Wenn manche Rezensent/innen kritisieren, dass der Autor frauenfeindliche Klischees bedient, dann stellt sich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, ein Buch zu schreiben, in dem der Feminismus in seinen Auswüchsen bzw. die weiblichen Schattenseiten ins öffentliche Blickfeld gerückt werden dürfen. Oder kann nur nicht sein, was nicht sein darf, auch wenn es noch so stichhaltig ist? Wenn in diesem Buch Sachverhalte angesprochen werden, die der alltäglichen Erfahrung, der zu beochbachtenden Realität, entsprechen, dann muss es auch erlaubt sein, diese auch offen anzusprechen! Es lässt ohnehin tief blicken, dass feministische Machwerke von offensichtlich fustrierten, weil männerhassenden Autorinnen, bejubelt, und andererseits, Autoren, die es wagen, eine ehrliche und ausgleichende Gegendarstellung zu präsentieren, hysterisch beschimpft werden. Gleichberechtigung aber, meine Damen, meine Herren kann nur Wirklichkeit werden, wenn endlich BEIDE Seiten gewillt sind ihre Schattenseiten ehrlich wahrzunehmen. Die letzten 35 Jahre feministischer Polemik und Radikalansätze und nicht zuletzt das umfassende Werk >Sind Frauen bessere Menschen?< haben uns gezweigt, dass, unterm Strich, keiner von uns edler ist, als der andere, - und das war sicherlich auch im Sinne der Schöpfung.