Mir und auch meinem kleinen Sohn gefällt das Buch sehr gut. Ich finde einige Interpretationen hier etwas seltsam - vielleicht haben die Leute das Buch nicht richtig gelesen? Es geht nicht darum, sich Freunde zukaufen, sondern nett zu sein und zu teilen. Die gewöhnlichen Fische wollen anfangs sehr wohl trotz seiner Arroganz mit dem schönen Regenbogenfisch spielen und seine Freunde sein, und sie bewundern ihn bedingungslos. Als er aber eine etwas vorlaute Bitte eines kleinen Fisches äußerst garstig beantwortet, bewundern ihn die Fische schließlich doch nicht mehr. Und das genau stört den Regenbogenfisch, er vermißt den Kontakt zu den anderen Fischen. Der Oktopus rät ihm dann, seine Schuppen mit den anderen zu teilen, was er letztlich auch tut. Es wird in dem Buch auch eindeutig gesagt, dass er beim Teilen eine besondere Freude empfindet, weil er merkt, wie sehr sich die anderen über etwas freuen, das er ohne große Opfer abgeben kann. Das heißt, er hat etwas gelernt und hat sich verändert. Das ist doch auf das Kinderleben bezogen dasselbe, wie wenn man eine Tüte Gummibärchen oder seine Sandförmchen mit den anderen teilt. Oder befürchtet da auch jemand Freundeskauf oder kommunistische Tendenzen? Darüber hinaus ist das Buch auch äußerst schön bebildert.