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Der Obrist und die Tänzerin

Javier Bardem , Juan Diego Botto    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Javier Bardem, Juan Diego Botto, Laura Morante, Elvira Mínguez, Lucas Rodríguez
  • Komponist: Alberto Iglesias
  • Künstler: Antonio Bloch, Bina Daigeler, Katrina Bayonas, Pedro Malgheas, Andrés Vicente Gómez, Lianne Halfon, José Luis Alcaine, Pierre-François Limbosch, Russ Smith, John Malkovich
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 9. September 2003
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 128 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000AVV8B
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.796 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

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"Lang lebe Präsident Ezequiel" -- so die Parole, mit der ein Guerillakommando ein fiktives südamerikanisches Land mit Gewalt und Schrecken überzieht. Oberst Augustin Rejas erhält den Auftrag, die mit unglaublicher Brutalität vorgehenden Terroristen zu stoppen. Dabei bleibt ihm nur wenig Zeit, denn das skrupellose Regime droht, das Militär einzusetzen -- nicht nur gegen die Terroristen, sondern auch gegen das eigene Volk. Als ob ihm seine korrupten Vorgesetzten das Leben nicht schon schwer genug machen würden, verliebt sich der ehrenhafte Polizist in Yolanda, die Ballettlehrerin seiner Tochter. Doch auch diese Liebe wird in den brutalen Strudel des Terrors gezogen.

Das Regiedebüt des Ausnahmeschauspielers John Malkovich (Being John Malkovich , Gefährliche Liebschaften) basiert auf dem gleichnamigen Roman Der Obrist und die Tänzerin des Briten Nicholas Shakespeare, der auch das Drehbuch schrieb. Dem Film, der Assoziationen an die peruanische Terrororganisation Leuchtender Pfad und dessen Gründer Abimael Guzman weckt, liegen wahre Begebenheiten zu Grunde.

Malkovichs Inszenierung ist drastisch, die Atmosphäre geprägt von brutaler Gewalt und Gegengewalt. Ein kleines, aber feines Stück hochintelligenten Kinos, das sicher nicht für den Massengeschmack gedacht ist, aber auch alles andere als ein staubtrockenes Politdrama ist. Neben der hochexplosiven Terroristenjagd erweist Malkovich auch Constantin Costas-Gravas, dem Großmeister des Politthrillers, dessen Film Der unsichtbare Aufstand im Film eine wichtige Rolle als Beweismittel spielt, seine Referenz.

Die überzeugende Authentizität verdankt der Film, der an Originalschauplätzen in Spanien, Portugal und Ecuador gedreht wurde, dem Umstand, dass Malkovich mit spanischsprachigen Darstellern gearbeitet hat. Insbesondere Javier Bardem (Live Flesh, Before Night Falls) verleiht dem zwischen Pflichtbewusstsein und Liebe hin und her gerissenen Polizeioffizier eindrucksvoll Gestalt. Dabei wirft sein nuanciertes Spiel brisante Fragen der politischen und persönlichen Moral auf, die weit über die private Geschichte hinausgehen. --Birgit Schwenger

Produktbeschreibungen

Kinowelt Der Obrist und die TÃnzerin, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 09.09.03

