Der Autor erzählt einen Spannenden historischen Roman über den Untergang Pompejis.
Der ehemalige Sklave Cäcilius Aphrodisius aus der campanischen Stadt Pompeji wird Zeuge einer geheimnisvollen Mordserie. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf eine uralte Prophezeiung:" Im achten Monat des Jahres 832 nach der Gründung Roms wird Pompeji, die samtweiche Quitte im Garten der Venus, untergehen."
Der Roman enthält Elemente eines historischen Krimis, eines Abenteuerromans, ein wenig Wirtschaftsgeschichte und dreht sich schließlich um den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 u.Z.
Ich habe den Eindruck, der Autor hat mit diesen Elementen ein bisschen zuviel in den Roman hereingepackt. Alles ist nett und unterhaltsam erzählt, aber es hat mich nicht gefesselt. Auch die realen historischen Personen werden nur unzureichend beschrieben.
Unklar bleibt mir auch, wieso Aphrodisius nach Pompeji zurückkehrt, wo er doch glaubt, von der drohenden Katastrophe zu wissen.
Ebenso unausgegoren sind die Motive des mörderischen Gegners, der in seiner Position gewiss andere Sorgen gehabt hätte, als einen zwar wirtschaftlich erfolgreichen , für ihn als politischen Gegner jedoch Unbedeutenden, zu verfolgen, dem er nur einmal begegnete , der aber trotzdem für ihn nur ein ehemaliger Sklave ist.
Popäa Sabina und Nero hätten auch stärker in Erscheinung treten können, weil der Autor es zu Beginn zu einer Begegnung zwischen Popäa und Aphrodisius kommen lässt und dieses Kennen lernen, was gleichzeitig unglaubwürdig wirkt, einiges Konfliktpotential birgt.
Mir ist noch aufgefallen, dass Aphrodisius beinah immer und jederzeit ganz nah an die Herrscher des römischen Reiches herankommt und nie von den Wachen großartig daran gehindert wird. Es gibt leider mehrere ähnlicher Ungereimtheiten in diesem Buch.