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Der Ring des Nibelungen
 
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Der Ring des Nibelungen [Box-Set]

Marek Janowski , Richard Wagner Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Richard Wagner
  • Audio CD (24. Februar 2012)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 14
  • Format: Box-Set
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B006XOBFJC
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.601 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In dieser Gesamtaufnahme des Rings kommt die Sorgfalt, für die Janowski so berühmt ist, besonders gut zur Geltung. Zusammen mit der Klangschönheit der Dresdner Staatskapelle hat dies zu einer Referenzeinspielung des Rings geführt.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von vully TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Zugegeben, das Zitat gehört eigentlich in eine andere Wagner-Oper, passt aber gut zu diesem zwischen 1980 und 1983 entstandenen Ring des Nibelungen: Die Ost-West-Koproduktion war die erste Digitalaufnahme des Rings, ist aber heute etwas in Vergessenheit geraten. Dabei hat die Einspielung viele Vorteile:

Die Aufnahmetechnik wirkt natürlicher als bei Karajans Studio-Ring, die Sänger sind nicht ganz so stark in den Vordergrund gerückt. Die relativ trockene Akustik des Aufnahmeraums sorgt aber trotzdem für eine gute Durchhörbarkeit, die den Sängern Gelegenheit gibt, entspannt auszusingen - statt sie wie in vielen Live-Produktionen oder auch dem Levine-Ring zu zwingen, sich mit Kraft gegen das Orchester durchsetzen zu müssen.

Dazu erweist sich Marek Janowski als sensibler Wagner-Dirigent, der die Sänger mit flotten, aber nicht überhetzten Tempi und vor allem einer maßvollen Dynamik unterstützt, statt sie zuzudecken. Ein Kapellmeister im besten Sinne, der das Werk und die Sänger, nicht sich selbst in den Vordergrund stellt.

Dazu sind unter den Sängern einige der besten Interpreten ihrer Rollen auf Tonträger:

Mozart-Tenor Peter Schreier ist ein überragender Loge - hinterhältig, zynisch wie kaum ein anderer, aber endlich einmal mit rein musikalischen Mitteln. Noch meehr als sonst steht dieser Loge im Zentrum des Rheingolds. Fast noch beeindruckender ist sein Mime - er schafft es, Sympathie für diese schwierige Figur zu erzeugen.

Matti Salminens Fafner und Hagen können sich mit den besten Konkurrenten mehr als nur messen.

Der erste Akt der Walküre ist wahrscheinlich nie so durchgehend schön gesungen worden wir hier: Der junge Siegfried Jerusalem in Topform ist ein hinreißender Siegmund, Jessye Norman eine unglaublich warmherzige Sieglinde, Kurt Moll ein hinreichend grimmiger, fast majestätischer Hunding.

Yvonne Minton ist eine exaltierte, trotzdem nicht keifende Fricka, Siegmund Nimsgern ein grimmiger Alberich, der dem großen Gustav Neidlinger nicht nachsteht. Die Nebenrollen sind teilweise sehr prominent (Lucia Popp, Cheryl Studer), durchgehend aber ausgezeichnet besetzt.

Damit bleiben noch drei Hauptdarsteller - Wotan, Siegfried, Brünnhilde -, deren Darstellung in dieser Aufnahme häufig kritisiert wird. Ich kann mit ihnen gut leben:

René Kollo war sicher kein Lauritz Melchior. Der Siegfried war für ihn eine Grenzpartie, die er sich mit gepressten Spitzentönen erkämpfen musste. Seine Stimme hat Durchschlagskraft, aber wenig Wärme. Aber mal ehrlich - wieviele Siegfriede waren auf Tonträger besser als er? Der junge Windgassen (nicht unbedingt im Solti-Ring) klang jugendlich frischer, aber sonst? Goldberg? Jung? Zum Zeitpunkt dieser Aufnahmen war Kollo auf jeden Fall konkurrenzlos, präsentiert sich hier auch in guter Form und ist ein intelligenter Interpret.

Bei Jeannine Altmeyers Brünnhilde kann man den amerikanischen Akzent kritisieren. musikalisch überzeugt sie mich: Eine ausgeglichene Stimme mit einer leichten, aber nicht unangenehmen Schärfe in den Spitzentönen, gutem Legato und weichem piano. Eine junge, sehr menschliche Brünnhilde.

