Aus der Amazon.de-Redaktion
Szpilman kann es nicht verhindern, daß seine Eltern und Geschwister in den Zug nach Treblinka steigen. Fortan fristet er sein Dasein zwischen Resignation und reinem Selbsterhaltungstrieb, gequält von Hunger, Kälte und schwerster Arbeit. Er schmuggelt heimlich Munition, um den aufkeimenden jüdischen Widerstand zu unterstützen. Schließlich gelingt ihm die Flucht. Freunde verstecken ihn, riskieren selbst die Todesstrafe. Einsame Jahre zermürbender Verborgenheit folgen. Oft droht er, entdeckt zu werden, droht der seidene Faden, an dem sein Leben hängt, zu reißen. Hinzu kommen Selbstmordgedanken. Gegen Ende des Krieges sind Szpilmans Kräfte nahezu erschöpft. Da findet ihn der deutsche Hauptmann Wilm Hosenfeld. Wird er ihn töten, kurz vor dem erlösenden Ziel? Wider Erwarten hilft der deutsche Hauptmann dem fremden Juden, versorgt ihn mit dem Nötigsten, stärkt ihn für die letzte Etappe seiner Odyssee.
Szpilmans Schilderungen werden von wenigen, jedoch sehr aussagekräftigen Auszügen aus Hosenfelds Tagebuch ergänzt. Sie zeigen einen warmherzigen Deutschen, der innerlich am grausamen Vorgehen seiner Landsleute zerbricht. Hosenfeld bewahrte viele Juden vor der Ermordung. Er selbst starb in einem Gefangenenlager in Stalingrad.
Dieses Buch ist ein bewegendes Zeitzeugnis. Unmittelbarkeit atmet aus jeder Zeile und zieht den Leser in seinen schaurigen Bann. Wolf Bierman fügte einen aus Anmerkungen bestehenden Essay an, den er selbst als Brücke zwischen Szpilman und Hosenfeld versteht. Bedarf es einer solchen Brücke, erschließt sie sich dem Leser nicht von selbst? Biermanns rückblickende Einschätzungen bilden einen starken Kontrast zu jener Atmosphäre, jener Authentizität, der dieses Buch seinen unvergleichlichen Charakter verdankt. Fazit: sehr bewegend. --Larissa Carina Seelbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Bereits nach der Lektüre des ersten Kapitels wußte ich, daß "Der Pianist" mein nächster Film wird." Roman Polanski
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
"Szpilman berichtet in einem eher kühlen Stil, versetzt mit Sarkasmen und sanfter Ironie..."
- Der Spiegel
"Dieses Buch ist ein wichtiges Zeugnis... Es lehrt ein doppeltes Schaudern, weil es weder der Wahrheit noch der Wirklichkeit ausweicht..."
- Die Welt
"Als eines der wichtigsten Bücher der Holocaust-Literatur hat der Schriftsteller Wolf Biermann die Überlebenskronik des polnischen Musikers Wladyslaw Szpilman gewürdigt."
- Deutsche Presse Agentur
"Dieses Buch erzählt von wahren Begebenheiten, enthält jedoch mehr Außergewöhnliches und Sensationelles als viele Romane."
- Andrzej Szczypiorski
"Ein Mensch, der in die Höllen des Holocaust geriet und dennoch dieses menschgemachte Inferno überlebte, muß ja ein Wunder auf zwei Beinen sein. Aber nicht jeder kann es so tief und wahr, so todtraurig und so selbstironisch erzählen wie dieser Pianist und Komponist, also dieser jüdische Spielmann mit dem polnischen Namen Wladyslaw Szpilman"
- Wolf Biermann
Die Sprache ist fast kühl, der Ton zurückhaltend. Es ist eben dieser schonungslose Realismus, der Szpilmans Aufzeichnungen so anrührend macht.
- Hamburger Abendblatt
Alles ist mit einer eindeutigen Klarheit erzählt, so daß die Geschichte, in einer Mischung aus Entzetzen, Angst, Verzweiflung, Zorn und Schuld, sich im Bauch des Lesers ansiedelt und ihn beinahe sanft im Griff behält.
- The Spectator
In einer Zeit, in der Abenteuergeschichten unter dem Begriff des Actionfilms aus Hollywood subsumiert werden, in der endlose Szenen mit Verfolgungsjagden und Explosionen als der Höhepunkt der Spannung gelten, ist es eine Erleichterung, dieses Buch zu lesen
- Literary Review - London
Man kann aus diesem kurzen Bericht vom Überleben eines Mannes in den Kriegsjahren im verwüsteten Warschau mehr über die Natur des Menschen lernen als aus zahlreichen Geschichtsbüchern.
- Independent on Sunday
ein emotional erschütterndes, überzeugendes Buch .
- Jewish Chronicle
Wladyslaw Szpilmans Bericht vom Leben in Warschau während der Nazi-Okkupation und vom Warschauer Ghetto hat eine einmalige Lebendigkeit.
- The Observer
... eindrucksvolle Aufzeichnungen...
- The Times -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.