Bisher hatte ich mir unter Privatdozent immer einen Fast-Professor vorgestellt.
Dass da aber auch ein Dozent sein kann, der seine Studenten mit vollem Körpereinsatz beim Studieren unterstützt, war mir neu. Aber man lernt ja bekanntlich nicht aus. Während meiner Studienzeit wollte ich auch mal in eine WG aufgenommen werden, aber leider wurde nix daraus. Wenn ich mir vorstelle, was ich da hätte alles erleben können. Ich musste mein Duschmittel immer alleine zum Einsatz bringen.
Aber der flexible und ausgeschlossene Privatdozent ist schon eine scharfe Nummer und dann noch die Kombination Dozent, Student und Polizist. Da bleibt in der Körpermitte des geneigten Lesers wirklich nichts mehr ruhig. Der Roman könnte auch als "Coming-out-Bedienungsanleitung" oder mit "Hetro auf Aufwegen" überschrieben werden. Jedenfalls sind die Dialoge der Beteiligten von einer witzigen Schlagfertigkeit, die bei Alex Seinfried bisher im Verborgenen lagen. Aber zum Glück kam hierfür Unterstützung von seinem Kollegen Florian Höltgen.
Insgesamt ein sehr lesenswerter Roman - auch für Nicht-Studenten. Nachdem das vorliegende Buch als "Band 1" bezeichnet wird, bleibt zu hoffen, dass der Stundent Finn noch einige Zeit bei seinem Privatdozenten studiert und bald mit einem Band 2 zu rechnen ist.
Interessant ist die Entwicklung des Romanautors, der vom Sex-and-Crime-Schreiber zum einfühlsamen Sex-and-Love-Schreiber mutierte. Eine sehr gute Entwicklung. Auch Dank der Unterstützung von Florian eine gute Teamarbeit.
Herzlichen Dank an Alex und Florian
Der PrivatdozentLove me, Angel