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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Januar 2011
Auch wenn Michael Hesemann bei weitem nicht der erste ist, der Pius XII. gegen unberechtigte Vorwürfe seitens bestimmter Autoren wie z.B. Cornwell ("Der Papst. der geschwiegen hat") oder Goldhagen ("Die katholische Kirche und der Holocaust") verteidigt, so handelt es sich hierbei dennoch um ein sehr wichtiges Buch, da es die wichtigsten Fakten aus Primär- und Sekundärquellen aufführt und gegeneinander abwägt. Auch eine direkte Auseinandersetzung mit den oben genannten beiden Pius-Gegnern fehlt nicht. So wird ihnen explizit das Verdrehen von Fakten oder das (absichtlich?) falsche Übersetzen von Aussagen vom und über den Papst nachgewiesen.

Das Buch beschreibt das ganze Leben von Eugene Pacelli, dem späteren Papst Pius XII. und zeigt schon anhand seiner Jugend und seiner Amtshandlungen vor seiner Ernennung zum Papst auf, dass es sich bei ihm weder um einen Judenhasser (bzw. etwas gedämpfter "Antisemit") oder Feigling, sondern einen begnadeten Diplomaten und sehr disziplinierten, pflichtbewussten Menschen handelte. Hierzu werden viele Primärquellen herangezogen darunter Briefe die Pacelli selbst verfasste oder Äußerungen seiner engsten Vertrauten über ihn. Dies zeigt die enorme Recherchearbeit, die Hesemann in sein Werk investiert hat.

Besonderen Wert legt der Autor auf die Frage, warum der Papst "schwieg" bzw. dass er es weder aus Angst noch aus Unvermögen unterließ, öffentlich Hitler und den Nationalsozialismus verbal an den Pranger zu stellen. Dahinter steckte die vollkommen nachvollziehbare Überlegung, dass er damit nichts gewonnen hätte. Im Gegenteil er hätte die ganze Situation dadurch verschlechtert. Nicht nur die der Katholiken in Deutschland, sondern auch diejenige der Juden. Hitler saß am "längeren Hebel" und somit blieb Pius nichts anderes übrig, als im Verborgenen zu operieren und eben diese heimlichen Aktionen hebt Hesemann besonders hervor, um zu zeigen, welch immense Anzahl an Leben er damit gerettet hat.

Sprachlich ist das Werk tadellos. Selten habe ich ein Sachbuch (und vor allem ein historisches dazu) dermaßen flüssig und mit Interesse gelesen wie dieses.

Sicherlich kann man Michael Hesemann vorwerfen, Pius XII. doch etwas zu glorifizieren, aber die Hauptaussagen seines Buches begründet er ausführlich an Hand von Quellen und somit erfüllt sein Werk sicher seinen Zweck: Pius in das rechte historische Licht zu rücken, in das er gehört und Autoren wie Cornwell und Goldhagen eindeutig und sachlich, fundiert zu widersprechen.
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34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2008
Ich habe dieses Buch jetzt in wenigen Tagen durchgelesen und bin begeistert.
Der Autor weißt Stück für Stück nach, wieviele Lügen von interesssierter Seite über diesen Papst erzählt wurden, bzw. in ihren angeblich entlarvenden Biografien oder Theaterstücken ( der geneigte Leser weiß, welches Stück ich meine...) einfach weggelassen wurden.

Ich sage nur, empfehlenswert und gut lesbar, auch für den Nichthistoriker, lesbar.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. November 2013
Oh, was hat man diesen Mann durch die Mangel genommen! Und nun sagen Dokumente, Briefe, Fotos, unlöschbare Augenzeugenberichte etwas ganz anderes! Unbedingt lesen!
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Biografien sind für mich immer wieder sehr interessant, weil man viel über einen Menschen erfahren kann, aber auch viel darüber, was mit diesem Menschen zusammenhängt.

In dem nun von mir besprochenen Buch geht es um einen ganz besonderen Menschen - um Papst Pius XII. - dem Papst, der Hitler trotzte, der aber während seiner Amtszeit und auch danach immer umstritten war. Ich sah den Film über ihn und war neugierig geworden. So habe ich mir das Buch von Michael Hesemann besorgt, um mich noch näher mit dem Thema zu befassen. Nun möchte ich euch berichten, wie ich dieses Buch empfunden habe.

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in einen Einleitung und 18 Kapitel gegliedert. Dann folgen ein Nachwort, die Bibliographie und die Bildquellen.

