Nach den ersten beiden Teilen dauerte es 16 Jahre, bis der letzte Teil in die Kinos kam. Francis Ford Coppola wollte nie einen dritten Teil drehen, aber sah sich später aufgrund finanzieller Probleme dazu genötigt. Das ist eigentlich keine gute Voraussetzung für die Fortsetzung einer erfolgreichen Filmreihe, doch gelingt der abschließende dritte Teil der Paten-Trilogie dennoch.
Einige Abstriche und Logiklücken muss man im Film durchaus hinnehmen, doch sehe ich den Film gern als abschließendes Stück in der Vita von Michael Corleone. Denn der alternde Michael versucht nun wirklich, seine Familie aus den Mafia-Geschäften zu entfernen, doch wird immer wieder zurückgeschlagen bei diesem Vorhaben. Doch leider wirken diese Versuche im großen Kontext sehr flach und gekünstelt. Dem Film fehlt es an der Glaubwürdigkeit, die seine Vorgänger so erfolgreich machte. Zudem mussten viele Rollen neu besetzt werden, weil manche der alten Darsteller bereits verstorben waren. So haben wir u.a. auf einmal den Sohn Tom Hagens, der nun der neue Conciliere der Familie ist, weil sein alter Herr in der Zwischenzeit verstorben ist.
Interessant ist das Thema der Wahl Papst Johannes Paul I. und dessen mysteriösen Tod kurz darauf. Historisch gesehen ist der Film damit korrekt, auch wenn sich einige Details und Kleinigkeiten so nicht ereigneten. Das ist jedoch vernachlässigbar, erhebt der Pate ja keinen Anspruch auf historische Korrektheit.
Doch eines gelingt dem dritten Teil des Paten nicht: Ein würdiges Ende finden. Das Attentat auf Michael, dem seine Tochter erlag, wirkt auf mich übertrieben theatralisch (zumal nach einer italienischen Oper mit einem ähnlichen Thema) und Michaels schlussendlicher Tod wird fast wie im Nachspann abgehandelt. Der gebrechliche und ergraute Mann sitzt einsam auf einer sizilianischen Terrasse und stirbt einfach, fällt zu Boden und wird von einem Hund neugierig beschnuppert. Das passt einfach nicht.