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Der Parasit: Thriller
 
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Der Parasit: Thriller [Taschenbuch]

Markus C. Schulte von Drach
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (12. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342650443X
  • ISBN-13: 978-3426504437
  • Originaltitel: Der fremde Wille
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 452.036 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

München wird von einem Serienmörder heimgesucht, wie ihn die Ermittler um Hauptkommissar Hans Bauer noch nie erlebt haben: Der Täter taucht aus dem Nichts auf, beißt seine Opfer tot und verschwindet wieder. Jedes Mal hinterlässt er DNA und Fingerabdrücke, doch trotz modernster Methoden ergibt sich kein brauchbarer Hinweis – nichts. Und es kommt noch schlimmer. Aus Hawaii, Schottland und Boston werden identische Morde gemeldet. Reist hier ein Wahnsinniger um die Welt? Gemeinsam erstellen die Experten von BKA, FBI und Scotland Yard, allen voran die britische Psychologin Cynthia Collins, ein Profil des Killers. Doch die Wahrheit liegt weit jenseits ihrer kühnsten Vorstellungen. Der Täter selbst hat keine Wahl. Er muss zuschlagen, wieder und wieder …

Über den Autor

Markus C. Schulte von Drach, Jahrgang 1965, ist promovierter Biologe. Er arbeitet als Wissenschafsredakteur bei »sueddeutsche.de«. Zuvor war er Journalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung, Neue Züricher Zeitung, Die Welt. 2005 erschien "Furor", sein vielbeachtetes und von der Kritik hoch gelobtes Thrillerdebüt.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S. Melvin
Der Titel "Der Parasit" hatte mich neugierig gemacht, da sich das Buch aus der Masse der Dan Browns, Preston&Childs und Schätzings dieser Welt abzuheben schien und außerdem von einem (noch!) recht unbekannten deutschen Autor kommt. Hat doch der geneigte Thriller/Krimi-Leser in letzter Zeit nichts wirklich Neues unter die Augen bekommen. Zwar werden - klassisch - Serienmorde im Umschlagtext reisserisch angekündigt, doch man wird als Leser getragen von einer spannenden Handlung und wirklich faszinierenden und authentischen Figuren in eine Thematik/Diskussion von Kapitel zu Kapitel verwickelt, der man sich nicht mehr entziehen und die man als selbständig denkendes Individuum nicht ignorieren kann: Gibt es einen freien Willen? Inwieweit sind wir für unser Handeln verantwortlich? Was für Konsequenzen hat das für unser menschliches Leben? Was bedeutet das für die Gesellschaft in der wir leben?

Das wird für manchen sicherlich schwere Kost sein, aber bei mir hat das Thema einen sehr fruchtbaren Boden vorgefunden. Abendelange Diskussionen mit Partner und Freunden waren die Folge. Und immernoch beschäftigt mich das Thema.

Fazit: Sehr gutes und mehrwertiges Buch in dem, getragen von einer spannenden Story, dem Leser richtig nachhaltige und gehaltvolle Kost untergejubelt wird. Auf dem Umschlag sollte eigentlich eine Warnung stehen: "Vorsicht, dieser Thriller ist spannend und regt zum Nachdenken an."

Ich liebe solche Bücher...

P.S. Hatte davor den neuesten Preston & Child gelesen. Der Parasit ist viel besser recherchiert, viel tiefgründiger, viel fundierter, viel realistischer und doch spannender als P & C!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schockierend 21. Oktober 2010
Von Adaa
In München, genauer gesagt in Schwaben, passieren grauenvolle Morde. Ein Mensch, der sich wie ein Tier verhält, fällt über seine Opfer her und beißt sie regelrecht zu Tode indem er ihnen die Halsschlagader aufbeißt, sie vergewaltigt und ausbluten lässt. Die Sonderkomission (SOKO) Schatten wird ins Leben gerufen, doch die Dinge werden komplizierter als in Hawaii, Schottland und Boston exakt die gleichen Morde passieren. Fast alle wichtigen Organisationen die Verbrecher jagen der jeweiligen Länder sehen sich mit einem unlösbaren Problem konfrontiert. Doch als sie der Wahrheit auf die Spur kommen, wird alles was sie zu Glauben glauben in Frage gestellt....

Das Buch ist ein verdammt guter Pageturner um beim Neudeutsch zu bleiben. Der Author hat seinen Kollegen einiges vorraus und das werde ich jetzt nur kurz anschneiden, da ich ansonsten eine ellenlange Abhandlung über dieses Buch runterschreiben würde.

