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Der Peloponnesische Krieg: Vollständige Ausgabe [Kindle Edition]

Thukydides , August Horneffer , Hermann Strasburger , Gisela Strasburger
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Geschichte des Peloponnesischen Krieges sollte nicht nur die tatsächlichen Ereignisse schildern, sondern auch die anthropologischen Fundamente dieser Auseinandersetzung freilegen.
Zur Klärung der Vorgeschichte und der Ursachen des Krieges blickte Thukydides weit in die altgriechische Geschichte zurück, um daran die chronologische Darstellung des Krieges bis zum Jahr 411 v. Chr. anzuschließen.
Die sachliche Schilderung basiert auf Namen, Zahlen und ihrer chronologischen Anordnung. Thukydides zog auch archäologische Funde, Urkunden u.a. Quellen mit heran. Erstmals zeigte sich ein Geschichtsschreiber um Objektivität und Faktengenauigkeit bemüht, während er unbelegbare Traditionen, Legenden und Mythen aus seiner Erzählung ausklammerte.

Klappentext

„Die Tatsachen dagegen von dem, was im Lauf des Krieges vor sich ging, glaubte ich nicht nach Auskünften zufälliger Gewährsmänner, auch nicht nach eigenem Ermessen schildern zu dürfen, sondern indem ich alles, was ich teils selbst miterlebte, teils von anderen erfuhr, mit möglichster Genauigkeit im Einzelnen nachgeprüft habe. (…), aber wenn diejenigen, die das Vergangene genau erkennen wollen und das Zukünftige, wie es wohl gemäß der menschlichen Natur so oder ähnlich sich wiederholen wird, mein Werk nützlich finden, so wird das genügen. Als einen Besitz von dauerndem Wert, nicht für den Augenblickssieg in einem Vortragswettkampf habe ich es geschrieben.“ (1,22)

Damit hat Thukydides das Credo seiner "Geschichte des Peloponnesischen Krieges" bereits genauestens umrissen: zu schildern, was „tatsächlich geschah“, und zugleich Ursachenforschung zu betreiben. Neben der Faktenchronik, die von der altgriechischen Antike bis zum Jahr 411 v. Chr. reicht, gelang ihm eine geschichtsphilosophische Reflexion, die in ihren wesentlichen Zügen noch in die heutige Zeit gespiegelt werden kann. Denn in der menschlichen Natur und den politischen Gesetzmäßigkeiten gründen die Mechanismen des Krieges – damals wie heute – und der Zweifel des Thukydides an der sittlichen Entwicklungsfähigkeit des Menschen ist noch immer nicht ausgeräumt.


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Kundenrezensionen

3.5 von 5 Sternen
3.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Etikettenschwindel 24. November 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Liebe Leute von Amazon und andere,

die Ausgabe vom Marixverlag ist nicht identisch mit der vielgerühmten Übersetzung von Vretska/Rinner bei Reclam, zu der die 8 Rezensionen gehören.
Selbst auf seiner eigenen Webseite verbrgt der Marixverlag die Tasache, dass sein Übersetzer Horneffer ist-
Schleunigst entflechten - wäre beinahe selber darauf hereingefallen.
HÖCHST ÄRGERLICH!!!
Dr Th H
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Analytiker der historischen Verstrickung 9. Dezember 2011
Format:Gebundene Ausgabe
In angelsächsischen Ländern gehört Thukydides zum Kanon der liberalen Bildung, eine Pflichtlektüre in vielen Studiengängen. In Deutschland, einst das Mutterland der Antikenbegeisterung, fristet er dagegen seit langem ein Schattendasein. Das ist schade, denn es gibt bis heute kaum einen besseren Lehrmeister, wenn es darum geht, die globalen Wirkkräfte unserer chaotischen Welt zu verstehen. Gilt Herodot als "Vater der Geschichte", so muss man Thukydides gleich eine ganze Reihe von Ehrentiteln zugestehen, ganz sicher als Vater der wissenschaftlichen Geschichtsforschung und Begründer der kritischen Politikwissenschaft. Thomas Hobbes nannte ihn deshalb den "politischsten Historiker, der je geschrieben hat".

Das Problem bei Thukydides ist indes seine extreme Verdichtung, die in Verbindung mit dem komplexen Kriegsgeschehen die Lektüre zu keiner ganz einfachen Übung macht. Schon Cicero kritisierte die Komprimierung und Komplexität seines Buchs, indem er behauptete, es enthalte fast genauso viele Gedanken wie Wörter. Aus diesem Grund braucht der Anfänger eine Anleitung, um sich auf das Werk einzulassen. Empfehlenswert ist etwa zunächst eine Konzentration auf die signifikantesten Passagen, etwa die Pathologie (der Sittenverfall im Krieg III, 82), den Melier-Dialog (ab V, 84) und die Sizilische Expedition (die Bücher VI und VII). In diesen Teilen des Gesamtwerks wird der Leser bald merken, dass Thukydides nicht nur ein scharfer Denker, sondern auch ein großer mitfühlender Dramatiker war. So gibt es in der Weltliteratur keinen tiefschürfenderen Text zur Philosophie der Macht als den Dialog der Athener mit den von ihnen belagerten Bewohnern der Insel Melos.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgabe leider mit Editionsfehler 9. Oktober 2011
Von suchwurm
Format:Gebundene Ausgabe
Zur Thukydides muss nichts Neues mehr gesagt werden. Leider ist dem Verlag ein lästiger Fehler unterlaufen: So stimmt die Fußnoten Nummer im Text nicht mit der entsprechenden Nummer überein. Deshalb ist man leider immer gezwungen, Fußnotennummer im Text -1 = zu lesende Fußnote zu rechnen. An sich kein Problem, aber ärgerlich, wenn die entsprechende Fußnote sich dann eine Seitenzahl x woanders befindet.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Maret
Format:Gebundene Ausgabe
Bei der hier vorliegenden Ausgabe handelt es sich um die beste Übersetzung von Thukydides` Geschichtswerk, die derzeit in Deutschland erhältlich ist. Auch (meine) Geschichtsprofessoren empfehlen sie wärmstens. Die Übersetzung beinhaltet alle 7 Bücher des Thukydides.
Über den historischen Wert dieser Schrift gibt der Verfasser Thukydides, der von ca. 460 bis 400 v. Chr. lebte, selbst Auskunft: Im 22. Kapitel des ersten Buches weist Thukydides explizit darauf hin, dass er nicht alle Reden, die er wiedergibt, selber gehört hat und das er sich darauf beschränkt, jedweden das sagen zu lassen, was seiner Meinung nach der Sache angemessen ist. Er verspricht jedoch, sich um Originaltreue zu bemühen.
Somit lässt sich festhalten, dass Thukydides den Inhalt der von ihm wiedergegebenen Reden nach seiner Auffassung und unter dem Eindruck der Niederlage Athens formuliert und interpretiert hat. Dennoch gilt Thukydides heute als der Vater der Geschichtsschreibung und als unser „Kronzeuge" für den Peloponnesischen Krieg. Thukydides erlaubt uns einen Einblick in die Denkweise der Athener und der Spartaner und gibt Auskunft über Konflikte und Schlachten, über Siege und Niederlagen.
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