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Vor diesem Hintergrund lässt der Autor seine Hauptfigur, den Pariser Untersuchungsrichter Jacques Ricou, auf seine eigene Lieblingsinsel Martinique reisen. Doch der mutmaßliche Mörder, den er sucht, ist bereits tot. Und auch die Beziehung zu der faszinierenden Kreolion Amadée, die der Gourmet Wickert für Ricou unter anderem Waranschwanz zubereiten lässt, kann die Stimmung des Richters nur bedingt (dafür aber immer wieder) erhellen. Denn bei seinen Ermittlungen auf Martinique sticht er in ein Wespennest aus illegaler Parteienfinanzierung, Bestechlichkeit (die Affäre Elf Aquitaine!) und Geldwäsche -- sowie auf eine Geschichte, die die koloniale Vergangenheit der Grande Nation unappetitlich bis an die Ufer Frankreichs zurück schwappen lässt.
Wenn ein Krimiplot auf Fakten gründet, erspart dies dem Autor oft die Not, eine glaubwürdige Geschichte zu erfinden; für Krimi-Fans ist der Umstand meist nur nebensächlich. Hier zählen Spannung, Tempo und (manchmal) Witz des Kriminalromans. Aber auch dies ist Wickert in seinem Krimidebüt gut gelungen. Ob Dichtung oder Wahrheit: Der Richter aus Paris liest sich von der ersten bis zur letzten Seite flüssig und keineswegs so trocken wie mancher Tagesthemen-Kommentar. Etwas oberflächlich, aber überaus unterhaltsam. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Fazit: Ein lesenswerter Erstling, aber kein Muß !
Es grüßt - Reinhard Busse
Der Anfang liest sich leider ein wenig zäh, aber hat man sich erstmal durch die ersten Seiten gekämpft, nimmt die Story immer mehr an Fahrt auf. Nach hundert Seiten konnte ich das Buch kaum noch weglegen, und habe es letztendlich binnen zwei Tagen zu Ende gelesen. (Das ist bei mir war besonderes!)
Interessant fand ich, dass Herr Wickert reale Probleme der französischen Politik aufgegriffen hat. So dreht sich die Hauptgeschichte um einen weit reichenden Finanzskandal hochrangiger Politiker und deren schwarze Kassen. Dazu kommt das verdrehte Privatleben des Hauptcharakters Jaques Ricou. Geschieden von seiner ersten Frau lebt er in einer "lockeren" Beziehung mit einer Journalistin, wobei er sich unsicher ist, was er von dieser Beziehung halten soll. Bei seinen Recherchen auf Martinique lernt er dann die junge Witwe eines gerade verstorbenen Verdächtigen kennen, und verliebt sich unsterblich in sie.
Fazit: Ein toller Krimi mit Tiefgang! Sehr empfehlenswert!
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