Der umstrittene Papst:
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Geboren: 2. März 1876 in Rom;
Gestorben: 9. Oktober 1958 in Castel Gandolfo)
Er war von 1939 bis 1958 Papst der römisch-katholischen Kirche.
Die Seligsprechung des umstrittenen Papstes ist noch immer in den Medien. Papst Pius XII hat die Greueltaten nicht offiziell und öffentlich verurteilt, die Hitler angezettelt hatte.
Ihm werden deshalb immer wieder Vorwürfe gemacht. Peter Gumpel, ein Jesuitenpater spricht für die Seligsprechung und hat massig Fakten zusammengetragen, um diese zu rechtfertigen.
Der bürgerliche Name des Papstes lautet: Eugenio Pacelli. Er war schon im Jahr 1924 Nuntius in Deutschland und beklagte schon zu diesem Zeitpunkt die Taten der Nazis gegen Juden und Katholiken. Im Jahr 1933 war er Kardinalstaatssekretär und gezwungen das Reichskonkordat zu unterzeichnen. So rettete er die Kirche Deutschlands.
Papst Pius XI. bekam von Eugenio Pacelli den Text entworfen, der für die Enzyklika Mit brennender Sorgen" im Jahr 1937 den Nationalsozialismus verurteilte.
Als er aber selbst Papst war, war er nur noch in der Lage geheim gegen Hitler und seine Machenschaften zu agieren.
Er soll mit dem deutschen Widerstand zusammengearbeitet haben. Sein Einsatz war immer auch sehr persönlich.

Michael Hesemann hat Dokumente gesichtet, neue Erkenntnisse gewonnen, in die neuste historische Forschung hineingeblickt, Einblick in die historischen Archive des Vatikan genommen, und so eine Biografie zusammengetragen, die auf den neusten Erkenntnisse beruht und dem Leser sehr detailliert und offen erklärt, wer dieser Mensch war.

Michael Hesemann:
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Hesemann wurde 1964 geboren und ist ein internationaler Autor, Historiker und Dokumentarfilmer. Er ist weiterhin Fachjournalist für populärwissenschaftliche und kirchengeschichtliche Themen. Er studierte Geschichte, Kulturanthropologie/Volkskunde, Literaturwissenschaft und Journalistik an der Uni Göttingen. Heute lebt er in Düsseldorf und Rom.

Weitere Bücher aus seiner Feder:

Die Dunkelmänner. Mythen, Lügen und Legenden um die Kirchengeschichte
Paulus von Tarsus
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Viele fragen sich, ob Papst Pius XII. die Greueltaten Hitlers hätte stoppen können, Hesemann geht im Buch diesen und anderen Fragen auf den Grund. Er wirft Fragen auf und beantwortet diese.

Sehr realistisch, offen und ehrlich zeigt er alles auf, was mit dem Pontifikat des Papstes zusammenhängt.

Meine Meinung zum Buch:
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Der Autor hat das Buch perfekt aufgebaut, er beginnt zu erzählen, als die Person Eugenio Pacelli noch kein Papst war, als er Hitler zum ersten mal begegnete, als er mit seinem Fahrer durch die Stadt fuhr.
Es wird hier auch gleich zu Beginn erwähnt, dass der künftige Papst im Jahr 1922 wohl an der ein oder anderen NSDAP-Versammlung teilgenommen habe.

Sehr schön ist die Gliederung aufgebaut, hier kann man perfekt nachvollziehen, wie sich zum einen die Geschichte dieser Zeit entwickelte und wie der Mensch Pacelli diese Geschichte mit trug, wie er sie erlebte und mitgestaltete, wenn auch nur" subtil.

Man bekommt erzählt, wie dieser Mensch zum Papst wurde, bekommt sehr viele Details dahingehend übermittelt, aber besonders schön ist es, dass man alles immer im Zusammenhang sieht mit der historischen Entwicklung im Dritten Reich und wie der Papst auf diese ganzen schrecklichen Geschehnisse von Rom aus reagierte.

