem mächtigem Stoff damit viel emotionale Kraft. Die stürmische Geschwisterliebe, der wilde Inzest im Mondlicht, der zu Recht als der heißeste One-Night-Stand der Operngeschichte bezeichnet wird, flacht dabei wie folgt ab: »Ohne die geringste Trübung und Beeinträchtigung vereinigen sich die Hälften«.

Diese weitgehend saft- und kraftlose Sprache zieht sich wie ein schlaffes Band durch die Erzählung, die durch abenteuerliche Satzkonstruktionen weiter geschwächt wird: »Mit diesem Hinweis versucht Hagen, Gunther nach dem Ring gierig zu machen, sodass er von Alberichs Ring-Fluch erfasst und damit in absehbarer Zukunft ganz von selbst ausgeschaltet wird«, heißt es beispielsweise in der »Götterdämmerung«. – Wagner, dessen Wortwitz ebenso meisterhaft ist wie seine ausgefeilte poetische Prosa, wird vom Autor auf eine psychologisch-rationale Oberlehrer-Ebene heruntergebrochen.

Der wesentliche Mangel der vorliegenden Wiedergabe des »Ring«-Stoffes liegt aber meines Erachtens darin, dass jeglicher Bezug zur Musik ausgespart wird. Dabei spielt doch die Musik gerade bei Wagners Dramenzyklus die wesentliche Rolle. In Vor- und Zwischenspielen, Arien und vor allem in der Leitmotivistik wird vieles erzählt und angedeutet, was im Wort erst später deutlich wird. Die Musik ist immer zuerst da. Schon von weitem her, bevor die Ereignisse kommen, läuft sie der Handlung voraus, begleitet sie, umtanzt den Bilderbogen, der entrollt wird.

Kann eine Schilderung des größten Epos in der Geschichte des Musiktheaters tatsächlich ohne jeden Hinweis auf den fliegenden Teppich der Klänge auskommen? Das mag sich jeder Leser selbst beantworten. Der Rezensent sagt: Nein. Er ist aber in der Sache befangen, weil er sich selbst dem Thema Der Ring des Nibelungen: Ein Opern(ver)führer gewidmet hat und eine andere Sichtweise bevorzugt.
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2007
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es zügig, schlüssig und unterhaltsam die Geschichte erzählt. Und das ist viel genug. Die Personen und Handlungsstränge dieses komplexen Musikwerkes werden umfassend und konzentriert dargestellt, ohne dass sich der Autor in Nebensächlichkeiten verzettelt. Das Buch ist für alle Operinteressierte empfehlenswert. Auch für Wagnerfreunde, die sich für sattelfest halten. Ich jedenfalls habe viel Neues erfahren bzw. Ordnung in mein Wissen gebracht.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2012
Als "Neuwagnerianer" befindet man sich ja schneller als man denkt im "Tal der Ahnungslosen"!
Schon allein die Musik (keine Arien sondern teilweise 20 Minuten dauernde gesangliche Auseinandersetzungen) sind eine Herausforderung für sich. - Wagner Freunde wissen es und lassen keinen Zweifel daran: Es lohnt sich! Nicht nur das; - es ist ein Erlebnis, das wirklich unvergleichlich ist.

Dann bleibt man immer noch zurück mit den Handlungssträngen, die einerseits in weltanschauliche und philosophisch tiefgründige Sphären führen, aber auf der anderen Seite unverständlich bleiben. Und so bleibt vieles an "Genuß, Tiefe, Verständnis" auf der Strecke.

Das muss aber nicht sein: Rolf Stemmle erklärt uns den RING! Das ist nicht zu viel und auch nicht zu wenig versprochen! In leicht verständlicher Sprache erzählt er die verschiedenen Handlungsstränge und führt sie sehr harmonisch wieder in den GROSSEN MYSTISCHEN UND GESELLSCHAFTSKRITISCHEN Handlungsstrang zurück.

Es bleibt nicht aus, dass man sich in den Protagonisten selbst erkennt und spielgelt: sei es Wotan oder Alberich, sei es der faul-dreiste Fafner oder im navien Siegfried...

So soll es denn auch sein: Jeder hat sein Spiegelbild im Ring des Nibelungen.

mfg.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2014
Der Ring des Nibelungen: Richard Wagners vielschichtige Tetralogie...... von Rolf Stemmle

Eine äusserst gute, effiziente, Gesamtschau, sehr flüssig und geistreich geschrieben. Die Lektüre macht Spass und zeigt zugleich die geniale Konzeption des Librettos. Und: Schmunzeln ist erlaubt dank dem Autor.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Oktober 2014
Der Schreibstil ist flüssig, z.T. Bemerkungen mit Augenzwickeln, diese Beurteilung gebe ich ab, weil ich den kompletten Ring
schon dreimal gesehen habe.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2013
Kann man jedem Ring-Liebhaber nur empfehlen: Stemmle garantiert den absoluten Durchblick,wo bisher Sicht- oder Verstehensblockaden möglich waren.Dass ein Riesenwerk wie der Ring solches nötig hat,ist selbstverständlich,denn Wagner hat ja diverse Vorlagen zu seinen persönlichen Aussageintentionen verändert,so dass die Botschaft eine andere werden musste als im Nibelungenlied oder der Edda.Wie zeitlos aktuell sein Opus ist,war und bleiben wird,das vermittelt die Lektüre dieses wunderbaren Buches auf anschauliche,leicht verständliche Weise.
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am 22. Juli 2015
So jemand will und den Ring "erklären" ? Ich glaub, mein Schwein pfeift ! Mein Unbehagen verstärkt sich noch, wenn ich in der einen Rezension die Textproben "genießen" darf, dieser dürre, unbeholfene, blutleere könnte wohl in keinem größeren Kontrast zu Wagners intensiver, lebenspraller Sprache stehen.

Da drängt sich der Verdacht auf, daß der Autor über keine besonderen Fähigkeiten verfügt und sich drob dachte:

"Dann erklär`ich halt den dummen Leuten da draußen etwas, was sowieso jedem klar ist" (eigentlich braucht man ja fürs Ring-Verständnis nur Augen, Ohren und eine ganz durchschnittliche Allgemeinbildung), aber schon John Cleese hat in Fawlty-Towers gegenüber seiner dauergeschwätzigen Ehefrau Sybill die richtige Formulierung gefunden:

"She loves to explain the bloody obvious."
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2013
Wem die Wagner Opern zu lang und zu schwer sind, ist hiermit gut beraten.
Kurzweilige Lektüre und es wird einem super erklärt und erzählt worum es in den Opern geht.
Ich habe mir auch alle anderen Wagner Opern bestellt...
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0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2013
Das ist eine sehr gute Sache !!!!!mehr kann man dazu nichtsagen einfach sehr sehr gut was wollt ihr noch mehr
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