Ich habe Puppenmord von Sharpe nicht gelesen, da es in den vorherigen Besprechungen oft erwähnt wurde und Vergleiche gezogen werden, daher kann ich dazu nichts sagen.
Mir hat "Der Renner" sehr gut gefallen, vor allem weil der Klappentext am Rücken des Buches bereits nach 40 Seiten überholt war, und sich die Handlung ab da völlig unvorhersehbar entwickelt. Der Roman ist so rasant und vielfältig, dass andere Autoren einen 800 Seiten langen Schinken daraus gemacht hätten.
Sharpes Sprache ist sehr knapp und pointiert, er hat witzige Szenen und Dialoge, vor allem jene zwischen dem Lektor und seinem Autor, der seinen Roman einmal pro Jahr überarbeitet, damit er den vorherrschenden Trend entspricht.
Es ist eine bitterböse Abrechnung mit der Literaturbetrieb, und ich hoffe, dass nur die Hälfte davon stimmt.