Ich kaufte das Buch nach einer Lesung in dem Cafe in Leipzig, in dem Frau Bürger ansonsten ihren Tatortkomissar trifft. Schon während dieser Lesung war ich von den Geschichten fasziniert. Meine Erwartungen an das Buch wurden noch bei Weitem übertroffen. Eine kluge, warmherzige, hurmorvolle, offene und sehr authentische Frau erzählt bildhaft, interessant, spannend, anrührend aus ihrem Leben. Der Übergang zwischen Autorin und Co-Autorin war für mich dabei so fließend, dass ich beim Lesen nicht immer genau wusste, wer nun geschrieben hat. DAs finde ich eine tolle Leistung von den zwei Autorinnen. Aus diesem Grund liest sich das Buch in einem Zug. Die unterschiedlichen Ebenen lassen den Leser mitdenken.
Frau Bürger erzählte mir in einem kurzen Gespräche in der anschließenden Autogrammrunde, dass sie nie Tagebuch schrieb. Deshalb ist es um so erstaunlicher, wie viele Details, kleine Anektoten und Begebenheiten dieses wunderbare Buch enthält. Und es lässt erahnen (jedoch nie anmerken), welche Mühe sicher das Schreiben dann oft macht. Sehr aufschlussreich fand ich die Passagen zu den politschen Ereignisssen rund um die Wende.
Bei solch einer Fülle an Lebenserfahrungen würde ich mir wünschen, Frau Bürger öfter und auch in größeren Rollen auf dem Bildschirm zu sehen.
Vorerst bleibt dieses außerordentliche Buch, das ich wirklich jedem empfehlen kann, der sich einfach für das Leben interessiert!