Endlich pensioniert. Der Gymnasialprofessor für Lateinisch und Altgriechisch Emile Hazel, wohlerzogen und anständig, freut sich auf auf die zweite Hälfte seines Lebens mit seiner über alles geliebten Ehefrau im neubezogenen Häuschen in der Abgeschiedenheit, fern vom Trubel der Stadt.
Alles beginnt so harmonisch, schön, zu schön, um wahr zu sein. Der störende Punkt ist der schweigsame Nachbar Palamède Bernardin. Er besucht unser Ehepaar täglich von 16 00 bis um genau 18 00 Uhr. Mit der Präzision einer Schweizer Pendule.
Was tun? Ohne unanständig zu sein. Man könnte ja seine Nachbarn mal brauchen.
Unser Ehepaar versucht es mit Spaziergängen von 15 00 bis 19 00, mit sich Verstecken im eigenen Haus. Es nützt alles nichts. Dieses Ekel von einem Nachbarn taucht immer wieder auf.
Der Leser, die Leserin leidet mit mit dem braven Professor.
Bringt die Erlösung die Flucht nach Vorne? Eine Einladung zum Nachtessen für den Störefried samt seiner Frau?
Alleine die Schilderung dieses Essens ist diese Lektüre wert. Unglaublich komisch wird das Geschehen geschildert.
Es löst Geschehnisse aus, die Emile Hazel zeigen, dass er trotz Pensionierung noch nicht ausgelernt hat.
Eine vergnügliche, makabere und lustvolle Lektüre.