Dürrenmatts Groteske zeigt an einem einfachen, wie kuriosen Aufhänger, zu welchem Selbstläufer selbst Nichtigkeiten werden können. "Es geht ums Prinzip" und damit legt man einen Auftakt für eine ungebremste Entwicklung, bei der Dürrenmatt ein satirisch überzogenes, aber nicht von der Hand zu weisendes, gesellschaftlich stets aktuelles Bild zeichnet.
Sehr interessant ist auch die Darstellung: Die Geschichte grassiert und die Personen, die neu in das Geschehen mit hineingezogen werden, erzählen die anstehende Epsiode aus ihrer Sicht. Die eigentlichen Hauptakteure geraten immer mehr aus dem Fokus, je weiter sich die Spirale dreht.
Klaus W. Leonhard hat die Geschichte 1974 für das DRS inszeniert. Die Produktion ist traditionell aufgestellt. Der Text, beziehungsweise das Schauspiel ist hier das zentrale Element. Die Figuren sind durch die Bank gut und glaubhaft dargestellt; Trotz des satirischen Inhaltes, überzieht hier keiner der Akteure.
Eine sehr unterhaltsame, groteske Satire, die Dürrenmatt hier in ein Hörspiel gegossen hat. Die Geschichte unterhält, wenngleich die Inszenierung doch etwas farbenfroher hätte sein dürfen.
Die CD-Fassung des Hörspiels ist im Christoph-Merian-Verlag erschienen und enthält als Bonusmaterial ein Interview mit dem Autor.