Aus der Amazon.de-Redaktion
Doch die schwedischen Spielkameraden in der Nachbarschaft mißhandeln ihn grausam und verspotten ihn als Nazi. Für sie sind nun mal alle Deutschen Nazis. Für den kleinen Jungen Heinrich, der sich schon bald Henrik nennt, beginnt eine sehr schwierige Zeit. Die Mutter flieht in ihre Malerei, der Vater ist im Krieg gestorben. Nur der Großvater, der ihm schwedisch beibringt und ihm Märchen erzählt, kümmert sich um ihn. Er erzählt ihm Geschichten aus der Zeit, die so lange zurückliegt, daß weder die Große Schwarze Trauer noch die Wilde Rote Freude in die Welt gekommen waren. Es konnten schon kleine graue Sorgen vorkommen, doch vom braunen Geiz hatte noch keiner gehört.
Verzweifelt beginnt der Junge, Freunde in seiner neuen Heimat zu suchen, doch immer wenn er glaubt, endlich jemanden gefunden zu haben, dem er vertrauen kann, ändert sich alles. So beginnt Henrik, sich in sich zurückzuziehen, wagt nicht mehr darauf zu hoffen, daß überhaupt noch eine Zukunft für ihn existiert. Bis zu dem Tag, als er Ylva kennenlernt, ein junges schwedisches Mädchen in seiner Klasse.
Auch dieses Buch von Peter Pohl ist ein trauriges Buch, das Fragen wie Gewalt unter Kindern, Mißbrauch und Tod aufgreift. Gerade weil Pohl jedoch diese Fragen so schonungslos offen angeht, sind seine Bücher wahr. Er hat sich als Autor nie dafür interessiert, was er seinen jugendlichen Lesern zumuten darf. Gerade darum interessieren sie sich für seine Bücher.
Peter Pohl lebt heute mit seiner Familie in Stockholm und lehrt Mathematik und Logik an einer Technischen Universität. Auf die Fortsetzung seiner Biographie, die er als Trilogie geplant hat, darf man gespannt sein. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Pressestimmen
Bemerkenswert ist seine Sprachfülle. Selten, dass ein autobiographisch geprägtes Buch die Zeitspanne zwischen fünf und acht beschreibt. Selten auch, dass ein Jugendbuch so vehement den Leser an die Qualen und Freuden der ersten Konflikte heranführt, die jeder einst mit sich austragen musste.
Es ist ein Roman für Jugendliche und (junge) Erwachsene, ein Buch, das die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur verwischt und das Spektrum bisheriger Kindheitsdarstellungen innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur weit hinter sich lässt.
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
»Bemerkenswert ist seine Sprachfülle. Selten, dass ein autobiographisch geprägtes Buch die Zeitspanne zwischen fünf und acht beschreibt. Selten auch, dass ein Jugendbuch so vehement den Leser an die Qualen und Freuden der ersten Konflikte heranführt, die jeder einst mit sich austragen musste.« Neue Zeit
»Es ist ein Roman für Jugendliche und (junge) Erwachsene, ein Buch, das die Grenzen zwischen Jugend- und Erwachsenenliteratur verwischt und das Spektrum bisheriger Kindheitsdarstellungen innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur weit hinter sich lässt.« Jugendliteratur und Medien
Klappentext
Peter Pohl beschreibt mit der Intensität, die man aus "Jan, mein Freund" und "Nennen wir ihn Anna" kennt, die Mechanismen der Ausgrenzung und der Gewalt. Aus dem Roman einer unglücklichen Kindheit wird so zugleich ein zorniges Plädoyer für die Liebe und gegen den Haß - ein Buch, das unausgesprochen auch fragt, wie wir es mit Fremden halten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .