Es ist eine Art Roman - aber es fehlen die Emotionen ein wenig.
Dies tut der kompletten Geschichte um das Rennen keinen Abbruch.
Die aufwändigen Recherchen spiegeln sich in relativer Detailtreue wider.
Ich hätte mir trotzdem an einigen Stellen mehr Parteinahme gewünscht - das ist aber meine persönliche Meinung.
Trotzdem gebe ich 5 Sterne, allein schon der genauen Berichterstattung wegen.
Die Story springt von Schiff zu Schiff und versucht dem Leser die Geschehnisse aus unterschiedlichen Sichten näher zu bringen. Manchmal musste ich aber schon nachdenken und braucht einige Sätze länger um mich zurecht zu finden.
Trotz der sachlichen Darstellung kommt hohe Spannung auf und die Crews erhalten ein Gesicht.
Ich mache das daran fest, dass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe.
Die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich um die gesunkenen Boote und die beiden Sieger.
Dadurch wird einerseits das Rennen verfolgt und andererseits die Katastrophe eindringlich vorgeführt.
Knecht ist es in meinen Augen gelungen, die Naturkraft sehr eingehend zu beschreiben, obwohl er ja nicht an Bord war.
Die Beschreibung des Sinkens der Boote und das Aushalten auf den Rettungsinseln mit den tragischen Ereignissen war sehr beeindruckend. Die persönlichen Sichten der Crewmitglieder/Skipper tragen sehr dazu bei. Die genauen Schilderungen lassen das Geschehen sehr nah kommen.
FaziT: Für Segler eine große Bereicherung und Lehrstunde gleichermaßen. Für Nichtsegler eine sehr interessante Erfahrung (auf Nachfrage). Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Was mich freut, ist die nicht reißerische Darstellung des Themas.