Man mag von George W. Bush halten was man will. Sicher hat er nicht immer die klügsten Entscheidungen getroffen und der Autor dieses Buches möchte dies verdeutlichen Anhand seiner Moral. Hier werden einzelne Entscheidungen aus der moralischen Sicht des George Bush ausgebreitet und dann vom Author systematisch flankiert und auseinander genommen. Der Autor hat hier den Vorteil, weil er seine Sicht der Dinge festsetzen kann und geschehnisse Beurteilen kann, die bereits gelaufen sind.
Besonders spannend fand ich die Kontroverse um die Stammzellenforschung, die ein zweischneidiges Schwert darstellt. Denn auf der einen Seite will George Bush das Leben der Embrionen schützen und schränkt die Forschung somit drastisch ein, aber auf der anderen Seite kann diese Forschung später eventuell viele Leben retten. Der Zwiespalt kommt für mich dort zum tragen, wenn man bedenkt das George Bush mit einer christlichen Ethik kein ungeborenes Leben zur Forschungszwecken töten lassen will, aber wenn ein geliebter Mensch vielleicht an Krebs erkrankt ect. würde man dann immer noch diese Forschung untergraben? Sehr spannende Fragen die sich aus dem Buch herauskristallisieren. Das ist nach meiner Einschätzung stark kritisch zu verstehen, auch wenn der Autor sich bemüht Sachlich zu bleiben, merkt man schnell wie der Wind weht. Im Endeffekt steht es so, das die Meinung des Autors die richtige ist, und Bush alles falsch gemacht hat. Mir persönlich ist das zu platt, deswegen auch zwei Sterne abzug.
Für die Offenlegung der Denkweise des Präsidenten gebe ich dennoch drei Sterne, weil es einiges über den Menschen verrät der als Präsident acht Jahre die Geschicke lenkte.
Best Regards