Man muss bereits - bevor man sich den Film ansieht - daran denken, dass es sich um einen TV-Film handelt und somit auch das Budget und die Effekte nicht übermäßig hoch ausfallen. Wenn man dies weiß und man auch damit klarkommt, dass Terroristen in diesem Film eine wichtige Rolle spielen (viele hier finden es nicht gut. allerdings ist eine Riesenwelle, die ein Kreuzfahrtschiff kentern lässt, unwahrscheinlicher als eine Terroristenbande!), dann wird man einen spannenden dreistündigen Film vor sich haben, der sich zwar vieler Klischees bedient und mit manchen Dialogen einfach nerven wird, allerdings recht gut unterhält. Diesem Film geschah, was vielen Verfilmungen fehlt - nämlich eine ansprechende Länge, die mehr Zeit für Charaktertiefen und die Geschichte an sich übrig hat. Gerade Adam Baldwin, Rutger Hauer, Peter Weller und Steve Guttenberg konnten überzeugen. Rutger Hauer spielte stark auf, genau so will man ihn haben. Allerdings kann ich nicht verstehen, warum hier die Animation des Schiffes und dessen Untergang und Wendung so kritisiert wird. Hier wird außer Acht gelassen, dass es sich nur um einen TV-Film handelt und somit auch weniger Budget zur Verfügung stand. Die Animationen sind recht gut gelungen, auch wenn man einigen CGI Effekten doch anmerkt, dass das Budget eben doch kleiner war. Der Soundtrack bietet keine Höhepunkte, er ist einfach nur für den Hintergrund da und mehr nicht.
Der Poseidon-Anschlag ist kein Hollywoodfilm, kein A-Movie, sondern einfach ein TV-Film, der sich für die Charakterbeschreibungen und die Geschichte mehr Zeit nimmt und einfach gut zu unterhalten weiß. Nicht mehr, nicht weniger.