Inhalt
Als ein fünfjähriges Mädchen verschwindet, beginnen die zuständigen Ermittler mit einer aufwendigen Suche, an deren Ende sie die Leiche eines Kindes finden.
Die Ermittler Walker und North stehen vor der Aufgabe, den Täter zu finden undkonzentrieren ihre Ermittlungen zu diesem Zweck auf den arbeitslosen Vater des Mädchens Peter und den psychisch Kranken Michael Dunn. Die Ermittler sind überzeugt von Dünnst Schuld, doch die Beweislage sieht nicht gut aus und als sich während des Verfahrens auch noch der Hauptbeweis als gefälscht erweist, scheint alles verloren. Ein Frauenmörder wird gesucht. Schon bald rückt der Geschäftsmann Damon Morton in das Visier der Ermittler Walker und North, die fest davon überzeugt sind, ihren Mann gefunden zu haben. Völlig unerwartet gestehen jedoch dessen junge Angestellte die Tat und werfen die Ermittlungen noch einmal durcheinander.
Bildbewertung
Der Preis des Verbrechens ist die britische Antwort auf das Amerikanische Format Law and Order, wobei man sich im Falle von "Der Preis des Verbrechens" für ein Filmformat und damit längere Laufzeit entschied. Zentrum eines jeden Teils bildet das Strafverfahren, eine Gerichtsverhandlung, die zur Verurteilung des Angeklagten führen soll. Im Rahmen dieses Verfahrens wird auf die einzelnen Verhandlungsstränge, welche auf diesem Wege erzählt werden übergeblendet.
Der Fokus liegt dabei nicht auf Actionreichen Szenen, Sondern tatsachlich auf der Verhandlung, dem Tatnachweis und Verfahrensvorschriften, die beim Tatnachweis einzuhalten sind. Was allerdings im ersten Moment wenig spannend klingt, entwickelt nach kürzester Zeit eine eigene Faszination.
Gut umgesetzt wurden bei dieser Veröffentlichung Schwarzwert und Natürlichkeit der Farben, die überwiegend überzeugen können. Auch die durchweg recht hohe Bildschärfe hinterlässt einen guten Eindruck.
Gedämpft wird das Erlebnis durch das relativ starke Bildrauschen, welches gelegentlich, insbesondere in Nachtszenen, den Genuss etwas stört. Insgesamt wirkt die Machart aufgrund des verwendeten Split-Screens modern, das verwendete Bildformat 4:3 erscheint dagegen altbacken und überholt. Dies ist allerdings dem Umstand geschuldet, dass die Produktion aus dem Jahr 1997 stammt. Dennoch lässt sich die Veröffentlichung unter Berücksichtigung von Stärken und Schwächen als grundsolide bezeichnen.Das animierte und sehr übersichtliche DVD-Menü bietet die Möglichkeit zwischen dem Hauptfilm, den Tonformaten und dem Punkt DVD-Highlights", einer Vorschau auf andere Veröffentlichungen, zu wählen.
Tonbewertung
Der Ton wird im Format Dolby Digital 2.0 in den Sprachen Deutsch und Englisch geliefert. Auf Untertitel wurde verzichtet. Die Produktion verzichtet aufgrund ihrer Dialoglastigkeit weitestgehend auf Musikuntermalung und setzt diese fast ausschließlich in den Einsatzszenen der Polizei ein. Im Übrigen setzt Preis des Verbrechens auf beinahe schon dokumentarische Wiedergabe von Festnahmen, Vernehmungen und Gerichtsverhandlungen. Dort klingen die stets gut verständlichen Dialoge natürlich und voll. Wenn auch eine dialog- und wenig actionreiche Serie kaum Möglichkeit bietet, cineastische Maßstäbe in puncto Tonqualität zu setzen, gelingt es jedenfalls, das vorhandene Tonmaterial bestmöglich darzubringen.
Gesamturteil
Preis des Verbrechens bietet beste Thriller- bzw. Krimiunterhaltung aus einer ungewohnten Perspektive. Denn die Taten sind nicht nur schon geschehen, es gibt auch relativ schnell Verdächtige und eine Gerichtsverhandlung in deren Rahmen sich das wichtigste Problem stellt: Die Überführung des Täters. Eine Perspektive, welche lehrreich und spannend zugleich sein kann und - sofern man sich darauf einlassen kann - über viele Stunden begeistert. Wer schon Law and Order mochte, wird auch Preis des Verbrechens schätzen, alle anderen sollten einen Blick riskieren.
Autor: Christian
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