Theo Adam schließlich hört man 20 Jahre Wagner-Erfahrung sowohl positiv als auch negativ an - ein sehr erfahrener, majestätischer Wotan, der den Text sehr intelligent ausdeutet und der zumindest im Studio sein berüchtigtes Tremolo bei hoher Belastung ganz gut im Griff hat. Besser als der überalterte Hans Hotter im Solti-Ring ist er allemal. Er selbst war unter Böhm (Bayreuth 1966) besser, Hotter in den älteren Bayreuther Mitschnitten (mein Favorit: Keilberth (1955))auch.

Insgesamt also ein erfreulicher Ring, der nicht nur zu diesem Preis sein Geld wert ist.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Vorweg: Ich rezensiere genau das hier abgebildete, kürzlich erworbene Produkt: die im Februar 2012 erschiene 14 CDs-Box mit dem feurigen Ring auf dem Cover. Die CDs sind in 14 Pappschubern, die jeweils die Besetzung der Oper und die Trackfolge (ohne die Figuren der Tracks) aufführen. Ein übergreifendes Booklet gibt es nicht. Die Aufnahmen stammen aus vier Aufnahmesessions zwischen Dezember 1980 bis April 1983

Das Dirigat Janowski konnte mich nicht wirklich überzeugen. Es ist auf Präzision ausgelegt und erscheint für mich tendenziell intellektuell und etwas nüchtern-unterkühlt. Die Präzision bietet viel Durchhörbarkeit und macht Strukturen und Details sichtbar, bleibt aber ein bisschen distanziert. Ein bisschen wie in sich versunkene Meister, die beeindruckend vor sich hin musizieren, dies aber mehr für sich selbst zu machen scheinen als fürs Publikum. Man ist oft beeindruckt, fühlt sich aber auch ein bisschen ausgegrenzt. Ähnlich das Klangbild: es ist detailliert, sehr durchhörbar, aber klingt auch ein bisschen eng und nüchtern. Ok, aber für meinen Geschmak nicht wirklich überzeugend.

Das Rheingold ist eine ordentliche, aber für mich nicht ganz hochklassige Produktion. Theo Adam als Wotan macht keine Fehler, ist für mich aber nicht druck- und kraftvoll genug, um wirklich überzeugend zu sein. Auch Siegmund Nimsgern als Alberich macht das sauber, aber ohne den letzten Tick. Peter Schreier hat mich mit einen weich klingenden Loge überzeugt, Matti Saliminen mit tiefdunklem, kraftvollen Bass als Fafner. Das Instrumentelle fokussiert die komplizierte Struktur im Götter- und Sozialgefüge, lässt dabei aber das 'Große' der Geschichte etwas in den Hintegrund treten. (4 Sterne)

Die Walküre ist sicher der Hit der Produktion. Siegfried Jerusalem als Siegmund und Jessye Norman (die ich sonst nicht so mag) als Sieglinde bieten eine herausragende Leistung. Sie vereinigen resolute Dramtik mit weicher Romantik, bringen das menschliche, liebende der Figuren zum Tragen und vermeiden die manchmal vorzufindenden 'wagnerischen' Überdramatisierungen. Ganz, ganz toll. Theo Adam als Wotan macht es sauber und seine nicht überzeugende Präsenz stört im Schatten von Jerusalem und Norman hier nicht. Kurt Moll ist ein intelligenter, farbenreicher Hunding. (4,75 Sterne)

Siegfrid bringt Rene Kollo in der Titelrolle. Sicher ist er nicht DER strahlende Held, den andere verkörpern können und wer das sucht, dem wird es nicht gefallen. Aber er singt schön und sauber, versucht nichts, was er nicht kann, und bringt so ein zurückhaltenderes Bild von Siegfried auf die CD-Bühne, die vielleicht wichtige Facetten der Figuren nicht überzeugend verkörpert, aber eine interessante und wohltuende Darstellung ist. Jeannine Altmeyer als Brünnhilde wird ja viel kritisiert. Sicher ist ihre Deklamation nicht die beste (aber ich denke, Italiener müssen bei italienischen Opern hier auf viel ertragen) und ihre Stimme nicht die technisch hochklassigste unter den Wagner-Sängerinnen. Aber sie hat einen schönen natürlichen Wohlklang, dem man gerne zuhört, und bringt in ihrer weicheren Intonation das Menschliche in Brünhilde (die zwar göttlich ist, sich aber zu einem Menschen hingezogen fühlt) sehr gut raus. Sie harmoniert so gut mit Kollo, so dass hier keine Disharmonien entstehen. Erneut werden sicher wichtige Facetten der Figur ausgeblendet, aber es ist interessant und meist schön (von der ein oder anderen technischen Unsauberheit abgesehen, weil Altmeyer im Vergleich zu Kollo ab und zu mal versucht jenseits ihrer Möglchkeiten zu singen). Wieder toll Mati Salminen als Fafner, bei Peter Schreier als Mime gefällt mir, dass er nicht so nervig-geckig klingt wie dies bei anderen Darstellern der Fall ist . (4 Sterne)

