Diesmal leider ein etwas schwächeres Buch meines Lieblingsautoren Wolfgang Hohlbein. Das Thema (junger Waisenknabe erkennt seine hohe Herkunft) ist nicht neu. Dazu kommt, dass das Buch nur durch seine breiten Ränder und den Satz seiner 299 Seiten diesen Umfang verdient hat. Bei anderer Setzart hätten auch gut und gerne ca. 100 Seiten gereicht. Inhaltlich hätte Hohlbein die Chance nutzen sollen, seine Charaktere weiter auszuarbeiten und auch an sonsten fehlen mir die sonst so blumige Sprache und die präzisen Beschreibungen in diesem Buch. So hat man nach Abschluss des Buches das Gefühl, viel Geld für wenig Inhalt ausgegeben zu haben. Hoffen wir, dass dieses Buch mit einer Fortsetzung versehen wird, so dass die angerissenen Charaktere die Chance bekommen, auch mit Leben erfüllt zu werden. So könnte aus dem Gauklergehilfen/Königssohn Tibor durchaus ein attraktiver Held werden. Bisher jedoch ist er ein blasser Abklatsch sonstiger jugendlicher Helden Hohlbeins. Insgesamt ein Buch, dass zwar in die Nähe des Romans "Die Templerin" von Hohlbein zu stellen ist, jedoch diesem nicht das Wasser reichen kann.