Sorgenvoll geschrieben, ehrlich, offen, aber dem Leser auch Raum lassend, sich seine eigene Meinung zu bilden, ist dieses Buch eine tolle und komplexe Aufarbeitung, die sehr nachvollziehbar ist, die einen roten Faden hat, an dem sich alles orientiert, die qualitativ inhaltlich sehr hochwertig zu bezeichnen ist und - so merkt man unbedingt - umfassende Recherchearbeit im Vorfeld gehabt haben muss, um ein solch intensives und komplexes Bild dieses Menschen zu zeichnen. Viele Lügen wurden über diesen Papst berichtet, viel Literatur, die ihn niedermachte .... - ich finde, dieses Buch hier zeigt endlich die wahre und auch nachvollziehbare Geschichte, die für mich wohl auch so geschehen sein muss und in die Historie einzuordnen ist. Die authentischen Quellen, die der Autor nutzte, um diese Richtigstellung zu formulieren sind da und nicht wegzuleugnen. Schon über 50 Jahre ist dieser Papst tot, aber noch immer wird nicht eindeutig über ihn geurteilt" - ich finde, dieses Buch ist eine tolle Aufarbeitung, die man auch als Nicht-Historisch-Versierter Leser versteht.

Interessant sind auch die Hinweise und das Zurateziehen von Literatur über Papst Pius, die Hesemann qualitativ bestens widerlegen kann. Das Pius XII. Kontakte gehabt hat zum Widerstand in Deutschland kann er auch fast auf die Minute genau beweisen. Dieser Papst wird hier im Buch wunderschön, offen, ehrlich und gefühlvoll, aber auch realistisch charakterisiert. Das Buch ist sehr spannend und flüssig geschrieben auch das beigefügte interessante und wertvolle Bildmaterial kann nur positiv bewertet werden, weil es die Texte noch einmal bildhaft untermalt. Das Stück für Stück Nachweisen und Widerlegen ist perfekt gelungen. Man nimmt ihm seine Meinung und seine Reflexionen ab, weil sie nachweislich und optimal recherchiert in Dokumenten nachgewiesen werden können.

Ich bin begeistert und konnte aus der Lektüre sehr viel herauslesen und Konsequenzen ziehen, meine Meinung festigen usw. - ich finde, dass dieser Papst die Seligsprechung verdient hat.
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14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2009
Pius XII. und das Schweigen. Mehr als vierzig Jahre beschäftigt dieses Thema mal mehr mal weniger die Gemüter; derzeit (nach den Veröffentlichungen von Cornwell und Goldhagen und den Gedenkfeiern zu seinem 50. Todestag) eher wieder mehr. Der Verf. bringt mit seinem Buch Licht ins Dunkel, zeigt Hintergründe auf, warum Papst Pius so gehandelt hat, wie er handelte und dass er half, wo er durch Hilfe das Leiden der Opfer bzw. deren Zahl nicht noch vergrößerte. Bei seinem Buch stützt sich der Autor auf zahlreiche Studien, die im Literaturverzeichnis aufscheinen. An einzelnen Stellen des Buches wäre ein Hinweis auf konkrete Quellen hilfreich gewesen.
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15 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2009
Michael Hesemann ist ein erfahrener Autor der sich in der Materie gut auskennt. Im Interesse der Wahrheit hat hier jemand ein Buch veröffentlicht, dass man schon lange hätte veröffentlichen müssen. Leider war die zentrale Figur diese Buches viel zulange den falschen Anschuldigungen böser Menschen ausgeliefert. Und gerade darum braucht man immer wieder Autoren die sich einmischen und Diskussionen entfachen, damit denen die eigentlich besseres verdient hätten, Gerechtigkeit widerfährt. Danke Michael Hesemann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2013
Endlich wird einmal aufgeräumt mit den Lügengeschichten,die mit dem unsäglichen R. Hochhut begannen. Hesemann deckt die wahren Hintergründe und Fakten auf und es kommt ein ganz anderes Bild des Papst Pius VII heraus,als gemeinhin vermittelt wurde und leider noch wird. Wer die Wahrheit wissen will, lese dieses leicht verständliche und gute zu lesende Buch!
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 7. Januar 2012
Dieses Buch ist eine hervorragende und längst überfällige Würdigung des leider später ebenso oft wie völlig unberechtigt diffamierten Papstes Pius XII. Dass er in der Zeit der Naziherrschaft in Deutschland "geschwiegen" habe wird ihm vorgeworfen - dass aber die Rettung von mindestens 850.000 Juden in Europa ganz direkt auf sein Wirken und seine Einflussnahme zurückzuführen ist, wird dabei allzu leichtfertig "übersehen".
Eugenio Pacelli, so der bürgerliche Name des Papstes, war dabei durchaus zu einer äußerst realistischen Einschätzung Deutschlands und auch der Nazipartei in der Lage, hatte er doch in den 20er Jahren als Nuntius (diplomatischer Vertreter des Vatikans) in ebendiesem Deutschland gewirkt und dabei den Aufstieg des Hetzers Hitler mitverfolgt. Gerade deshalb - und aus schmerzlichen Erfahrungen, die kirchliche Vertreter vor Ort (z. B. in den Niederlanden) machen mussten, wusste er, dass ein öffentlicher Protest gegen das Naziregime nur dazu geführt hätte, dass die Nazis auch vor Klöstern und kirchlichen Einrichtungen nicht mehr halt gemacht hätten - was den sicheren Tod vieler, vieler Menschen zur Folge gehabt hätte, die seinerzeit in ebendiesen Einrichtungen versteckt wurden.