Der Author punktet direkt durch die Atmosphäre, die einen von der ersten Seite an gefangen nimmt. Sein Schreibstil ist genial, er baut Landschaftsbilder auf mit Worten die man sich regelrecht vorstellen kann und die man glaubt fühlen zu können. Er umschreibt die Orte, bringt Bezugspunkte ein und umklammert das Ganze auf eine Weiße die ich so noch nicht lesen durfte. Der Author schafft es tatsächlich alles plastisch darzustellen und dem ganzen Leben einzuhauchen. Aber auch die Beschreibung der Personen, der Morde und der Materie in der sich das Buch bewegt ist dem Author mehr als nur gelungen. Der Schreibstil ist fesselnd, aber im Gegensatz zu anderen Authoren leben die Bilder durch die Worte. Das ist Kunst, die nicht jeder Author erreicht. Diesem ist es gelungen.

Und dem Author gelingt es sogar die Personen realitätsnah zu schildern. Sie sind keine Übercops, keine Superhelden. Sie sind wie wir, menschlich, verwundbar und schwächelnd. Der Author baut einen sehr guten Gegensatz zu der Serien Flut wie Criminal Minds, CSI oder Law & Order auf wo die meisten Fällen innerhalb weniger Stunden gelöst werden. Der Author webt diese Gegensätze geschickt ein und schildert die Polizeiarbeit realistisch, das mag etwas trocken anmuten aber der Author bleibt seiner realistischen Linie treu und hat mich so als Leser gewonnen. Die Polizeiarbeit besteht halt viel aus Bürokratie und Nachforschungen. Das ist nun einmal so, außerdem ist es erfrischend anders mal einen realistischen Ansatz zu lesen als dieses Übergetue aus anderen Thrillern.

Dazu bringt der Author, wohl bedingt durch sein vorheriges Berufsfeld, etliche wissenschaftliche Ansätze ein. Diese haben Hand und Fuß, ein wenig kenne ich mich mit der gesamten Materie dank meinem Beruf aus, aber können den geneigten Leser überfordern. Der Author versucht zwar die ganzen Ansätze, Diskussionen und Glaubensgegensätze geschickt zu erklären und konsequent dem Leser näherzubringen. Dies gelingt ihm nicht immer, weswegen man manchmal vor den Zeilen sitzt und nur noch Bahnhof und Abfahrt verstanden hat. Das ist schade, da es dem großartigen Buch einen kleinen Schnitzer verpasst. Deswegen auch nur 4 Sterne, obwohl die Diskussionen sich ins reale Leben übertragen lassen und somit für Zündstoff sorgen können. Trotzdem fand ich es manchmal wirklich zuviel des Guten.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, denn es ist wirklich großartig. Kauft es euch, das Buch ist jeden Cent wert und hat mich animiert auch andere Bücher des Authors zu lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Phantastischer Realismus 7. September 2010
Von ergosum
Das Buch gehört wohl zum Besten, was ich in den letzten Jahren aus diesem Genre in den Händen hatte.
Schon der Einstieg (im Kongo) zieht einem sofort in den Bann. Irgendwie hat der Autor es geschafft, dass man sich jedes Blatt und jeden Halm vostellen kann. Bei den Personen geht es mir ähnlich. Die Personen sind absolut glaubhaft und echt. Ich glaube der Trick ist, dass der Autor nirgends irgendwelche wirklich extreme Persönlichkeiten beschreibt, sondern immer Leute wie Du und ich (Studenten, Familienväter, Singles usw..). Bei der Story geht es mir genauso: Realismus Pur, obwohl - ohne etwas veraten zu wollen - der Fall (wie sich herausstellt) wirklich sehr ausergewöhnlich-phantastisch liegt.
Die Beschreibung der Charaktere, der Lebenshintergründe und vorallem der Polizeiarbeit sind dermaßen realistisch (soweit ich das beurteilen kann), dass es von manchen durchaus teilweise als "trocken" angesehen werden kann. Sehr oft werden die Berufe der Mordkommission (der Polzei generell) oder etwa des Profilers völlig verfremdet dargestellt (meist verromantisiert). Was es aber bedeutet sich beruflich ständig in die kranken Gehirne von Triebmördern hineinzudenken, war mir nie zuvor klar. Aber ich finde gerade das macht das Buch in meinen Augen zu Dynamit. Dadurch konnte ich mich erst voll und ganz auf das Buch einlassen.
Das Buch ist aber viel mehr, als nur eine spannende Kriminalgeschichte:

Haben wir wirklich einen freien Willen?

Sind wir wirklich frei in unseren Entscheidungen?

Für alle die glauben, diese Frage ganz einfach beantworten zu können, empfehle ich dieses Buch.

!Achtung Spoiler!

Für mich der absolute Höhepunkt des Buches: Eine ganz normale Person verwandelt sich während einer Autofahrt ganz langsam und unmerklich in einer Kette völlig logischer und nachvollziehbarer Gedanken und Schlussfolgerungen in einen Killer.
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