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Produktinformation
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Das Buch besteht aus zwei Teilen: Im ersten Teil des Romans schildert Hoeg die wohl autobiographisch geprägten Ereignisse in einem Internat aus der Sicht eines schwer erziehbaren Jungen. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft dreier Kinder, die so etwas wie eine Familie bilden. Katharina (16) und Peter (14) nehmen sich des kleinen August an, der wie viele Kinder dieses Internats immer wieder im Mittelpunkt unmotivierter Selbstzerstörung und Aggression steht. Im zweiten Teil reflektiert der Erzähler über die Ereignisse, wobei er dieses Schreiben als Experiment bezeichnet; sein Schreibzimmer ist das Labor, in dem diese Verhältnisse erforscht werden.
Dem Erzähler wird klar, "dass die ganze Schule ein Mechanismus zur Beseitigung des Zweifels war". Die Abschaffung des Dunkels ist dann erfolgreich, wenn es gelingt, das sogenannte Dunkle, das nichts weiter ist als das Andere, auszulöschen oder unter die eigenen subjektiven Wertvorstellungen zu zwingen.
Hoegs Roman ist also letztendlich ein Plädoyer für Toleranz und Vielfalt der Wahrnehmungen. Die Absurdität des Plans zur Abschaffung des Dunkels zeigt sich nicht zuletzt in der Form des Erzählens. Das Erzählen ist gerade durch jene Dunkelheit und Kälte gekennzeichnet, deren Abschaffung eben jener Erziehungsplan bewerkstelligen wollte. Es ist jene Dunkelheit am unteren Ende der Traurigkeit, wenn Einsamkeit und Kälte kein Maß mehr kennen: Im gesamten Buch findet sich nicht ein Satz, der mit Freude, Harmonie, Gefühlen oder Freiheit in Verbindung zu bringen wäre.
Im Roman Der Plan von der Abschaffung des Dunkels spielt Hoeg einmal mehr perfekt auf der Klaviatur der Dunkelheit, einer Dunkelheit, die auf radikale Weise als Ergebnis einer sogenannten Unterordnung unter eine subjektiv gesetzte Norm verstanden wird, die Bösartigkeit als fehlende Kongruenz mit dieser Norm versteht, und damit als das entlarvt wird, was es eigentlich bekämpfen wollte. --Christoph Steven
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Selten höre ich in meinem Umkreis Menschen über Bücher philosophieren und so beschloß ich, diesen Roman "vorzuziehen". Es hat sich gelohnt, und das sogar in mehrfacher Hinsicht. Denn eigentlich reicht der Stoff von Stil und Inhalt her locker für 3 Bücher. Zum einen ist da die Schilderung des Autors über das Schulsystem, in dem er aufwuchs: Grausam und unmenschlich. Hoeg formuliert das irgendwie düster und lakonisch, so wie ein Reporter, der das ganze eigentlich nur als Beobachter erlebt hat. Vielleicht typisch skandinavisch. Und mich machte die Beschreibung des Bildungssytems betroffen.
Immer wieder geschickt in das vermutlich reale Geschehen eingebunden sind äußerst interessante und philosophische Betrachtungen über die Zeit. Einmal im Kontext des "Plans" und dann allgemeiner gefaßt. So viele Variationen zum Thema Zeit habe ich zuletzt in Alan Lightmans "Und immer wieder die Zeit"
gelesen. Peter Hoegs Gedanken zu diesen Thema lassen in der Tat einen Philosophen vermuten und hätten ein eigenes Buch verdient.
Der dritte Teil des Buches trägt dann eindeutig autobiographische Züge. Ich gebe zu das ich erst dort vollständig verstanden habe, das es sich um die reale Geschichte des Autors handelt. Ich kann abschließend nur sagen, das die lobenden Worte mehr als angebracht waren auch wenn es sich sicherlich nicht um einen einfachen Roman handelt und mir (noch) die Vergleiche zu anderen Werken von Peter Hoeg fehlen. Mich hat er beeindruckt und ich werde diese Buch weiterempfehlen.
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