Der Rattenfänger, ein Serienentführer von Säuglingen, sucht nach mehreren anderen Städten auch Seattle heim. Der mittlerweile zum Leutnant beförderte Lou Boldt erfährt bald am eigenen Leib, warum der Entführer bisher seinen Verfolgern immer entkommen ist: Er nimmt die Kinder von leitenden Ermittlern als Geisel. Als ihm Boldts Tochter Sarah in die Hände fällt, steht dieser vor der Wahl, seine ehernen Prinzipien zu verraten oder seine Tochter zu opfern. Er entscheidet sich dafür, Sarah allein zu suchen, um seinen eigenen Kollegen und dem FBI zuvorzukommen, das ganz eigene Pläne hat. Gegen die konkurrierenden Behörden beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Zahl der Toten hält sich im Rahmen, aber dennoch hat Pearson ein enorm spannendes Buch geschrieben, das lediglich gelegentlich ein bisschen zu sehr auf die Tränendrüsen drückt. Pearson gelingt es sogar, eine Verfolgungsjagd atemlos spannend zu schildern. Ansonsten ist das Buch ein geradezu klassisches Beispiel für die Schilderungen polizeilicher Aufklärungsarbeit.