Aus der Amazon.de-Redaktion
Produktbeschreibungen



Mit Tom Hanks in der Hauptrolle inszeniert Robert Zemeckis diesen neuen Weihnachtsklassiker im mitreißenden Performance-Capture-Animationsverfahren, das jeden Moment verzaubert. "Glaub nur, was du siehst", sagt der geheimnisvolle Landstreicher, der mit uns auf die Reise geht. Wir sehen die Wunder. Und wir glauben an sie. Alles einsteigen!
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Ein technisch einwandfrei gelungenes Experiment, das auf Ton- wie Bildebene eine Glanzleistung hinlegt.
Bild: Das überaus klare Bild des kunstvoll im "Performance-Capture-Verfahren" produzierten Fimes vermag nicht nur zu überzeugen, sondern geradezu zu überraschen. Selbst während der animierten, rasanten Schwenks und Kamerafahrten bleiben Schärfe und Kontraste stets vorbildlich. Kompression wie auch Kantenschärfe könnten dabei kaum besser ausfallen. Selbst die feinen Streifen der Jacke des Lockführers sind in ihrer Formstabilität kaum zu übertreffen (Jacke, 00:34:39). Hell grenzt sich hier auch unter minimalem Abstand einwandfrei von Dunkel ab, ohne auch nur im mindesten an den Übergängen ineinander zu greifen. Dass die Gesichter eher weich als detailliert kantig kreiert wurden, ändert nichts daran, dass die Schärfe umwerfend genaue Details abzuzeichnen weiß (Pickel, 01:07:56). Den einzigen Kritikpunkt bilden in dieser Hinsicht die hin und wieder leicht verwischten Konturen der lebhaft gestalteten Augen der Kinder, die sich nicht immer einwandfrei vom restlichen Gesicht abzugrenzen wissen (01:11:11). Die Farbgebung fällt überaus natürlich und sensibel nuanciert aus. Dabei passen sich alle Farbtöne stets motiviert den schön komponierten Lichtstimmungen an (Licht der Stirnlampe im Schnee, 00:27:49). Licht und Schatten ergeben sich dabei natürlicher als in vielen optisch sehr gut abschneidenden Spielfilmen. Ein über alle Maßen berauschendes Fest, nicht nur für Kinderaugen.
Ton: Auch betreffend der Tonbewertung schafft es die Disc eine herauragende Leistung hinzulegen. Raumergreifend erfüllen die satten Effekte sämtliche Boxen der beiden DD 5.1-Spuren (Eisenbahn, 00:06:08) und hallen zwischen vorne und hinten, rechts und links ordentlich wabernd nach (Wind, 00:18:15). Besonders die Bässe vermögen den Raum voll und ausgewogen zu durchdringen, ohne übermäßig zu grollen. Die Aufteilung der verschiedenen Tonebenen ist dabei ausgesprochen gut abgemischt, so dass beispielsweise das Rattern des Zuges stets unterschwellig und dumpf die zwischen rechts und links alternierenden Dialoge atmosphärisch zu unterfüttern weiß. Das Orchester und die gut ausgebauten Effekte machen sich derweil daran, den Raum tief von hinten einzunehmen. Im Vergleich zum englischen Original fällt die deutsche Fassung sprachlich nicht ganz so vital und auch einen kleinen Tick leiser aus. Berauschend bleibt neben all diesen netten Details der in beiden Versionen dicht gewobene Klangteppich aus wirklich starken Effekten. Nicht nur während der großen Massenszenen (Weihnachtszwerge, 01:07:37) oder rasanten Zugfahrten werden stets alle Kanäle voll ausgespielt und eindrucksvoll dynamisch bewegt.
