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Der Papagei, das Telefon und die Bibliothekarin
 
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Der Papagei, das Telefon und die Bibliothekarin [Gebundene Ausgabe]

Joe Coomer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 354 Seiten
  • Verlag: Scherz (1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502101353
  • ISBN-13: 978-3502101352
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 583.820 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Lyman, 30 Jahre alt, Besucher unzähliger ganz unterschiedlicher Collegekurse, arbeitet nachts als eine Art Pannenhelfer auf einem amerikanischen Highway. Er lebt in einem Wohnwagen und dort erhält er eines Tages überraschenden Besuch von einem Papagei. Der führt sich mit den Worten ein: "Ich bin ein Adler." Dieser Satz und andere Sätze aus dem Wortschatz des Vogels haben für Lyman einen verborgenen Sinn, den er ergründen möchte; er geht der Herkunft des Papageis nach. Unterstützung bei seinen Nachforschungen erhält er von der resoluten Bibliothekarin Fiona, Hilfe, die ihm zunächst lästig ist. Aber im Verlauf der wirklich originellen Geschichte ändert er seine Meinung.

Auszug

Es war Winter geworden. Welke Blätter wirbelten vorüber und tippten gegen das rostige Drahtgeflecht der Fliegengittertür. Er saß hier jeden Morgen, nahe der offenen Tür, sah durch den Fliegendraht in seinen Garten und stellte sein Gedächtnis auf die Probe. Was hatte sich seit gestern verändert? Das Gitter zerlegte die Welt in Einzelteile, und er war Überzeugt, daß er, wenn er jeden Morgen um dieselbe Zeit an derselben Stelle saß, eines Tages den Moment einfangen, den Punkt wahrnehmen würde, an dem die Zukunft sich von der Vergangenheit löste. An manchen Tagen schaute er so konzentriert, daß jenseits des Gitters alles verschwamm und nur noch ein sanftes Gefühl der Leere blieb. Das Geflecht dehnte sich aus, begann zu schweben, zu fließen, und schließlich fingen sich Fische darin, Fische mit glänzenden scharlachroten Kiemen. Dann spürte er ein verwirrendes Drängen, die Ahnung eines günstigen Moments ließ ihn erschauern, und seine Hand zuckte nach den Fischen, als hätte er sich verbrannt, als hätte er einen Stromschlag bekommen oder sich an einem Angelhaken geritzt. Fast hätte er seine Kaffeetasse fallen lassen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dummer Titel - geniales Buch 11. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Hinter diesem eher dummen Buchtitel verbirgt sich meiner Meinung nach eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich je gelesen habe. Verrückt, humovrovoll, romantisch, mit einem Schuß Erotik. Und einem Happy End? Nun, wir wollen nicht zuviel verraten. Lyman arbeitet bei der Straßenwacht von Fort Worth in Texas. Bereits als Kind hat er seine Eltern bei einem Autounfall verloren und war von da an auf sich alleine gestellt. Sein Tagesablauf ist geregelt, alles hat seinen Platz und es gibt niemanden, den er Unordnung in seine Perfektion bringen läßt. Doch manchmal müssen Menschen zu ihrem Glück gezwungen werden. Die Unordnung kommt in Form eines Papageis. Dieser gefiederte Bursche ist es, der Lyman aus seinem Trott holt. Einfach so und unerwartet. Eines Tages hängt er kopfüber an der Türklinke und begrüßt Lyman mit dem Satz: "Halt die Klappe!" In ihm sieht Lyman einen Verbündeten, genauso auf sich gestellt, wie er. Sein Interesse an dem Vogel wächst mit jedem Kommentar, wie "Ich bin ein Adler" oder "Selbst ist der Mann". So machen sich Lyman und der Leser auf die Suche nach dem Besitzer des Vogels und entdecken dabei, was für ein interessantes Leben Luke, so nennt er den Papagei, hat. Bei seiner Suche kommt er der chaotischen Bibliohtekshelferin Fiona näher, die in Wahrheit sein Schicksal sein soll. Zwei, die sich nie auf eine feste Bindung einlassen wollten, führt eine höhere Gewalt zusammen - in Form eines zugeflogenen Papageis. Joe Coomer schafft es mit seinem Buch, den Leser lachen, weinen, grübeln und nachdenken zu lassen.
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Den Hunden gewidmet 8. Juli 2009
Von Feliz
Format:Taschenbuch
Lyman, Straßenwachtfahrer in Fort Worth,Texas, findet Nacht für Nacht überfahrene Hunde auf der Ringstraße. Er begräbt sie, trauert um sie, liest die Suchanzeigen in den Zeitungen und benachrichtigt die Besitzer, wenn er sie finden kann.

