Du meine Güte, wer hat diesen Unsinn verbrochen? Wollte man den ganzen in diesem Produkt enthaltenen Blödsinn aufzählen, würde der Raum hier nicht genügen. Alle Versatzstücke dieser ungeheuer einfallslosen Geschichte hat man längst mehrfach irgendwo anders gesehen, und besser! So viele Absurditäten auf einem Haufen hält man nicht für möglich, nicht einmal für ein fürs Kinderfernsehen heruntergekurbeltes Produkt. Da beschließt beispielsweise der Bösewicht vom Dienst, mal eben nach dem von ihm veranstalteten Massaker die traute Verlobte zum Altar (des zerstörten Kirchleins) zu führen, gleich anschließend hält er dann eine launige Verteidigungsrede, warum, wieso, weshalb er alle Dörfler vernichtet hat. Nein, nicht alle, denn der Papa des Helden taucht im weiteren Geschehen immer dann auf, wenn ein Deus ex machina benötigt wird, wahrhaftig wie das Gespenst von, nein, nicht Canterville, sondern irgendeiner malerischen dänischen Burg.
Heldin Nr. 1 bekommt einen Schuß ins Auge, an dem sie keineswegs stirbt, denn sie pappt sich rasch eine Binde vors lädierte Lid, und ab geht die Post. Und wenn mal die Eskorte des Schlawiners, des Königs oder des Helden arg dezimiert wurde, ist sie in der nächsten Szene zu voller Stärke wiedererwacht. Der liebe Karl XI. sitzt nicht etwa auf seinem Thron, wie es sich für einen König gehört, sondern hoppelt auf einer Märe von Zelt zu Burg im Kampfesgeschehen, wo er dann, hoch auf dem Söller stehend, sabbernd (!) seinen andächtigen Zuhörern seine Auferstehung verkünden kann. Und einer der netten Schnapphähne darf sein Gegenüber umarmen und ihm dabei das Rückgrat brechen (!), liebenswürdigerweise vom Opfer dazu aufgefordert ... Feldlager werden generell nicht bewacht, damit die alberne Story nicht schon zur Hälfte zu Ende wäre, und warum die Heldin Nr. 2 so jäh anderen Sinnes wird, nachdem sie doch schon eine Reihe von Leichen gesehen hat, bleibt Niklas Rockströms, des Drehbuchverfassers, Geheimnis.
Die Schauspieler sind weitestgehend damit befaßt, kummervoll oder doch zumindest ernst in die Gegend zu blicken, und hin und wieder dürfen sie auch mal grimmig das Gesicht verziehen.
Falls sich doch jemand zum Kauf dieses erstaunlicherweise erst ab 16 Jahren freigebenen Murkses ( 0 hätte vollkommen gereicht!) entschließen sollte, rate ich dazu, den Denkapparat (vorübergehend) abzustellen.
Garniert ist der Unsinn mit allerlei pathetisch-heroischem Gerede und einer derart penetranten bum-bum-ringspumpum bzw. metromischen tik-tak-Musik, das man verzweifelt zwischen dem Ton-aus-Knopf und dem schnellen Vorlauf hin- und herschaltet.