Extras: Neben den zahlreich vorhandenen, vor allem technisch interessanten, Extras hat die Menuführung einige ärgerliche Schwachpunkte. So lässt sich beispielsweise während des laufenden Filmes die Sprache nicht wechseln. Nach dem Sprung ins Audiomenu ist weiterhin unangenehm, dass der Film nun erneut gestartet werden muss. Ein Fortfahren-Button exisitiert nicht, so dass man sich jetzt in Skippen und Spulen üben kann. Das Bonusmaterial selbst ist nett arrangiert und bietet einen hohen Informationsgehalt an. In "Du kommst mir bekannt vor" wird das "Performance-Capture"-Verfahren erläutert und durch vergleichende Splitscreens eindrucksvoll bebildert. Tom Hanks, der einen Großteil der Rollen verkörperte, wird, mit am ganzen Körper mit Sensoren ausgestattet, bei der Arbeit im kahlen Studio beobachtet. In Interviews und Kommentaren kommt man der gesamten, sympathischen Filmcrew nahe. Dabei wurde erfreulicherweise durchgängig darauf geachtet, dass auch das Bonusmaterial kindgerecht bleibt. So erfährt man in "Triff die Schnee-Engel", was für die Mitwirkenden des Filmes das Schönste an Weihnachten ist und was die tollsten Geschenke waren, die sie bisher bekamen. Für die Kids gibts außerdem ein Spiel und Musik, für technisch Versierte werden die diffizilen Arbeitsschritte der virtuellen Technik erläutert und aufschlussreiche Vorstufen wie die "Michelin-Männchen-Phase" der Figuren bebildert. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Die Hauptfigur ist ein Junge ohne Namen, der in den Credits als 'Hero Boy' bezeichnet wird. Er ist in einem Alter, in dem er an der Existenz des Weihnachtsmanns zu zweifeln beginnt. Zu seinem großen Erstaunen hält in der Weihnachtsnacht ein mysteriöser Zug direkt vor seinem Haus und der sympathische Schaffner lädt ihn zum Einsteigen ein. Der Wagon ist bereits voll mit anderen Kindern in ihren Schlafanzügen, die gespannt der Reise zum Nordpol entgegensehen, wo man Santa Claus und seine Elfen besuchen will. Bis sie alle schließlich wieder zu Hause abgesetzt werden, erleben die Kids eine Reihe von Abenteuern, die Achterbahnfahrten, einen spannenden Wettlauf des auf einem gefroren See entgleisten Zuges gegen das einbrechende Eis, eine erschreckende Begegnung mit lebendigen Puppen, eine Riesenfeier auf dem Nordpolstadtplatz und Bekanntschaft mit dem Weihnachtsmann höchstpersönlich umfassen. Und während Hero Boy wieder an den Weihnachtsmann glaubt und seine kindliche Unschuld bewahrt, erkennen Hero Girl ihr Führungstalent und der Naseweis, dass er noch viel zu lernen hat.
Die Story adaptierte Zemeckis in Zusammenarbeit mit William Broyles Jr. ('Cast Away - Verschollen') nach einer 32-seitigen illustrierten Weihnachtsgeschichte des populären Kinderbuchautoren Von Allsburg ('Jumanji'). Folglich verfügten sie über einigen Spielraum, die etwas dünne Vorlage mit aufregend-actionreichem Material für die Generation der Gegenwart aufzupolstern. Obwohl der glänzende Zauber der Ölbild-Vorlage perfekt getroffen wurde, kommt bei all dem von Alan Silvestris omnipräsenten Orchesterscore untermalten Trubel der eigentliche Zauber der Weihnachtszeit zu kurz. Was auch daran liegen mag, dass die Kinder, die allesamt von erwachsenen Schauspielern dargestellt wurden, hier vornehmlich unterwürfig sein müssen: Wirklichen Spaß an ihrem Abenteuer scheinen sie - anders als die Kinder in der unmittelbaren Konkurrenz 'Die Unglaublichen' - jedenfalls nie zu haben. So sind es vor allem die Naturaufnahmen, insbesondere eine majestätische Sequenz mit der durch die Winterwildnis fliegenden Fahrkarte und malerisch schöne Nordlichter, die beeindrucken und in denen der 'Polarexpress' wirklich volle Fahrt aufnimmt. Beeindruckend ist gewiss auch die Leistung von Tom Hanks, den man in insgesamt fünf Rollen erleben darf: als Hero Boy, Schaffner, von Woody Guthrie inspirierter blinder Passagier, der ein magisches Geheimnis hat, Vater und schließlich sogar Weihnachtsmann.
Ein allamerikanischer Beitrag zum Weihnachtsfest wird geboten, in dem Jungen in den Stars and Stripes schlafen und zum Schluss Aerosmith inmitten der Elben den Xmas-Rock'n'Roll anstimmen. Verpackung und Umsetzung stimmen, einzig nach einer wärmenden Seele sucht man vergebens im kunterbunten Treiben, das nur dem vertraut, was man sieht, und sich dem Motto des Films kaum zu seinem etwas kalten Herzen nimmt: 'Manchmal sind die Dinge, die wir nicht sehen, am echtesten.' ara.