Dieses Buch beschreibt das Ende der Lehrzeit von Carlos Castaneda bei seinen Lehrern Don Juan und Don Genaro.
Und es endet so furchtbar traurig, denn am Schluss sind Don Juan und Genaro nicht mehr unter uns. Sie haben die Welt hinter sich gelassen, ohne zu sterben, sie sind am Feuer von Innen verbrannt.
Dieses Ende war wirklich schlimm, denn hat man die beiden nicht so liebgewonnen wie zwei gute Freunde? Wie sie ihre Späße mit dem armen Carlos trieben, sich beinahe totlachten über seine beharrliche Weigerung, seine beschränkte Rationalität hinter sich zu lassen. Und nun sind sie fort, diese beiden makellosen Krieger.
Aber gut, wir waren ja darauf vorbereitet. Dieser Abschied musste kommen.
Bevor alles endet, erklärt uns Don Juan noch zwei grundlegende Begriffe der Zauberer: Das Tonal und das Nagual. Ersteres beinhaltet alles, wofür wir überhaupt imstande sind, Worte zu finden: das uns Bekannte bzw. das, was wir zumindest prinzipiell erkennen können. Letzteres ist uns vollkommen unbekannt, höchstens kurze Blicke können wir hier ohne Gefahr rsikieren. Don Juan stellt klar, dass er Castanedas Lehrer für die Reinigung seines Tonal war, Genaro hingegen für das das Hinführen zum Nagual.
Don Juan gibt uns einen Hinweis mit auf den Weg:
Nur, wer in unserer realen Welt besteht, kann sich dem Unbekannten nähern. Wer es andersherum versucht (und viele von uns versuchten es schon auf diese Weise) und meint, mit dem Wissen um das Unbekannte für die Welt gerüstet zu sein, wird scheitern, wie bereits Generationen von Sehern genau daran gescheitert sind.
Bereits dafür liebe ich dieses Buch.