Personenschutzexperte Cavanaugh hat einen neuen Auftrag erhalten. Für Global Protective Service soll er den Biochemiker Daniel Prescott schützen und eine neue Identität zum Untertauchen verschaffen. Prescott, der auf der Abschussliste des größten Drogenbarons Südamerikas zu stehen scheint, arbeitete vor geraumer Zeit noch für die Regierung und war maßgeblich an der Erforschung und Bekämpfung von Drogensucht beteiligt. Bereits die Abholung gestaltet sich allerdings als schwierig, denn Prescott der sich in einem mit hochmodernen Anlagen gesicherten Lagerhaus verschanzt hat, wird zusammen mit Cavanaugh unerwartet von Bewaffneten angegriffen, die mit einer Bombe sogar Cavanaughs gepanzerten Wagen ausschalten. Nur knapp gelingt ihnen die Flucht. In einem Versteck in den Wäldern soll Prescotts neues Leben seinen Anfang nehmen, denn dort hat GPS einen geheimen High-tech-Bunker, wo bereits ein Team auf die beiden wartet. Doch die Sicherheit trügt, als 3 Helis kurz darauf mit Infrarot die Gegend absuchen und noch ehe ein Fluchtplan geschmiedet wird, ist Prescott weg, der Bunker unter Beschuss und Cavanaugh der einzige Überlebende...
Eines muss man David Morrell lassen, der Erfinder Rambos versteht es spektakuläre Action entstehen zu lassen und diese sogar auf einem konstanten und sehr hohen Niveau zu halten. Das verbindet er gekonnt mit einem immensen Fachwissen, das einen guten Einblick in die Arbeit von Personenschützern vermittelt. Doch Action und Fachwissen allein reichen meist nicht aus ein Buch an die Leute zu bringen, was es braucht und hier fehlt ist eine funktionierende Handlung, ein solider Plot. Der Protektor steht in dieser Hinsicht etwas neben sich, die Action geht auf Kosten der Spannung, nur fällt das fast gar nicht auf, einige der großen Enthüllungen findet man sehr schnell selbst heraus, allein die Details bleiben länger unklar und verlangen danach, dass man sich zum Ende durchkämpft. Jene Action die neueren Morrell-Büchern wie Level 9 oder Creepers etwas zu fehlen scheint, könnte hier abgeblieben sein. David Morrell beschränkt sich auf das Nötigste, einfache Charaktere, eine einfache Handlung und unter anderen Umständen hätte dieses Konzept sicher auch gefruchtet. Dazu kommt eine irritierende deutsche Übersetzung, in der so einige Wörter offensichtlich buchstabengetreu übersetzt worden sind.
Fazit:
Gut recherchiert, extrem actionlastig und eindeutig aus der Feder des Rambo-Machers, aber leider viel zu vorsehbar und spannungslos.