Mit dem ersten Basston in Rheingold hat man das Gefühl etwas grosses, etwas immens grosses, tiefes, beinahe archaisches zu erfahren: Der Aufbau in diesem einen Dreiklang über mehrere Minuten hinweg, mit immer mehr einsetzenden Instrumenten, hat eine unglaubliche Spannung und baut immer mehr Spannung auf. Hier bekommt man eine Ahnung davon, was wahre Grösse bedeutet. Diese Grösse geht mit dem plötzlichen Einsatz der Sänger nicht verloren: Man merkt deutlich, dass man eine Aufnahme mit dem Wagner-Orchester schlechthin, hört, mit den besten am Markt befindlichen Sängern und einem Dirigenten, der als Deutscher direkt dieser Epoche entstammt. Dass diese Aufnahme ein Live-Mitschnitt ist, begünstigt die Lebendigkeit der Musik: Man merkt, hier wurde nicht in einminütigen Tracks zusammengeschnitten, wie bei vielen Studio-Produktionen üblich, sondern es entsteht der grosse Zusammenhang, die grosse Linie.