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Der Richtungsstreit in der SPD: Seeheimer Kreis und Neue Linke im innerparteilichen Machtkampf. Mit einem Geleitwort von Helmut Schmidt (Forschung Politik)
 
 

Der Richtungsstreit in der SPD: Seeheimer Kreis und Neue Linke im innerparteilichen Machtkampf. Mit einem Geleitwort von Helmut Schmidt (Forschung Politik) [Kindle Edition]

Annekatrin Gebauer
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wer [...] etwas über die Geschichte des Seeheimer Kreises und der 'Kanalarbeiter' erfahren möchte, sollte das Buch unbedingt lesen." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2006 "Der Autorin gelingt mit ihrem Werk ein spannender Abriss der Geschichte der SPD, der - gespickt durch zahlreiche Zitate - informativ und leicht lesbar ist." politik & kommunikation, 12/2005-01/2006

Werbetext

Seeheimer Kreis und Neue Linke im innerparteilichen Machtkampf

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 4742 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 288 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3531147641
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 1 (25. Oktober 2005)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004WDHXC4
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Jörg Gebauer schrieb in den 90ern ein Buch über den Seeheimer Kreis und die Kanalarbeiterströmung der SPD. Dies Buch ist längst vergriffen und so ist es hervorragend ,dass die Berliner Journalistin Gebauer erneut auf diese prägende SPD-Zeit aufmerksam macht,ohne eine neue SPD Parteigeschichte schreiben zu wollen.Es war die Zeit,als die letzte Zusammenarbeit zwischen der SPD und der Flüchtlingspartei Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten(BHE) in Hessen auslief ,als Wehner und Schmitt- Vockenhausen für das Mehrheitswahlrecht stritten und die gebürtigen Ostpreussen Ehrenberg und Wischnewski der SPD ein originäres Gesicht verliehen.Diese belächelten damals junge,wilde Jungsozialisten ,die Karsten Voigt,Gerhard Schröder oder Klaus Uwe Benneter hiessen.Später standen diese Herren als sozialdemokratische Elite für einen neuen bürgerlichen Aufbruch der SPD und hatten doch einen ganz anderen Stallgeruch ,als die von der Kriegserfahrung geprägte Generation vorher.
Seit Mitte der 80er Jahre gab es auf Juso -Ebene ein Pendant zum Seeheimer Kreis,den Duisburger Kreis,der von dem Duisburger Jörg Gebauer ins Leben gerufen wurde.
Der Duisburger Kreis wollte sich in den 90ern einmal Junge Sozialdemokraten nennen.Generalsekretär Verheugen lehnte dies ab und Anfang der 90er Jahre stellten ostdeutsche Sozialdemokraten die Frage,ob ein Juso den Begriff Nation pflegen darf und liessen den Hofgeismarkreis der SPD ,ein Vorkriegsrelikt,dass keiner mehr kannte-auch die Seeheimer nicht-kurzzeitig wieder aufleben.Diese Juso Aspekte hätten Berücksichtigung finden können in einer ganz hervorragenden Schrift zur Ideenkammer der SPD des 20.Jahrhunderts.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Schrift "Der Richtungsstreit in der SPD", ein Buch zur Parteigeschichte, behandelt den innerparteilichen Kampf zwischen den Konservativen und Sozialisten innerhalb der Sozialdemokratie; und sie ist ein hervorragendes Beispiel für ein rein ideologisches Machwerk, das formal jedoch wissenschaftlichen Kriterien genügt.

Dieser Kunstgriff gelingt Frau Gebauer, indem sie die Quellenlage "filtert". D.h. an den Leser werden nur die Informationen weitergeben, die den Standpunkt wiederspiegeln, den Frau Gebauer selbst vertritt. Und zwar, dass die Konservativen Recht hätten und dass die Sozialisten inkompetente Idioten und ein Gefahr für die Demokratie wären. Kein Wunder, dass Helmut Schmidt als intellektuelles Oberhaupt der Konservativen in der SPD ein Vorwort für dieses Werk verfasst hat.

Der erste Weg die Geschichte zu "filtern" besteht darin, dass das Werk erst in den 50er Jahren mit dem Beschluss des sog. Godesberger Programmes einsetzt, das zu einem Zeitpunkt entstand, als die Konservativen bereits die vorherrschende politische Kraft in der SPD waren. Indem man fast 100 Jahre vorangegangener Parteigeschichte ganz einfach ausblendet, gelingt's die Sozialisten als Fremdkörper darzustellen, der während der 68er Bewegung in die SPD eingedrungen ist, wohingegen die Konservativen die eigentlichen Sozialdemokraten wären. - Ebenso wird hierdurch die unrühmliche Vergangenheit der SPD-Konservativen, die sich ursprünglich als "nationale Sozialisten" bezeichnet hatten, vertuscht.

So schrieb z.B. der von Gebauer stets in den höchsten Tönen gelobte Eduard Bernstein 1899:

"Es ist weder nötig, dass Besetzung tropischer Länder durch Europäer den Eingeborenen Schaden an ihrem Lebensgenuss bringt, noch ist es selbst bisher durchgängig der Fall gewesen. Zudem kann nur ein bedingtes Recht der Wilden auf den von ihnen besetzten Boden anerkannt werden. Die höhere Kultur hat hier im äußersten Fall auch das höhere Recht. Nicht die Eroberung, sondern die Bewirtung des Bodens gibt den geschichtlichen Rechtstitel auf seine Benützung."

Unter anderem damit begründet er seine Zustimmung zum Imperialismus des Kaiserreiches. Um nicht auszuschweifen, seien hier nur Schlagworte genannt: Burgfrieden, Ebert-Groener-Pakt, Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (durch Waldemar Pabst), Blutmai 1929.

Ebenso "gefiltert" wird auch der aggressive Sprachgebrauch der Konservativen: In ihren Reden gebräuchliche Begriffe, wie "Gesinnungsrusse", "Ostjudentum", "Deutschenhasser", "Bombenleger", "Bolschewist" oder "Spartakist", mit denen sie wohlgemerkt ihre innerparteilichen Gegner und nicht etwa die Anhänger der SED beschimpft haben, werden sorgsam verschwiegen. - Allerdings lässt's Frau Gebauer nicht aus, durch ihre eigene unpassende Ausdrucksweise vor Augen zu führen, dass sie ganz ähnliche Ansichten vertritt.

Es soll das Bild vermittelt werden, als wäre die SPD von Anfang an eine konservative Partei gewesen, und die Sozialisten wären nur deshalb Mitglieder der SPD, weil die KPD 1956 verboten worden war.

Wer sich für das Thema des Buches interessiert, sollte es unbedingt zusammen mit "Sozialismus und Nation" von Hermann Heller, "Die Voraussetzungen des Sozialismus" von Eduard Bernstein (besonderes Augenmerk auf die Kapitel zur Kolonialpolitik, Wehrfrage und Föderalismus) und einer Darstellung der Novemberrevolution 1918 durch einen seriösen Historiker lesen. Auf diese Weise wird aufgedeckt, was Frau Gebauer verbergen wollte.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch ist leider keine objektive Darstellung des "Richtungsstreits" in der SPD, es wird Ideologiekritik bei "angegrünten schichten" (wobei der ausdruck von Willy Brandt keine negative Konnotation hatte) geübt,allerdings erscheint dem leser das Buch wie eine Werbeschrift für die Realpolitik Helmut Schmidts und der Realitätsnähe des Seeheimer Kreises.
Jedem seine Meinung, allerdings meiner Ansicht nach für eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu "ideologisch"
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