"Der Pfad des Mörders" (Ullstein 26678 - "Mindfulness and Murder", 2003) von Nick Wilgus, einem in Thailand lebenden Journalisten, dreht sich um den Mord an dem Schüler Noi in einem Kloster in der Bangkok. Dieser besucht dort eine Schule für sozial schwierige Fälle, wobei diese Institution des Klosters interessanterweise von einem Polizeigeneral gesponsert wird. Da die überlastete Polizei Bangkoks einem derartigen Fall nur geringe Bedeutung beimißt, ersucht Inspector Somchai vom naheliegenden Polizeikommissariat den im Kloster lebenden Mönch Ananda, einem ehem. Polizeioffizier, der sich nach einem schweren Schicksalschlag vor Jahren ins Kloster zurückgezogen hat, in diesem Fall weiter zu ermitteln und stellt ihm eine gewisse Unterstützung in Aussicht. Womit Ananda dann konfrontiert wird, ist nicht ohne: der Mönch (?)/Nicht-Mönch (?) Banditto verschwindet, wird des Mordes am Schüler Noi verdächtigt, taucht dann tot auf, auf dem Klostergelände werden Drogen gefunden, Mönche stellen sich als Nicht-Mönche heraus, das Kloster scheint eine Kette im Drogenhandel zu sein. Doch hängen die Morde am Schüler Noi und am Mönch (?)/Nicht-Mönch (?) Banditto am Drogenhandel oder haben sie andere Gründe. Schritt für Schritt nähert sich Ananda der Lösung des Falles. Ein nicht unbedingt spannender, einfach gestrickter, aber durch die Umgebung - ein buddhistisches Kloster - nichtsdestoweniger interessanter Kriminalroman.