Es ist schwierig, eine Wertung abzugeben, ohne den Plot zu verraten. Die Person eines Richters wird im Spannungsfeld zwischen dem Bemühen um korrekte Pflichterfüllung und privaten Komplikationen überzeugend gezeichnet. Der Film erfordert vom Zuschauer - zumindest am Anfang - eine erhöhte Konzentration, weil die beiden Handlungsstränge (Beruf/Privatleben) so angelegt sind, dass deren Bezug zu einander nicht sofort erkennbar ist. In beiden Bereichen wirkt die Person zuweilen gefühllos und ruft beim Zuschauen kontroverse Gefühle (Wertschätzung/Ablehnung) hervor und dürfte am Ende bei Männern und Frauen unterschiedliche Bewertungen der Person des Richters auslösen. Der Zwiespalt in der Person des Richters und sein innerer Kampf, alle Aspekte mit einander zu vereinbaren, werden schauspielerisch hervorragend dargestellt. Wenn Ihnen dänische Filme gefallen, dann ist dieser sehr empfehlenswert.