Götterdämmerung finde ich den vergleichsweise schwächsten Anteil der Produktion. Die in ihrer 'Weichheit' begründeten Probleme von Siegfried und (vor allem) Brünhilde treten hier im 'Finale' mehr zutage. Da fehlt für den abschließenden Höhepunkt die Fähigkeit zur zumindest stellenweise nötigen Dramatik. Der gleiche Effekt tritt beim Instrumentellen ein, dem mir ein bisschen das 'Große' abgeht. (3,5 Sterne)

Über alles gesehen hat die Produktion eine Tendenz zur 'Weichheit' und sie würd als Belcanto-ähnlich bezeichnet. Das stimmt aus meiner Sicht durchaus und unter eine bestimmten Wagner-Perspektive kann man das kritisieren. Der aufs 'Große' und 'Dramatische' ausgerichtete Wagner-Freund wird mit dieser Produktion eventuell nicht ganz glücklich werden und sie eher als Ergänzung einer Sammlung sehen, v.a. Siegmunde/linde in der Walküre und dem interessanten Ansatz des Dirigats. Besonders empfehlenswert finde ich sie für den Wagner-Anfänger, der eigentlich eher bei Verdi, Bellini & Co zuhause ist, Tannhäuser und Lohengrin auch schon mag und sich jetzt mal für den Ring interessiert. Ihm wird der Zugang deutlich erleichtert und er findet einen Zugang, der ihm die ja durchaus gelegentlich etwas obskuren Wagner-Figuren verständlicher macht.

Aber auch für den an verschiedenen Deutungen interessierten Wagner-Hörer bietet die Box viel Interessantes und Gewinnbringendes. Ihre heutigen Stellung im erhabenen Kulturtempel ist zwar schon von Grund auf in ihnen beabsichtigt angelegt, aber sie ja auch eine zutiefst menschliche Aussage, die jeden ansprechen soll. Man kann darüber streiten, wie realistisch ist ob der Figuren und der Story ist, aber der Anteil wird hier zumindest schön herausgearbeitet und sehr zugänglich.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viele Details 14. März 2012
Von Musiker
Format:Audio CD
Ich kenne inzwischen die Ring-Gesamtaufnahmen von Furtwängler, Böhm, Karajan, Boulez, Neuhold und nun auch von Janowski. Am stärksten finde ich nach wie vor die Liveaufnahme aus den späten 60er-Jahren von Karl Böhm, trotz aller klanglicher Defizite dort. Das Sängerensemble dort ist unübertroffen einzigartig. Das Orchester der Bayreuther Festspiele spielt voller Leidenschaft, Dramatik und Spontanität, wie es eben nur bei einer Liveaufnahme möglich ist. Die hier beurteilte Janowski-Aufnahme ist völlig anders, aber auch sehr gut. Das Sänger-Ensembel ist ordentlich, einige Abstriche muss man bei jeder Aufnahme machen. Die über mehrere Jahre hinweg produzierte Aufnahme von Janowski wirkt zwar im Vergleich zur Böhm-Liveaufnahme etwas steril, doch darin liegt auch gerade wieder ihr Vorteil. Sie macht zahlreiche kleine Details in der Orchestrierung hörbar, die mir so erstmals bewusst aufgefallen sind, obwohl ich den gesamten Ring live und von CD schon zigmal (auch in Bayreuth) gehört habe. Alles in allem ist diese preisgünstige CD-Box sehr zu empfehlen, für Einsteiger genauso wie für erfahrene Ring-Hörer, die einen neuen Eindruck von dem Werk bekommen wollen.
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