Normalerweise habe ich mit Science Fiction wenig am Hut. Dann empfahl mir ein Freund, der ein wirklich erfahrener Science fiction-Leser ist, zufällig "Der Opal" von M. Hammerschmitt, und ich muß sagen, ich bin begeistert. Vielleicht fällt das vielen SF-Fans nicht auf, aber die Sprache des Romans mit ihren Einflüssen aus Romantik und Surrealismus ist ungeheuer stark und frisch, vor allem ungeheuer bildstark. Wenn ich da nur an die Szene in der "Raumschiffzucht" denke, oder an den "Säulenwald". Und dann ist da natürlich die "Passage englouti", das höchst originelle und sympathische Raumschiff, mit dem die Heldin unterwegs ist. Ich habe immer sofort ein Bild, ohne daß ich alles verstehe; manchmal sind diese Bilder beängstigend, manchmal einfach nur schön. Vor einiger Zeit hat Hammerschmitt dann aus dem Buch im Radio gelesen, und da stellte sich heraus, daß der Autor nicht nur schreiben, sondern seine Arbeiten auch lesen kann. Ich bin gespannt, was er als nächstes macht.