Den Lebensweg, das Handeln und das Denken Pius' XII. zeichnet Michael Hesemann in seinem Buch nach - und deckt dabei Fakten auf, die von Autoren wie John Cornwell oder dem gerade in Deutschland durch seine Verbreitung haltloser Anschuldigungen sattsam bekannten Daniel Jonah Goldhagen geflissentlich verschwiegen werden. Und noch ein weiterer, atemberaubender Punkt wird in diesem Buch aufgedeckt, nämlich dass das von Rolf Hochhuth verfasste Stück "Der Stellvertreter", das den Auftakt zur jahrzehntelangen Diffamierungskampagne gegen Pius XII. darstellte, vom sowjetischen Geheimdienst KGB vorgegeben wurde bzw. zumindest weitestgehend "Fakten" darstellt, die ebendieser Geheimdienst in Umlauf brachte, um auf diesem Weg nicht nur Pius XII. (der leidenschaftlicher Antitotalitarist war, sich also nicht nur gegen die Nazis, sondern auch gegen den Kommunismus stellte) in den Schmutz zu ziehen, sondern möglichst die katholische Kirche als Ganzes zu diskreditieren.

So erfüllt das Buch von Michael Hesemann gleich drei Funktionen auf einmal: Es ist eine Biografie Pius XII., widerlegt dabei zugleich fehlerhafte Werke über diesen Papst und stellt zudem noch einen hochinteressanten Abriss der Zeitgeschichte von der Weimarer Republik bis in die 50er Jahre dar. Verbunden damit, dass Michael Hesemann trotz wissenschaftlicher Arbeitsweise äußerst anschaulich und fesselnd zu schreiben vermag, ist dieses Buch nicht nur ein freundlicher Lesetipp, sondern es ist nahezu unverzichtbar - gerade in einem Land wie Deutschland, in dem man mit wachsender zeitlicher Distanz zur Nazizeit immer besser beurteilen zu können glaubt, wie sich Menschen in dieser Zeit hätten verhalten "müssen".
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
denn aus irgendeinem Rattenloch kommen wieder diejenigen, die das Gegenteil zu diesem Papst und der seinerzeitigen katholischen Kirche behaupten wollen. Jedoch: lasst Euch nicht von diesen Rattenfängern verführen, denn deren Meinung entspricht nicht der Wahrheit. Dieses Buch habe ich nicht in einem durch gelesen, sondern auf jede Aussage hin beleuchtet. Vieles ist mir schon durch frühere Publikationen und Aussagen von Familienangehörigen und Bekannten, die diese Zeit miterlebt haben, bekannt. Die Dokumente sprechen für sich. Hitler kannte die seinerzeitigen Wahlergebnisse in Deutschland und sprach sogar im Hotel Dreesen in Bad Godesberg davon, daß die Rheinländer keine Deutschen seien. Ja, die Kölner Bands haben mit ihrer Aktion "Asch huh, Zähn usenäng" kurz nach der Wiedervereinigung erfolgreich ein Zeichen gegen dem versuchten Wiederaufflammen des Rechtsradikalismus angekämpft.
Neonazis wissen das. Der Katholizismus in Deutschland hat zur Nazizeit mehr Opfer erlitten als jede andere Gruppe (außer unseren jüdischen Mitbürgern natürlich) damals. Das ist Fakt.
L e s e n S i e d i e s e s B u c h !
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39 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2009
Hesemann behauptet, dass er die Wahrheit über Pius XII, der Hitler trotzte" gefunden hätte. Doch die Historische Wahrheit" sieht völlig anders aus. Hier nur zwei Beispiele unter vielen anderen:

