Der Zauber dieses Buches liegt in seinem Ton.
Verwirrend?
Na klar, dieser Autor ist ein ausgefuchster Taschenspieler, ein Hütchenspieler.
Sehr anspruchsvoll?
Ansprüche an was?
An das Sprachverständnis der Leser, an ihre menschliche Erfahrung, ihren Sinn für Humor, ihre Geduld, ihre Uneitelkeit?
Verständnis überhaupt.
Wer maßt sich an zu Verstehen?
Zu verstehen gibt es allerdings nichts, es gibt wahrscheinlich auch keine Erwartungen oder Intensionen seitens des Autors diesbezüglich.
Geduld braucht man für das Buch und man darf sich nicht ärgern lassen, sollte man dazu neigen.
Es gibt keine Erzählung.
Er verspricht sie die ganze Zeit für später.
Im Nachwort der Ausgabe steht, er ziehe vielleicht die Mitteilung von Wichtigem in Zweifel.
Aber über allem liegt dieser unvergleichliche, so amüsante, absolut liebenswerte und zauberhaft gelogen unernste Ton, den genauer zu charakterisieren jetzt hier zu weit geht.
Hier mal ein typisches Zitat:
"...der von der Kropffrau weg direkt nach München fuhr, um sich dort womöglich als Genie zu etablieren.
Bei Mondschein fuhr er über den Bodensee.
Es handelt sich bei dieser Münchenreise und bei diesen Frauen mit Kröpfen um Früherlebtes.
In München kaufte er sich mindestens doch Glacèhandschuhe."
Genau.
Mit freundlichen Grüßen.