Viele Freunde des guten Kinos und insbesondere die Amerikaner haben diesen Film an sich vorüberziehen lassen, ohne je seine wahre Größe ermessen zu können!.
Francis Ford Coppola hat mit dem 3. Teil von "Godfather" seinen Epos bestens abgeschlossen. Micheal Corleone hat am Ende seinen Frieden gefunden, denn er war eigentlich doch nur auf der Suche nach Liebe und Anerkennung.
Im 3. Teil ist das Imperium des Paten zu einem weltweit agierender Konzern herangewachsen. Seine Puppen versucht der "edle" Pate nun auch im Vatikan zum Spielen und Tanzen zu bringen. Die Beträge mit denen der feine Pate nun chongliert, sind nun Milliarden von Dollars. Mit einer großherzigen Spende versucht er sich von dem Übel seiner unzähligen verordneten Morde sauber zu waschen, doch die Kleriker sind noch "übler" und gerissener als der "gutherzige" Mafiosi. Sie unterschlagen ihm sein Geld. Das Machtgefüge hinter den Mauern des Petersdom sind ihm eine Nummer zu groß. Dahinter steckt eine "Großloge", die der eigentliche Puppenspieler ist, gefährlicher als die tödlichste Giftschlange. Ein guter alter Freund seines Vaters Vito bringt Michael zusammen mit dem gutherzigen und mit besten Absichten bestückten süditalienischen Kardinal. Er nimmt ihm seine Beichte ab und wird bald darauf durch Fügung des Schicksals zum neuen Papst gekrönt.
Wohlwissend durch M. Corleone, dass die Vatikanbank "Ambrosia" eine Waschanlage der wahren Mafiosis (die ital. Groß-Logen) ist, möchte er in seinen Reihen aufräumen. Michael Corleone entgeht nur durch großes Glück einem 2. Mordanschlag und er versucht dem Papst das Leben zu retten, er ahnt, es ist zu spät.
Wieder spielt auf mehreren Ebenen, grandios geleitet durch Coppola der Film mit der Wachheit des Zuschauers.
Während Michaels Sohn seine 1. große Opernaufführung als Sänger hat (in einem Stück, das die Wurzeln der sizilianischen Gewalt zeigt, läßt Michael C. das letzte Mal "seine Puppen" mit seinen "weitreichenden Fingern" tanzen, und er rächt sich an all denen, die ihn so hinterlistig aus dem Wege räumen wollten.
Dass ich hier eine gewisse Genugtuung verspürte, hat mich doch ein wenig erschreckt, denn nur Liebe und Frieden kann wahrlich das Übel dieser Welt ausmerzen und den Stachel der Gewalt für alle Zeiten herausziehen und zum Heilen aller tiefen Wunden führen.
Wohlwissend, das die Gegenseite auch zuschlagen will, ist er gewappnet, doch der übelste Killer von ganz Sizilien kommt mit seinem Sohn dem Corleone- Clan sehr nahe. All seine Schutzmaßnahmen misslingen. Beim verlassen der Oper geschieht es: Seine geliebte Tochter wird tödlich getroffen und sinkt in die Arme ihres Vaters. Was für eine Dramatik, der "Shakespiere der Moderne", Mario Pruzo läßt grüßen.
Mich hat trotz der schwachen schauspielerischen Leistung von Coppalas Tochter der 3 Teil am tiefsten bewegt, besonders und gerade wegen des guten Drehbuchs und wiederum durch die beste musikalische Untermalung!