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jeder ist mit uns!" 26. Januar 2004
Format:DVD
John Malcovich ist im gegenwärtigen amerikanischen Kino eine eigenartige Persönlichkeit, obwohl man auch seine Vorliebe für Theaterausflüge beachten muss, bevor man über schlichtweg dämliche "Con Air" - Abcashaktionen ein Wort verliert. Malcovich ist insofern "anders", weil er den wohl "europäischsten" Star darstellt. Und hier in diesem Film, der gleichzeitig sein Regiedebüt im Spielfilm markiert, kann man durchaus gewisse Blicke in Richtung Europa entdecken. "The Dancer Upstairs" (dt. Der Obrist und die Tänzerin) ist ein Politthriller, ein solcher wie ihn schon Constantin Costa - Cravas, oder Francesco Rosi inzinierten. Und doch ist der besprochende Film etwas "anderes". Denn gewissermaßen stellt er Cravas` Ansatz sogar auf den Kopf.
Lateinamerika - die jüngste Vergangenheit
Eine Reihe brutaler Terroranschläge erschüttern das Land. Drahtzieher derselben ist ein gewisser "Ezequiel", ein Unbekannter der am Tatort nur kurze "Slogans" hinterlässt, keine Forderungen preisgibt, den solche könnten falsch verstanden werden.
Augustin Rejas (Javier Bardem) hat seine vielversprechende Anwaltskarriere aufgegeben. Der Mann hat es nie vertragen, dass vor Gericht nicht immer die Wahrheit zählt. Nun ist er Polizeibeamter, der Staat ist mit dem Gehalt im Rückstand, mit seiner Frau führt er nur oberflächliche Gespräche.
Rejas erhält den Auftrag diesen "Ezequiel" aufzuspüren, was sich als durchaus schwierig entpuppt. Der Druck von "oben" wird immer grösser. Als ein weiteres Regierungsmitglied getötet wird, lässt der Präsident das Kriegsrecht ausrufen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Polizei oder Militär? 16. November 2003
Format:DVD
In einem südamerikanischen Staat wird ein Polizist (Dienstrang: Obrist) vom Land in die Stadt versetzt. Dort erhält er den Auftrag, den Anführer einer Gruppe dingfest zu machen, die Anschläge verübt. Er strebt dieses Ziel mit polizeilichen Mitteln an, während die Regierung das Militär auf die Straßen schickt.
John Malkovich verfilmt hier eine Geschichte über den "Leuchtenden Pfad" in Peru. Dabei zeigt er die beiden grundlegenden Wege auf, wie man einer Terrorgruppe entgegentreten kann: mit rechtsstaatlichen Mitteln oder mit Gegengewalt. Durch die Tänzerin, die der Tochter des Obristen Tanzunterricht gibt, erhält die Erzählung eine zusätzliche, persönliche Note.
Obwohl einige Aktionen der Terrorgruppe brutal dargestellt werden hatte ich nicht den Eindruck, einen gewalttätigen Film zu sehen. Das liegt daran, daß die Hauptfigur sich standhaft weigert, der Gewalt mit Gewalt entgegenzutreten. Ein hervorragender Film, der zum Nachdenken anregt.
Dem Film würde ich 5 Sterne geben, aber die deutsche DVD ist völlig verpfuscht. Auf der Original-Tonspur wird neben Englisch auch eine Landessprache gesprochen (Spanisch?). In der Synchronversion sind die englischen Teile eingedeutscht, die Landessprache ist unverändert übernommen. Leider kann man die Untertitel nur komplett an- oder abschalten, Untertitel nur für die Landessprache gibt es nicht. Ich mußte immer wieder zurückspringen, um einzelne Szenen nochmal mit eingeschalteten Untertiteln zu sehen. Letztlich habe ich mir die englische DVD des Films zugelegt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung und Authenzität 14. August 2003
Format:DVD|Verifizierter Kauf
John Malkovich hat nicht nur an Originalschlauplätzen, sondern auch mit südamerikanischen Schauspielern gedreht. Dies verleiht dem Film eine bestechende Authenzität. Er ist hochgradig spannend und beschäftigt sich mit einer Gesellschaft, die uns Mitteleuropäern manchmal ach so fern liegt. Das Unglück und die Probleme der südamerikanischen Staaten, die allgegenwärtige Drohung der militärischen Macht und die Fragwürdigkeit "revolutionärer Gewalt" werden sehr deutlich. Für mich einer der besten Filme, die in diesem Jahr auf den Markt kommen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Film, schlechte DVD 4. Mai 2009
Format:DVD
Herr Roland Weber spricht bereits das Problem der fehlenden Übersetzung an.
Das "springen" mit angeschalteten Untertiteln ist eine Zumutung und mir völlig unverständlich. Offensichtlich hat sich entweder niemand, aber auch wirklich niemand, von den Produzenten dieser DVD den Film tatsächlich einmal angesehen, oder hier liegt wieder so eine seltsame Urhebergeschichte vor, die niemand nachvollziehen kann.
Wie auch immer; ich rate vom Kauf dieser DVD-Version dringend ab. Die zwei Sterne gab es nur, weil der Film ausgesprochen gut ist.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Star und die Tänzerin 9. November 2011
Von Mirzai
Format:DVD
Mittelpunkt dieses - in den ersten 40 Minuten leicht ungelenk wirkenden - Films ist zweifellos Javier Bardem, der wieder einmal seine hohe Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellt. Ausnahmekünstler, der er ist, zeichnet er intuitiv und überzeugend den fiktiven Polizisten, der den realen Terroristen Abimael Guzmán(im Film als Ezequiel Durán) zur Strecke bringt. In erster Linie ist es ihm zu verdanken, daß man John Malkovichs über lange Strecken spannungsarmen ersten Filmversuch bis zum Ende anschaut. Faszinierend wie immer ist seine beherrschte, oft introvertiert erscheinende Darstellungskunst, die Feinfühligkeit seines Spiels, die stets die humanen Seiten der von ihm verkörperten Figur betont. Es ist zweifellos keine leichte Aufgabe, neben ihm in der Rolle des zweiten Protagonisten zu bestehen, doch Juan Diego Botto meistert seinen Part beachtlich gut. Laura Morante ist mit der ehemaligen Tänzerin Yolanda eine recht kleine Rolle zugefallen, die sie glaubhaft ausfüllt. Die Bildersprache ist sachlich, fast dokumentarisch, mit langen Sequenzen, die gelegentlich etwas langatmig wirken. Der Schnitt ist häufig sprunghaft, sodaß vornehmlich in der ersten Hälfte des Films ein bruchstückhafter Eindruck entsteht. Als Thriller" kann man den Film kaum bezeichnen, dazu fehlt ihm das sich kontinuierlich steigernde Spannungsmoment, aber sehenswert ist er allemal, und sei es auch nur Bardems vorzüglichen Spiels wegen.
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