Ein wunderbarer Film. Ein Film voller tief erlebter Gefühle: Liebe, Verzweiflung, Vernunft und Unvernunft, Hass und Verzeihen - alles bietet dieser Film, der erst jetzt endlich auf DVD gibt. Schon als ich ihn das erste Mal im TV sah, hat mich dieser Film nicht mehr losgelassen. Er ist so tiefgründig, so wahrhaftig, immer wieder entdeckt man neue Winkelzüge. Götz George spielt den blinden Henry phantastisch, aber auch Burghart Klaußner ist sehr überzeugend. Bernadette Heerwagen spielt die Pfarrer Ehefrau und Mutter sehr überzeugend. Sie ist diese Frau, sie ist sie von Dezember bis Oktober. Dann kommt der November und dann ist sie eine leidenschaftliche, verliebte und verrückte andere Frau. 10 Jahre macht sie das - offizell fährt sie alleine in die Toskana, doch sie fährt nach Sylt, zu ihrem Novembermann. Eine leidenschaftliche Beziehung, er blind sieht die andere Frau, die nur einen Monat im Jahr zum Leben erweckt wird. Dann geschieht der Unfall und Susanne Drömer stirbt. Ihr Ehemann erfährt nach und nach die Wahrheit, fährt nach Sylt zum Novembermann, will diesen erst umbringen und gibt sich nicht zu erkennen. Dann erkennt er im Novembermann den Leidensgenossen, beide liebten diese Frau, beide leiden darunter, dass sie nicht da ist. Der Novembermann weiß nichts vom Tod seiner Geliebten, erwartet diese täglich und leidet täglich, als sie wieder und wieder nicht kommt. Drömer und der Novembermann freunden sich an, kommen sich sehr nahe. Zum Schluss bringt Drömer den Novembermann zum Grab von Susanne, beide entwenden die Urne und verstreuen die Asche auf Sylt. Zwei Freunde bleiben zurück, es verbindet sie die Liebe zu Susanne.