1) Der Vatican und der Holocaust

Im Januar 1933 wurde Hitler die Reichsregierung in Deutschland übertragen. Kurz danach begann die Diskriminierung der deutschen Juden. Im April desselben Jahres schrieb die - vom jüdischen zum katholischen Glauben konvertierte - Dozentin Edith Stein an Pius XI. unter anderem: Ich wage es, vor dem Vater der Christenheit auszusprechen, was Millionen von Deutschen bedrückt. Seit Wochen sehen wir in Deutschland Taten geschehen, die jeder Gerechtigkeit und Menschlichkeit, von Nächstenliebe gar nicht zu reden, Hohn sprechen. Jahre hindurch haben die nationalsozialistischen Führer den Judenhass gepredigt. Nachdem sie jetzt die Regierungsgewalt in ihre Hände gebracht und ihre Anhängerschaft, darunter nachweislich verbrecherische Elemente, bewaffnet hatten, ist die Saat des Hasses aufgegangen ! .....
Seit Wochen warten und hoffen nicht nur die Juden, sondern Tausende treuer Katholiken in Deutschland - und ich denke in der ganzen Welt - darauf, dass die Kirche Christi ihre Stimme erhebe, um diesem Missbrauch des Namens Christi Einhalt zu gebieten ... ! Wir alle, die wir treue Kinder der Kirche sind und die Verhältnisse in Deutschland mit offenen Augen betrachten, fürchten das Schlimmste für das Ansehen unserer Kirche, wenn das Schweigen noch länger anhält ... !"

Laut "Katholische Kirchenzeitung" vom 2.März 2003 ist die Antwort des Papstes durch Edith Stein selbst bezeugt. Es war kaum mehr als eine der üblichen, im Kurialen Stil" gehaltenen" Empfangsbestätigung", verbunden mit dem Apostolischem Segen, um den die Absenderin gebeten hatte. Am 2. August 1942 wurden 244 zum Katholizismus konvertierte Juden, darunter auch Edith und Rosa Stein, von der Gestapo verhaftet und in das KZ Westerbork gebracht. Von dort wurden die beiden Schwestern Stein am 7. August in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau mit der Reichsbahn deportiert und am 9. August 1942 in der Gaskammer umgebracht. Das unentschuldbare Schweigen von Pius XII. wurde ersetzt durch einen (weit risikoloseren) päpstlichen Segen und die Gebete des "Heiligen Vaters", die allerdings völlig wirkungslos geblieben sind. Zum Ausgleich für dieses bedauerliche Missgeschick und aufgrund des päpstlichen schlechten Gewissens wurde Edith Stein am 1. Mai 1987 von Papst Johannes Paul II. in Köln selig- und am 11. Oktober 1998 in Rom heiliggesprochen. Der Papst beabsichtigte damit, die von seinen Vorgängern im Stich gelassene Edith Stein allein zum Nutzen seiner Katholischen Kirche zu vermarkten. Die israelitische Presse schrieb dazu: Mit der "Heiligen von Auschwitz," die zum Christentum konvertierte (...) verfolgte der amtierende Papst die Idee, den Holocaust in einen untrennbaren Teil des Leidens des katholischen Glaubens zu verwandeln".

2) Der Vatican und das Reichkonkordat

Am 4. März 1933 hatte sich Pacelli notiert: Hitler ist der erste (und einzige) Staatsmann, der bisher öffentlich gegen den Kommunismus geredet hat." Und gegenüber dem bayerischen Gesandten Otto Ritter zu Groenesteyn hatte Pacelli geäußert: Es ist freilich wahr, dass sich die Weimarer Republik als viel zu nachgiebig gegenüber dem Kommunismus gezeigt hat". Der ehemalige Reichskanzler Heinrich Brüning schreibt in seinen Memoiren, dass ihm Pacelli (der spätere Pius XII.) im August 1931 zu einer Koalition mit den Rechten geraten hätte.

