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Der Philosoph und der Wolf: Was ein wildes Tier uns lehrt
 
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Der Philosoph und der Wolf: Was ein wildes Tier uns lehrt [Taschenbuch]

Mark Rowlands , Bernd Rullkötter
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 4 (September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492258654
  • ISBN-13: 978-3492258654
  • Originaltitel: The Philosopher and the Wolf: Lessons from the Wild on Love, Death and Happiness
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.146 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein komisches und inspirierendes Buch, man kann es nicht aus der Hand legen.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung • »Tiefsinnige Studie über das Wesen des Wolfs.« Der Spiegel

Kurzbeschreibung

Als Mark Rowlands die Anzeige "Wolfswelpen zu verkaufen" sah, zögerte er keinen Moment. Zwei Stunden später nahm er den kleinen Wolf Brenin mit nach Hause. Eine faszinierende Freundschaft begann. Das Zusammenleben mit dem Wolf brachte Rowlands dazu, seine Haltung zu den fundamentalsten Fragen der menschlichen Existenz zu überdenken: Liebe, Freundschaft, Tod, Natur und Zivilisation bekamen eine völlig neue Bedeutung. Dieses Buch erzählt von der intensiven Beziehung zwischen dem menschenscheuen Philosophieprofessor und seinem wilden Begleiter. Worin unterscheidet sich die Welt der Tiere und die der Menschen wirklich? Vor allem aber: Was können wir von einem Wolf über das Leben lernen?


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Kundenrezensionen

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mark Rowlands war gerade 24, als er seine erste Stelle als Philisophieprofessor in Alabama antrat. Von Grund auf neugierig und Hunden zugetan wird er auf eine Zeitungsannonce aufmerksam, die 96%ige Wolfswelpen verspricht. Er schafft sich einen Wolf an, nicht als Haustier, sondern, wie er es bezeichnet, als Gefährten, Bruder. Brenin, so nennt er das Tier, zerlegt freilich gleich die Hauseinrichtung. Rowlands gelingt es durch eine raffinierte Anordnung von Stöcken und einem daran gebundenen Seil, Brenin davon zu überzeugen, dass die Welt so beschaffen sei, dass Brenin immer an seiner Seite bleiben müsee. Fortan kann Brenin nicht länger als ein paar Minuten von Rowlands getrennt bleiben, begleitet ihn in Vorlesungen und auf Saufpartys. Beide verbringen elf Jahre miteinander, in denen sie auch in Irland, London und Frankreich leben. Später ergänzen eine Schäferhündinmischung und eine Tochter Brenins "das Rudel".

In den ersten sieben Jahren ist Rowlands durch die täglichen Ausläufe mit Brenin und die Partys am Wochenende beruflich so unproduktiv, dass er danach froh ist, dass ihn überhaupt noch eine andere Universität anstellt. Doch Brenin inspiriert ihn in der Folge zu einigen Büchern und wissenschaftlichen Aufsätzen u.a über das Wesen von Tier und Mensch und die Ethik des Umgangs mit Tieren. Er greift Gedanken von Epikur, Wittgenstein, Nietzsche und anderen auf und entwickelt sie anhanddessen, was er phänomenologisch von Brenin lernt, weiter. So macht ein Wolf ihn zum gefragten Philosophen.

Zu Beginn ist die Mischung aus Persönlichem und Philosophischen gewöhnungsbedürftig, weil man mitunter den Verdacht hat, dass hier, wie bei vielen Tierliebhabern, das Tier zu Lasten des Menschen glorifiziert wird. Aber "Der Philosoph und der Wolf" entwickelt spätestens dann einen Sog, wenn Rowlands seine eigene Unzulänglichkeit im Umgang mit Menschen, die dem Zusammenleben mit dem Wolf zugrundeliegt und die er selbst als "Misanthropie" bezeichnet, kurz sein eigenes "Wolfsein" thematisiert. Er ringt um die Frage, was Affen (zu denen er auch den Menschen zählt) von Wölfen unterscheide und kommt auf die interessante These, dass nur Affen zu wahrhafter Boshaftigkeit in Form von Intrigen imstande seien. Dabei lässt er beim Vergleich der Intelligenz außer acht, dass Affen greifen und daher Werkzeuge benutzen können, was ihnen viele Möglichkeiten eröffnet und auch das Gehirn weiterentwickelt haben dürfte. Doch was er im vorletzten Teil über Leben, Tod, Glück und die Wahrnehmung von Zeit im Unterschied zwischen Mensch und Tier sagt, ist streckenweise brilliant. Auch hinterfragt er sein eigenes Handeln ausgiebig und ringt dabei immer um Wahrhaftigkeit. Ansonsten gibt es viele anrührende, komische, selbstironische und im Laufe des Buches immer schöner erzählte Anekdoten.

