Der Autor sammelt gerne Zitate und andere Formen verkürzter Texte, die er dann als Bücher herausgibt. Nun legt er ein Werk vor, in dem er an Beispielen vorführt, dass man nur in absoluten Ausnahmefällen mehr als eine Seite schreiben muss. Die Themengebiete fasst er in den drei Kapitel zusammen: Geschäftsbriefe Personalbriefe Berichte, Protokolle, Fachartikel. Das vierte Kapitel ist überschrieben mit Abkürzungsstrategien für eine erfolgreiche Kommunikation. Allerdings wurde mir nicht klar, weshalb diese zwanzig Seiten unter diesem Titel laufen. Erwartet hätte ich eher eine Art Zusammenfassung. Geboten werden mir aber einige Aufgaben und viel Weissraum, um meine Lösung ins Buch zu schreiben. Ich kenne niemanden, der das macht.
Formal geht der Autor so vor, dass er ein schlechtes Beispiel vorführt, einzelne Abschnitte mit einem Grossbuchstaben kennzeichnet und dann Erläuterungen sowie Verbesserungsvorschläge gibt. Das Prinzip ist bekannt und immer noch gut. Was mich allerdings gewaltig stört, ist der gestalterische Geniestreich, das Negativbeispiel mit einem grossen und fetten So nicht! zu markieren, dass ich mich beim Entziffern des Textes anstrengen muss. Da sage ich nur: So nicht!
Mein Fazit: Unter dem unglücklichen Titel Der One-Page-Manager bietet der Autor eine Sammlung von guten und schlechten Schreibstücken an. Kein aussergewöhnliches Buch für Texter. Und ob die Zielgruppe Manager anbeisst, bezweifle ich.