Zur gleichen Zeit, als der Vatican den beschwörenden Brief von Edith Stein erhalten hatte, befand sich Pacelli, der zukünftige Papst Pius XII., in Verhandlungen mit dem Hitlerregime. Ein Konkordat sollte die Eigenständigkeit der römisch-katholischen Kirche innerhalb des NS-Regimes absichern ... und Hitler erhoffte sich mit diesem Konkordat, dass die Kirche ihm keine Schwierigkeiten bei der Durchsetzung seiner politischen Ziele bereiten würde. Und diese Hoffnung hatte sich bis zum Jahre 1945 voll und ganz erfüllt. Denn guten Gewissens konnten sich die katholischen und evangelischen Kirchen Deutschlands ( bei ihrem mehrheitlichen Schweigen gegenüber Hitler) getrost auf das Pauluswort im Römerbrief 13, Vers 1 bis 7 berufen: Ein jeder soll sich der obrigkeitlichen Gewalt unterordnen. Denn es gibt keine Gewalt, die nicht von GOTT kommt. Wo eine Gewalt besteht, ist sie von GOTT angeordnet. Wer sich daher gegen diese Gewalt auflehnt, lehnt sich gegen die Anordnung GOTTES auf. Wer sich aber gegen diese auflehnt, zieht sich das Gericht zu. Die Obrigkeit ... ist ja für dich GOTTES Dienerin zu deinem Besten." Der Katholik Hitler kannte diese Bibeltexte und wusste daher, dass er sich mit Hilfe des zwischen ihm und Rom geschlossenen Konkordats auf die strenge kirchenamtliche Beachtung dieser Paulusworte verlassen konnte. Das Ergebnis dieses kirchlichen, bedingungslosen Gehorsams kennen wir : Über 50 Millionen Weltkriegstote und 6 Millionen von der Christlichen Obrigkeit" ermordete europäische Juden !

Im Reichskonkordat von 1933, Artikel 16, hatte sich bekanntlich der Verhandlungspartner des Vatikans, Pacelli, ausdrücklich zu einem bischöflichen Treueid gegenüber der Reichsregierung verpflichtet: Bevor die Bischöfe von ihrer Diözese Besitz ergreifen, leisten sie in die Hand des Reichsstatthalters in dem zuständigen Lande bzw. des Reichspräsidenten einen Treueid nach folgender Formel: »Vor Gott und auf die heiligen Evangelien schwöre und verspreche ich, so wie es einem Bischof geziemt, dem Deutschen Reich und dem Lande (...) Treue. Ich schwöre und verspreche, die verfassungsmäßig gebildete Regierung zu achten und von meinem Klerus achten zu lassen. In der pflichtmäßigen Sorge um das Wohl und das Interesse des deutschen Staatswesens werde ich in Ausübung des mir übertragenen geistlichen Amtes jeden Schaden zu verhüten trachten, der es bedrohen könnte".
Aus unerfindlichen Gründen sieht Hesemann darin eine Trotzhaltung" des Papstes !

Bereits in seiner Regierungserklärung vom 23. März 1933 hatte Hitler erklärt, dass er den Kirchen ihre Rechte garantiert und das Christentum als unerschütterliches Fundament des sittlichen und moralischen Lebens unseres Volkes" anerkennt.

Im "Protokoll über eine Sitzung der Reichsregierung Berlin über das Reichskonkordat, Punkt 17 der Tagesordnung am 14. Juli 1933" lesen wir, dass Hitler das Entgegenkommen des Papstes über alle Maßen gelobt hat. Er vertrat die Auffassung, daß im Reichskonkordat Deutschland eine Chance gegeben und eine Vertrauenssphäre geschaffen wäre, die bei dem vordringlichen Kampf gegen das internationale Judentum besonders bedeutungsvoll wäre".

Viele unmittelbare Zeugen haben die Historische Wahrheit" dieser Zeit anders erlebt, als es Hesemann in seinem Buch über den Papst, der Hitler trotzte" darzustellen versucht. Dazu gehören auch die Hesemannschen Ansichten über die (von Pacelli entschärfte) Enzyklika "Mit brennender Sorge" und die vorsichtigen, diplomatisch verklausulierten päpstlichen Äußerungen zur Judenvernichtung. Auch die überaus zahlreichen internationalen Proteste zum päpstlichen Schweigen und dem (religiös begründeten) Völkermord der vaticantreuen, katholischen Ustaschabewegung in Kroatien scheint Hesemann (der Wahrheit wegen") nicht erwähnenswert.

Bekanntlich hatte die römische Kurie - insbesondere unter Kardinal Montini, Bischof Alois Hudal und vielen anderen (mit Wissen von Papst Pius XII.) sogar eine weitverzweigte Fluchthilfe organisiert, die die Täter des Judenmordes und anderer Kriegsverbrechen in Sicherheit brachte. Der argentinische Historiker und Journalist Uki Goñi kommt auf Grund seiner Recherchen zu dem Schluss: Für den Vatikan und die alliierten Geheimdienste war die Rettung von Nazi-Kollaborateuren und SS-Mördern Teil ihrer gemeinsamen antikommunistischen Agenda."

Alle diese Fakten erlauben eine historisch einwandfreiere Beurteilung des Heiligen Vaters" Pius XII. als es Hesemann wahrhaben möchte !
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