Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Miniature Overture | |||
| 2. The decoration of the Christmas Tree (1. Akt) | |||
| 3. March | |||
| 4. Children's galop and entry of the parents | |||
| 5. Arrival of Drosselmeyer | |||
| 6. Grandfather's dance | |||
| 7. Clara and the Nutcracker | |||
| 8. The battle | |||
| 9. In the pine forest | |||
| 10. Waltz of the snowflakes | |||
| Disk: 2 | |||
| 1. The Kingdom of sweets (2. Akt) | |||
| 2. Clara and the prince | |||
| 3. Chocolate: Spanish dance (Divertissement) | |||
| 4. Coffee: Arabian dance | |||
| 5. Tea: Chinese dance | |||
| 6. Trepak: Russian dance | |||
| 7. Dance of the reed pipes | |||
| 8. Mother Gigogne | |||
| 9. Waltz of the flowers | |||
| 10. Pas de deux | |||
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Simon Rattle ist ein Klangmagier, der eine Menge an großartiger Orchestermusik in maßgeblichen Interpretationen eingespielt hat, doch ein Komponist fehlt nach wie vor: Peter Tschaikowsky - einer der größten romantischen Sinfoniker überhaupt. Jetzt schließt Rattle diese Lücke mit einer fulminanten Neuproduktion und krönt damit auch seine 30-jährige Verbundenheit mit dem EMI Classics-Label: Er dirigiert Tschaikowskys Ballett "Der Nussknacker" in einer spektakulären Gesamtaufnahme. Das abendfüllende Werk geht weit über die beliebte "Nussknacker-Suite" hinaus, einem der größten Hits der klassischen Musik. Die vollständige Version zeigt sich als dramatisches Großwerk, in dem Tschaikowsky sämtliche Qualitäten als hochemotionaler Sinfoniker, aber auch als Klangvisionär und musikalischer Geschichten-Erzähler vereint.
"Ich liebe die russische Musik, aber ich war nie ein besonders großer Tschaikowsky-Fan", gibt Rattle unumwunden zu. "Natürlich kenne ich den 'Nussknacker' schon seit meiner Kindheit, aber ich kam erst ziemlich spät dazu, über die Suite hinaus das gesamte Werk kennenzulernen. Und ich war mehr und mehr fasziniert davon - von der schier revolutionären Orchestrierung, bei der Tschaikowsky sogar ein neues Instrument eingeführt hat - die Celesta im Tanz der Zuckerfee". Tschaikowsky, der den Auftrag zu dem Ballett 1891 vom St. Petersburger Theater erhielt, befand sich zum Zeitpunkt der Entstehung auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere. Während der Fertigstellung der Komposition bereiste Tschaikowsky Paris, wo er die Celesta, eine Art "Glockenklavier", entdeckte und zum ersten Mal in der Musikgeschichte in eine Orchesterpartitur einarbeitete. Eine andere Klangentdeckung Tschaikowskys ist die Wirkung eines Vokalisen singenden Kinderchores - hier interpretiert vom populären englischen Knabenchor Libera. Der "Nussknacker" basiert auf dem Stoff eines der populärsten Erzähler der deutschen Romantik: auf E. T. A. Hoffmanns Novelle "Nussknacker und Mausekönig". Die Handlung der Geschichte spielt am Weihnachtsabend: Alles schläft im noblen Hause des Präsidenten Silberhaus, aber die kleine Tochter Klara wird um Mitternacht von eigenartigen Geräuschen aus dem Salon geweckt. Dort sind die Spielzeuge zum Leben erwacht: Der Nussknacker kämpft mit einer Armee Soldaten gegen den Mausekönig und seine Truppen. Klara besiegt den Mausekönig, indem sie mit dem Pantoffel nach ihm wirft. Der Nussknacker verwandelt sich in einen Prinzen, und zum Abschluss gibt es ein großes Fest, an dem die zum Leben erwachten Süßigkeiten teilnehmen…
Tschaikowskys vollständiger Nussknacker bietet abseits der kindlichen Spielzeugromantik bisher viel zu wenig entdeckte orchestrale Höhepunkte aus Tschaikowskys Œuvre. Simon Rattles immense Erfahrung am Pult der Berliner und Wiener Philharmoniker und als langjähriger Leiter des City of Birmingham Symphony Orchestra geht in diese Gesamtaufnahme ein und lässt eines der faszinierendsten Klassik-Werke überhaupt in nie dagewesener Farbigkeit strahlen.
"Diese luxuriöse Einspielung zeigt uns, dass Tschaikowsky auf seinem Weg zum düsteren Sinfoniker zwischen Poesie und Expressivität deutlich vorangekommen war; die modernistischen Züge der Oper Pique Dame tragen Früchte. Zugleich klingt die Musik oft genug nach dem Raffinement einer Spieldose. Rattle und seine Musiker spendieren uns eine wundervolle coleur locale in den vier Nationaltänzen, und im Pas de deux des zweiten Akts überwältigen sie mit einer sündigen Delikatesse, in der sogar eine simple G-Dur-Tonleiter zum Rauschmittel wird."
DIE ZEIT (Wolfram Goertz), 25.November 2010
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