Auch wenn manchmal der Pathos die Oberhand gewinnt und die Gedanken ein bis zweimal ins Esoterische abgleiten, gehört "Der Philosoph und der Wolf" sicher zu den Büchern, bei denen etwas Wesentliches hängen bleibt.
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachdenken gefragt! 10. Mai 2009
Von Labrador
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht ohne Grund hat der Autor das Buch Der Philosoph und der Wolf genannt und nicht der Wolf und der Philosoph. Dies ist kein Buch für Hundeliebhaber zum romantischen Träumen, wie es so viele gibt. Solche Leser werden enttäuscht sein. Hier steht die Beschäftigung mit philosophischen Fragen klar im Vordergrund nicht die Analyse von Wolfsverhalten. Es ist keine Erziehungshilfe für Hunde!
Für philosophisch leicht vorgebildete Leser ein sehr lesenswertes Buch. Der Autor reflektiert Denkanstöße die ihm das Verhaltens seines als Haustier gehaltenen Wolfes gab. Vor diesem Hintergrund erscheinen die großen Lebensfragen in einem neuen Licht.
Kein Lehrbuch der Philosophie sondern die Weiterentwicklung der philosophischen Fragen wird hier geboten. Ich habe die rund 280 Seiten viel zu schnell gelesen, d.h. ich werde das Buch jetzt ein zweites mal Lesen und dann über alles noch einmal nachdenken.
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105 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von E. Radinger TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Meine Aufgabe ist die des Teufels Advokat. Ich beschreibe, was ich aus "wolfstechnischer" Sicht empfinde, wenn ich das Buch lese. Und hier kann ich nur ein Zitat des Autors von Seite 75 abwandeln: "Ludwig Wittgenstein schrieb einmal, wenn ein Löwe sprechen könnte, wären wir nicht fähig, ihn zu verstehen. Es steht fest, dass Wittgenstein ein Genie war, aber seien wir ehrlich: Er wusste nicht viel über Löwen." Ich kann den Text nur umwandeln in: "Mark Rowlands mag ein philosophisches Genie sein. Aber seien wir ehrlich: Er weiß gar nichts von Wölfen!"
Da haben wir einen jungen Philosophieprofessor, der gerne auf Partys geht und dabei auch öfter mal einen zu viel trinkt. Er kauft sich illegal einen sechs (!) Wochen alten Wolfswelpen. Übrigens ist das Tier, das neben Rowlands auf allen Pressefotos zu sehen ist, ganz sicher kein reiner Wolf sondern eher ein Wolf-Malamute-Mischling.
Dann geht es los. Rowlands beginnt mit seinen "Trainingsmethoden", die er sich von William Koehler angelesen hat, einem äußerst umstrittenen Hundetrainer. Zu dessen Methoden gehören (neben Schlagen mit Gummischlingen und Aufhängen) Praktiken, die als Foltermethoden bei Gefangenen in Abu Ghraib angewandt wurden, wie das "Waterboarding". Bei Hunden, die gerne graben, bedeutet dies, die Grablöcher mit Wasser zu füllen und den Kopf des Hundes bis kurz vor dem Ertrinken hineinzudrücken, das alles fünf (!) Tage lang. Zwar lehnt Rowlands diese spezifische Methode ab, folgt jedoch ansonsten überwiegend den Empfehlungen Koehlers, um den Wolf "zu einem Verhalten zu zwingen". Hierzu gehören die Arbeit mit einem Würgehalsband, das Knie-in-die-Rippen-stoßen und das Treten auf die Pfoten des Tieres (S. 46/47). Es fällt schwer, diese drastischen Beschreibungen zu ertragen, besonders wenn man um die Sensibilität der Tiere (Wolf/Wolfmischling) weiß. Aber Rowlands weiß in Sachen Wolf sowieso alles besser. Um herauszufinden, welche Gefühle ein Wolf bei der Jagd empfindet, lässt er ihn auch jagen (S. 183), ein völlig verantwortungsloses Unterfangen.
Offensichtlich hat er bei seinem Wolfswissen noch nicht einmal die wichtigsten Hausaufgaben gemacht - oder die falschen Bücher gelesen. Denn es kommen Sätze wie: "Gewöhnlich ist es lediglich das Alphaweibchen eines Rudels, das fortpflanzungsfähig ist" (S. 93), eine Aussage, die schon lange widerlegt ist.
Auf S. 26/27 liest man: "... in den Sümpfen von Louisiana und Osttexas gibt es ein paar Mähnenwölfe ..." Das ist schlichtweg falsch! Mähnenwölfe gibt es in nur Südamerika. Vielmehr handelt es sich bei der Wolfsart im Südosten der USA um "Rotwölfe".
Vielleicht hat hier aber auch der Übersetzer nicht sorgfältig genug gearbeitet. Denn auch der amerikanische Begriff "Coyote" bleibt als solcher stehen, statt korrekt mit "Kojote" übersetzt zu werden.
Zugute halten muss ich dem Autor, dass er trotz aller Widrigkeiten des gemeinsamen Lebens mit Brenin (u.a. Zerstörung von Wohnung, Haus, Auto und anderen Tieren) sich ganz auf den Wolf einlässt und mit einem leidenschaftlichen Einsatz für das Tier da ist, besonders als es dem Ende zugeht. Hier fühlt sich der wolfsversierte Leser endlich wieder versöhnt.
Als Herausgeberin und Chefredakteurin einer Fachzeitschrift für Wölfe hinterlässt das Buch bei mir einen schalen Nachgeschmack. Ich befürchte, dass sich mancher von der Lektüre derart faszinieren lässt, dass er sich ebenfalls einen Wolf anschaffen möchte. Darum lege ich allen Lesern ein Zitat (S. 25) des Autors ans Herz, das ich nur voll unterstreichen kann: "Wenn Sie also planen, sich einen Wolf - oder auch nur einen Wolfshundmischling - zuzulegen, lautet mein erster Rat: Lassen Sie es! Denken Sie nicht einmal dran."
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Vor 18 Monaten von Naturpädagoge veröffentlicht
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Vor 19 Monaten von dork71 veröffentlicht
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