Lehrer sind auch nur Menschen, wie man sieht, wenn Rick Latimer, noch von der Trennung von seiner Freundin gefrustet, mal eben den Porsche ihres neuen Freundes mit dem Baseballschläger umgestaltet. Als "Belohnung" für diesen Ausraster wird er, um ihn los zu werden, zum Rektor an einer Schule befördert. Haken an der Sache, Brandel ist die schlimmste Schule der Stadt. Der Stundenplan umfasst u.a. Drogenhandel und Bandenkriege.
Weder Lehrerkollegium noch Schüler nehmen Latimer ernst, als er in der Schule aufschlägt und auch der betrachtet das mehr als Zwischenstation. Bis ihm seine Ex mehr oder weniger zu verstehen gibt, dass er diesen Job ja ohnehin auch wieder in den Sand setzen wird.
Zusammen mit dem Sicherheitsexperten Jake Phillips krempelt Latimer daraufhin die Schule um, nur um sich mit dem eiskalten Drogenhändler Viktor anzulegen, der die Schule als "seine" Schule betrachtet. Zunächst zieht Latimer den kürzeren, doch dann pakt er den Baseballschläger wieder aus, um endgültig für Ordnung zu sorgen.
Immer wieder gelingt es mal Filme zu drehen, bei denen Lehrer gelungene Hauptfiguren sind, wie "Club der toten Dichter" oder "Dangerous Minds".
James Belushi liefert in dieser Rolle für mich seine stärkste Darstellung überhaupt ab. Er überzeugt völlig als etwas untypischer Lehrer, der durchaus aber auch die leiseren Töne beherrscht, um Schüler von ihren eigenen Fähigkeiten zu überzeugen, sie zu ermutigen oder klar zu machen, dass sich Kriminalität nicht lohnt.
"Der Prinzipal" ist ein ruhig inszenierter Film mit einem klasse Soundtrack und hochdramatischem Finale. Die beste Szene des Films ist eine, wenn Latimer per Motorrad die Gänge der Brandel Highschool entlang brettert, um eine Vergewaltigung zu verhindern.
Als Teenie fand ich den Film und Belushis Art klasse und auch als Erwachsener find ich ihn noch sehr gut. Bitte mehr solche 'Mordslehrer' (Filmzitat), die sich für ihre Schüler einsetzen.