Ich bin ein Fan der Gabriel-Allon-Bücher, allerdings merkt man mit zunehmendem Fortschreiten Abnutzungserscheinungen am Helden der Geschichte, sowie an der Geschichte selbst.
Waren die ersten Bücher noch actionreich und rasant, quält man sich schon in "Das Moskau-Komplott" und nun in "Der Oligarch" durch eine langwierige, verworrene Geschichte, in der die Russen die Bösen, die Israelis, Amis und Briten die Guten sind und der "Held" der Geschichte irgendwo zwischen Loyalität, Freundschaft und Liebe hin und her wankt.
Richtiges Lesefeeling, oder das Gefühl in die Geschichte hinein gezogen zu werden ist bei mir weder im Moskau-Komplott noch im Oligarchen aufgekommen; hätte ich nicht wissen wollen, wie die Geschichte dann ausgeht, hätte ich mir "Der Oligarch" erspart.
Zur Überbrückung von Zugfahrten oder Flügen mag das Buch ausreichend sein, aber für einen spannenden Leseabend gibt es bestimmt deutlich bessere Literatur.