Lyman hat sein ganzes Leben in Fort Worth verbracht, seit er nach einem Autounfall, bei dem seine Eltern getötet wurden, dort als Säugling aufgefunden wurde. Er macht seit 11 Jahren Nachtschicht bei der Straßenwacht, und tagsüber besucht er College - Kurse, sammelt ziellos praktisches" Wissen, ohne einen Abschluß anzustreben. Seit Leben ist geordnet, vorhersehbar, gleichförmig. Er hat sich darin eingerichtet und fühlt sich so ganz wohl - Beziehungen, ob zu anderen Menschen oder zu einem Tier, sind unberechenbar und können zeitlich begrenzt sein, sie machen ihm Angst. Seine Devise ist: Lass dich nicht unvorbereitet erwischen.
In dieses geordnete, gleichförmige, einsame Leben bricht eines Morgens die Unordnung ein in Form eines herrenlosen grünen Papageien, der wie aus dem Nichts kopfunter am Türgriff der Fliegengittertür von Lymans Wohnwagen hängt. Der Papagei spricht kryptische Sätze, die Lyman anrühren und beschäftigen. Die Suche nach dem Sinn hinter den Aussprüchen des Vogels wird für Lyman immer mehr zur besessenen Suche nach dem Sinn seines eigenen Lebens.

Fiona, Bibliothekarin und Buchrestauratorin hat schon in acht verschiedenen Bundesstaaten gearbeitet. Floyd, der Bassett, ist ihr treuer Begleiter und ihre einzige Liebe. Fiona kennt sich aus mit Büchern und in Bibliotheken, und so kann sie Lyman bei seiner Suche helfen. Dadurch kommen sie sich näher als Lyman lieb ist. Er unternimmt alle Anstrengungen, um Fiona von sich abzuschrecken. Doch als ihm das endlich fast gelungen ist, bringt ein Eisregen den Papageien, Fiona, Floyd und Lyman selbst in Lebensgefahr. Auf das, was danach kommt, ist Lyman nicht vorbereitet - zum ersten Mal in seinem Leben.
"Der Papagei, das Telefon und die Bibliothekarin" ist eine herrlich schrullige, teilweise urkomische Liebes - und Beziehungsgeschichte. Gleichzeitig hat es auch etwas von einem Roadmovie, wie Lyman den Lebensweg seines Papageien über Jahre und Jahrzehnte zurückverfolgt. Die Aphorismen des Vogels werden ihm Evangelium und Botschaft einer höheren Macht, des Schöpfers", als dessen Bote" ihm der Vogel erscheint. Lyman, der an nichts glaubt als an das, was er auseinandernehmen und wieder zusammensetzen kann, erfüllt diese Aussprüche mit einem spirituellen Inhalt. Doch durch seine besessene Suche zerstört er selbst diese Illusion von Sinn; nach und nach werden die geheimnisvollen Sätze von ihren Geheimnissen entkleidet und ihres bedeutungsvollen Inhalts beraubt. Hat Lyman den Papagei anfangs wie ein höheres Wesen behandelt, wird er durch dessen Entzauberung plötzlich gezwungen, eine Beziehung zu ihm aufzubauen - eine Beziehung, die ihm letztlich Leben und Verstand rettet.
Die verrückte Idee, einen Menschen das Leben eines Vogels nachleben zu lassen, macht dieses Buch so einzigartig und so liebenswert. Joe Coomer schafft dabei das Kunststück, Lymans Besessenheit und seine Entwicklung anhand des Papageien sogar plausibel erscheinen zu lassen. Die Geschichte ist zwar skurril, aber nicht überzogen. Coomer erzählt in leisen Tönen, aber dabei nicht einschläfernd; der Roman ist lebendig, witzig und farbenfroh und immer wieder überraschend. Eine Buch, das man immer wieder genießen kann.

Der Autor, Joe Coomer, wurde 1958 in Fort Worth, Texas geboren und zählt zu den kreativsten jungen amerikanischen Autoren. Er ist in Deutschland relativ wenig bekannt, obwohl von seinen bisher 5 Romanen bereits zwei verfilmt wurden. Sein Roman Der Papagei, das Telefon und die Bibliothekarin" wurde von der New York Times 1996 zum Buch des Jahres gewählt.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Simone
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht nur ein recht merkwürdiger Titel, auch das Buch ist (meiner Meinung nach) eher gewöhnungsbedürftig. Einem Mann fliegt ein Papagei zu, der Sätze wie "Selbst ist der Mann" und "Ich bin ein Adler" von sich gibt. Mit Hilfe einer Bibliothekarin begibt er sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Besitzer des Vogels, da er herausfinden möchte, ob es einen Sinn hat, warum der Vogel diesen und jenen Satz kennt. Teil der Handlung ist auch die Beziehung(sschwierigkeit) zu eben dieser Bibliothekarin, und sein Job als Straßenwacht Nachts auf dem Highway.
Zwar ist man ja dennoch neugierig, worauf es hinaus läuft, aber das ist auch das einzige, was mich zum Weiterlesen gebracht hat.
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