Unglaublich, aber wahr! Bruno Bleckmanns Darstellung "Der Peloponnesische Krieg" ist die erste wirkliche Einführung in die Geschichte dieses "antiken Weltkrieges". Bislang musste sich der interessierte Leser die entsprechenden Stellen aus den einschlägigen Handbüchern über die Antike heraussuchen oder sich gleich an den Bericht des Zeitzeugens und Historikers Thukydides wenden. Nun endlich gibt es einen knappen Überblick über den poloponnesischen Krieg in Buchform.
Der Autor legt seinem Buch den Bericht von Thukydides zu Grunde, der nach einhelliger Meinung die Geschichtswissenschaft begründete. Im ersten Kapitel behandelt Bleckmann die Ursachen des Krieges, also die Entstehung des Dualismus Athen-Sparta. Im Anschluss wird die erste Phase des Krieges, der archidamische Krieg (431-421), bis zum Abschluss des Nikias-Friedens behandelt. Im nächsten Abschnitt analysiert Bleckmann die Zeit des brüchigen Friedens bis hin zur für Athen katastrophal verlaufenden Expedition nach Sizilien (421-413) um abschließend die letzte Phase der Auseinandersetzung, den dekleischen Krieg (413-404), unter die Lupe zu nehmen.
Bleckmann konzentriert sich voll und ganz auf die militärische und politische Geschichte des peloponnesischen Krieges. gesellschaftliche, kulturelle oder philosophische Aspekte spielen kaum eine Rolle. Dies ist von einer Einführung, die mit nur knapp 100 Seiten auskommen muss, aber auch nicht zu erwarten. Die Darstellung dürfte sich zu einem Standardwerk entwickeln und allen denen, die einen ersten Einstieg in die Materie suchen, eine große Hilfe sein.