John Grisham hat die Gabe, die amerikanische Rechtsanwaltswelt als eine Welt voller großer Fälle, unglaublicher Komplotte und ausgetüftelten Hinterlistigkeiten darzustellen und den Leser doch immer auf der Seite des Rechtsanwaltes zu halten. So auch in „Der Partner", in der es um einen vermeintlichen toten Kanzleianwalt geht, der gerade das Firmenkonto um ein paar hundert Millionen Dollar erleichtert hat. Hier setzt das Buch ein und beschreibt, wie die geprellte Anwaltskanzlei Himmel und Hölle in Bewegung setzt, den untreuen Sozius zu finden. Als das dann so weit ist, beginnt dieser mit einem Spiel, in dem er Schritt für Schritt akribisch geplant hat. Natürlich muß man zugunsten des Buches annehmen, daß ein Mensch einen Handlungsablauf derart ausgefeilt planen kann. Wie aber in den meisten Grisham-Büchern hält der Schluß noch so einige Überraschungen parat, die den Leser hinterher immer etwas traurig hinterlassen. Alles in allem war es mal wieder eine fesselnde Story, die sich diesmal ganz in der Welt der Kanzleien abspielt und nicht ein Angriff auf eine große Konzernmacht wie die Zigarettenindustrie beispielsweise in „Das Urteil" darstellt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)