Wer das Buch von Ewrvin Laszlo "Daheim im Universum" kennt, gewann einen vorzüglichen Einblick in die abenteuerliche Welt der Neuen Wissenschaft, war sein Buch doch (fast) auf dem aktuellen Stand der Forschung.
Und nun zu seinem vorliegenden Werk, dem "Quantensprung": was für eine Enttäuschung!
Die Argumentation Laszlos in diesem Buch strotzt nur so vor Dürftigkeit und, schlimmer, vor schweren Fehlern. Es ist kaum zu glauben, dass beide Bücher aus der Feder desselben Autors stammen sollen. Ich neige nicht zur Polemik, aber dieses Buch kann ich nur als unsachliches und unerfreuliches Machwerk bezeichnen.
Dass ein Vor-Rezensent Laszlo zu Gute hält, dass er Mitbegründer des Club of Rome sei, kann gleichfalls nicht zu seinen Gunsten gewertet werden, wissen wir doch inzwischen, in wessen Auftrag die rundherum falschen Vorhersagen dieses "Clubs" stammten: David Rockefeller gab Geld und Auftrag, und so wundert nicht, dass weder die Wälder gestorben noch das Erdöl ausgegangen ist (und niemals ausgehen wird), wie seinerzeit für 2010 prognostiziert; dass Lazlo die wachsende Weltbevölkerung für das ungelöste, ja unlösbare Problem hält, zeigt leider auch nur, dass er die jüngsten Zahlen nicht zur Kenntnis nimmt, dass nämlich in Ländern mit 50% der Erdbevölkerung das Bevölkerungswachstum bereits zum Erliegen gekommen bzw. sogar stark im Rückgang begriffen ist.
Ich bräuchte wohl auch ein Buch von 200 Seiten, um alle Fehler Lazlos aufzuzeigen und zu widerlegen, aber mit graust vor der Vorstellung, das tun zu müssen.
Nichts, aber auch gar nichts in Laszlos Buch hält, was der Titel verheißt: höchstens der Quantensprung Laszlos in die völlig falsche Richtung.
Mich reut jeder Cent, den ich für dieses Buch ausgegeben habe.